Schulter- und Ellenbogenchirurgie

Das Schultergelenk etwa ist durch eine sehr lockere Gelenkführung das beweglichste Gelenk des menschlichen Körpers, was wiederum zu einer erhöhten Anfälligkeit für Verletzungen oder degenerative Schäden führt.
Dank der großen Erfahrungen unserer Spezialisten unter PD Dr. Niggemeyer finden Sie bei uns kompetente Hilfe, unabhängig davon, ob Verschleiß, Unfall oder entzündliche Gelenkerkrankungen Ihre Schmerzen verursachen. Abhängig von Befund und Diagnose behandeln wir Sie konservativ oder operativ.

In unserer Abteilung für Orthopädie und Unfallchirurgie behandeln wir Erkrankungen und Verletzungen der Schulter arthroskopisch (über eine Gelenkspiegelung) oder offen, unter anderem:

Erkrankungen der Schulter

Arthrose des Schultergelenks

Die Abnutzung des Schultergelenks tritt weniger häufiger auf als der Gelenkverschleiss an der unteren Extremität. Sie kann für die Betroffenen allerdings mit genauso weitreichenden Folgen verbunden sein. Die Beweglichkeit verschlechtert sich oft zunehmend, eine Tasse aus dem Schrank nehmen kann zur Qual werden. Viele Patienten klagen über Nacht- und Ruheschmerzen. Häufig ist eine dauerhafte Schmerzmedikation unerlässlich. Die Patienten bemerken darüber hinaus zunehmend „Knirschgeräusche „ beim Bewegen des Armes.

Ist die Lebensqualität beeinträchtigt, muss über einen Gelenkersatz nachgedacht werden. Aufgrund der komplexen Funktionsweise und der geringen Knochensubstanz, insbesondere an der Schulterpfanne, kann bei Arthrose des Schultergelenkes anders als an der Hüfte nicht immer lange mit einem Gelenkersatz gewartet werden. Zur Vorbereitung bzw. Planung eines solchen Eingriffes ist eine genaue Diagnostik unerlässlich.

Diagnostik:

Zur individuellen Auswahl der passenden Prothese und Beurteilung von Schultermuskulatur und Gelenkpfanne ist eine MRT und ggf. auch CT Aufnahme notwendig. Diese Untersuchung können Sie in unserer Radiologie durchführen lassen.

Therapie:

Grundsätzlich führen wir eine knochensparende Operation mit bewährten Implantaten durch. Dabei steht eine Vielzahl von Prothesenmodellen zur Verfügung, so dass der Gelenkersatz optimal auf Sie abgestimmt werden kann.

 

Rotatorenmanschettenruptur der Schulter

Im Gegensatz zum Knie- oder Hüftgelenkt ist die Schulter nur im geringen Maße knöchern geschützt. Die Schulter wird überwiegend durch Muskeln, Sehnen und Bänder im Zusammenspiel mit der Gelenkkapsel stabilisiert. Durch diesen anatomischen Aufbau ist es erst möglich, dass wir unseren Arm in alle Richtungen und in einem so großen Ausmaß bewegen können.

Ein Abriss der Rotatorenmanschette kann verschiedene Ursachen haben, häufig liegt eine bereits länger bestehende Verschleissproblematik zugrunde. Neben bewegungsabhängigen Schmerzen v.a. überkopf kommt es häufig zum Erwachen beim nächtlichen Liegen auf der betroffenen Schulter. Bei großen Rissen resultiert evtl. ein Kraftverlust.

Diagnostik:

Um zu entscheiden, welche Therapie sinnvoll ist, führen wir bei uns im Haus – sofern noch nicht geschehen – eine Kernspintomografie der schmerzhaft betroffenen Schulter durch. Anhand der Bilder ist zu entscheiden, ob eine operative Rekonstruktion möglich ist und wann diese erfolgen sollte.

Therapie:

Bei einem vollständigen Abriss wird eine Refixation (Festigung) am Oberarmkopf durchgeführt. Meist erfolgt die Operation bei uns im Haus arthroskopisch, ggf. kann sie auch in einer offenen Technik durchgeführt werden. Ist der Abriss schon älter und kann die Sehnen nicht mehr genäht werden, entscheiden wir, ob eine Sehnenersatzplastik mit Fremdmaterial oder eine Muskelverlagerungsoperation für Sie infrage kommt. Wenn infolge des Abrisses eine Verlagerung des Drehzentrums mit Anzeichen einer Arthrose im Gelenk diagnostiziert ist, sollte ein Gelenkersatz mit einer sog. inversen Prothese durchgeführt werden.

Instabilität der Schulter

Aufgrund des komplexen Zusammenspiels der anatomischen Strukturen ist unsere Schulter sehr anfällig für Verletzungen, aus denen dann eine Instabilität resultieren kann. Dies wird von den Patienten auch subjektiv als sehr einschränkend empfunden, insbesondere dann, wenn es wiederholt zu Verrenkungen kommt. Dann muss dringend eine Vorstellung bei einem Spezialisten erfolgen, der durch Auswahl geeigneter Stabilisierungsoperationen die Schulter für Alltag und Sport wieder belastbar machen kann.

Diagnostik:

In einer gründlichen körperlichen Untersuchung ist zu klären, in welche Richtung die Schulter eine Instabilität aufweist und ob die Instabilität in eine oder evtl. in mehrere Richtungen provozierbar ist. Neben der Stellung des Schulterblattes ist auch die Gewebespannung und die muskuläre Führung des Schultergelenkes zu beurteilen und konstitutionelle Faktoren wie eine angeborene Überbeweglichkeit zu ermitteln. Vor der definitiven Therapieentscheidung wird eine MRT Untersuchung – ggf. bei uns in der Klinik – durchgeführt.

Bei akuten Verletzungen:

Eine akute Ausrenkung der Schulter ist eine Notfallsituation und muss nach strengten Kriterien und ohne Zeitverlust eingerenkt werden. Zur Beurteilung des Kapsel-Bandapparat und der Gelenklippe wird immer eine MRT-Aufnahme angefertigt. In Einzelfällen ist eine konservative Behandlung möglich. Meistens jedoch ist eine arthroskopische Refixation der Gelenklippe notwendig, die bei der Ausrenkung von der Gelenkpfanne abgeschert ist. Diese führen wir als minimal-invasive (Schlüsselloch) Operation durch.

Bei chronischer Instabilität:

Bei wiederkehrenden Verrenkungen muss mit Hilfe der CT die Gelenkpfanne und der Gelenkkopf auf knöcherne krankhafte Veränderungen untersucht werden. Zeigen sich hier größere Defekte, ist eine aufwendige knöcherne Rekonstruktion notwendig. Hierzu führen wir in arthroskopischer oder offener Technik z.B. einen Knochentransfer vom Beckenkamm durch.

Prof. Dr. Daniel Briem

Ihr Spezialist bei Erkrankungen der Schulter: Prof.Dr.Daniel Briem, Leitender Arzt, Asklepios Westklinikum Hamburg.

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