High-Tech-Robotik für Kniegelenkersatz - Am Asklepios Klinikum Schwalmstadt wurden erste Operationen mit dem zukunftsweisenden VELYS-System erfolgreich durchgeführt

Das Asklepios Klinikum Schwalmstadt erweitert das medizinische Angebot im Bereich der Endoprothetik und setzt künftig auf robotergestützte Kniegelenkersatzoperationen. Am 14. April wurden die ersten Eingriffe mit Unterstützung des hochmodernen Operationsroboters VELYS™ erfolgreich durchgeführt. Mit der Einführung dieser Technologie investiert das Ziegenhainer Krankenhaus gezielt in eine moderne, zukunftsorientierte Patientenversorgung.

Freuen sich über die Innovation für Kniepatienten: (v. l.) Oberarzt Moustafa Elhateel, Chefarzt Dr. Karol Stiebler, die stellvertretende OP-Leitung Sarah Thometzek, Oberarzt Dieter Andrev und die Geschäftsführende Oberärztin Marina Heinmöller

„Die ersten Operationen mit dem neuen System wurden bereits erfolgreich durchgeführt“, freut sich Dr. Karol Stiebler, Chefarzt der Unfallchirurgie und Orthopädie sowie Leiter des Endoprothetikzentrums. Er und sein Team verfügen bereits über langjährige Erfahrung in der Knieendoprothetik, unterstützt durch den Einsatz moderner Computernavigation. Mit dem VELYS™-System können operative Eingriffe nun noch präziser und individueller durchgeführt werden. Die robotergestützte Technologie unterstützt das Operationsteam bei der Implantation künstlicher Kniegelenke und liefert während des gesamten Eingriffs hochpräzise Messdaten in Echtzeit. Dadurch können zentrale Parameter wie Achsführung, Stabilität und Bandspannung des Gelenks unmittelbar beurteilt und optimal auf die individuelle Anatomie der Patienten abgestimmt werden. Ziel ist eine besonders passgenaue und patientenindividuelle Versorgung. „Die Knieendoprothetik lebt von Erfahrung, chirurgischer Präzision und einem tiefen Verständnis für die individuellen Bedürfnisse der Patienten. Mit dem innovativen VELYS™-System haben wir nun eine zusätzliche technologische Unterstützung, die uns dabei hilft, Implantate noch genauer zu positionieren und operative Entscheidungen in Echtzeit abzusichern“, erklärt Dr. Stiebler. „Davon profitieren insbesondere Patienten, da sowohl die Präzision der Implantation als auch die funktionellen Ergebnisse und die Voraussetzungen für eine schnelle Mobilisation insgesamt verbessert werden können.“

Ein besonderer Vorteil des Systems liegt zudem darin, dass vor der Operation keine zusätzliche Computertomographie notwendig ist. Die relevanten Daten werden während des Eingriffs erfasst und unmittelbar in die operative Planung einbezogen. Dadurch können Abläufe effizient gestaltet und Patienten entlastet werden. Gerade bei Kniegelenksoperationen spielt die exakte Ausrichtung des Implantats eine zentrale Rolle. Sie ist entscheidend für Beweglichkeit, Belastbarkeit und Haltbarkeit des künstlichen Gelenks. Durch die robotergestützte Assistenz lassen sich operative Schritte digital kontrollieren und bei Bedarf unmittelbar feinjustieren. Dies schafft zusätzliche Sicherheit und unterstützt eine individuell ausgerichtete Versorgung auf höchstem medizinischem Niveau. „Unser Anspruch ist es, medizinische Qualität kontinuierlich weiterzuentwickeln und moderne Technologien dort einzusetzen, wo sie einen spürbaren Mehrwert für unsere Patientinnen und Patienten schaffen“, sagt Dr. Dagmar Federwisch, Geschäftsführerin des Asklepios Klinikums Schwalmstadt. „Die Einführung des VELYS-Systems ist ein weiterer wichtiger Schritt, um unsere Leistungsfähigkeit nachhaltig zu stärken und das Asklepios Klinikum Schwalmstadt zukunftssicher aufzustellen.“

Auch für die Zeit nach dem Eingriff bietet das neue Verfahren Vorteile. Eine präzise Implantation kann die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Rehabilitation verbessern und die Rückkehr in Alltag, Beruf und Freizeit unterstützen. Für viele Betroffene bedeutet ein künstliches Kniegelenk vor allem neue Lebensqualität – mit weniger Schmerzen und mehr Beweglichkeit.

„Mit der Investition in das robotergestützte System möchten wir unserer Position als leistungsstarker Gesundheitsanbieter in der Region weiter ausbauen und moderne Medizin mit persönlicher Betreuung, fachlicher Kompetenz und hoher Behandlungsqualität verbinden“, so Dr. Federwisch.

Seite teilen: