Persönlichkeitsstörungen

Persönlichkeitsstörungen treten häufiger auf als man denkt. Bis zu 5 % aller erwachsenen Menschen in Deutschland können betroffen sein. Die Ursachen und das Erscheinungsbild der Erkrankung sind sehr vielfältig. Eine erfolgreiche Behandlung setzt eine medizinisch gründliche Diagnostik durch erfahrene Psychologen und Ärzte voraus. Die meisten Symptome einer Persönlichkeitsstörung können wir gut therapieren. Auch für schwer verlaufende Erkrankungen stehen uns heutzutage etablierte und spezifische psychotherapeutische Behandlungsverfahren zur Verfügung.

Die Umgebung unterstützt Sie dabei, sich voll und ganz auf die Therapie einzulassen.

Woran erkenne ich eine Persönlichkeitsstörung?

Persönlichkeitsstörungen äußern sich durch:

  • zeitweise gedrückte, niedergeschlagene oder verzweifelte Stimmung
  • häufige Auseinandersetzungen mit anderen Menschen
  • ungewöhnlich starke Reaktionen gegenüber Mitmenschen
  • Wut, Aggressivität
  • „Gefühlschaos“, stark wechselnde Gefühle
  • Schuld- und Ohnmachtsgefühl
  • Anspannung und Unruhe
  • Selbstwert- und Selbstvertrauensverlust
  • Rückzug aus sozialen Beziehungen, aber auch der Wunsch nach Beziehung
  • starke Reiz- und Kränkbarkeit
  • Suchtmittelmissbrauch und Abhängigkeit
  • zum Teil Appetit- und Gewichtsstörungen

Es ist wichtig, die Symptome einer Persönlichkeitsstörung ernst zu nehmen und sich professionelle Hilfe zu suchen, wenn die Beschwerden nicht von selbst wieder verschwinden. Haben Sie den Eindruck, an einer Persönlichkeitsstörung zu leiden, helfen wir Ihnen gern weiter. Dank unserer erprobten Behandlungsverfahren können wir Ihnen den mühsamen aber lohnenswerten Weg zu mehr Lebensqualität erleichtern.

Wir helfen Ihnen bei

  • jeder behandlungspflichtigen Form von Persönlichkeitsstörung
  • Borderline-Syndrom (gestörte Gemütsbewegung im sozialen Umgang)
  • narzisstischer Persönlichkeitsstörung (übersteigertes Wichtigkeitsgefühl, Wunsch nach Bewunderung)
  • abhängigen Persönlichkeitsstörungen (unter anderem durch starke Trennungsängste geprägt)
  • Suizidalität (Neigung zum Selbstmord) bei Persönlichkeitsstörungen
  • selbstverletzendem Verhalten bei Persönlichkeitsstörungen
  • dissoziativen Störungen (Gedächtnis- und Wahrnehmungsstörung) und Konversionsstörungen (Verdrängung unverarbeiteter Probleme)
  • Störungen der Impulskontrolle
  • ADHS im Erwachsenenalter (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung, Überaktivität, Ablenkbarkeit, Unaufmerksamkeit)
  • Depressionen, die im Rahmen von Persönlichkeits- und Traumafolgestörungen auftreten
  • Persönlichkeitsstörungen in Kombination mit Abhängigkeitserkrankungen

Unser Behandlungsangebot für Sie

  • tiefenpsychologisch ausgerichtete Klein- und Großgruppentherapie
  • Informationsgruppe
  • therapeutische Einzel- und Krisengespräche
  • Arztsprechstunde und Visite
  • Pharmakotherapie (Behandlung mit Arzneimitteln)
  • Ergotherapie, Gestaltungstherapie
  • Abendkreis, Morgenkreis
  • Euthyme Therapie (Genusstherapie)
  • Arbeitstherapie (Gartengruppe/Holz- und Fahrradwerkstatt)
  • aktive Bewegungstherapie
  • Körperwahrnehmung
  • Gruppentraining sozialer Kompetenzen (GSK)
  • Entspannungsverfahren
  • Interpersonelle Psychotherapie (IPT, Kurzzeitverfahren zur Behandlung von Depressionen)
  • sozialpädagogische Beratung und Hilfestellung

Intervalltherapie (langfristige Behandlung, bei der zwischen den einzelnen Maßnahmen unterschiedlich lange Zeitabschnitte geplant sind)

Wir bieten Ihnen die Therapie in der Regel für 4 bis 6 Wochen an, zum Teil auch für 8 Wochen, damit Sie erfolgreich weiterkommen. In einigen Fällen ist eine deutliche stabilere Verfassung in der Krise bereits nach 2 Wochen möglich.

Ganz auf Sie ausgerichtet: Stationäre Therapie

Seit Jahren sind wir in der Behandlung von Menschen, die an einer Persönlichkeitsstörung erkrankt sind, erfahren. Sie erhalten professionelle Hilfe auf unserer dafür spezialisierten Station 3.2 an.
Voraussetzungen für eine stationäre Therapie sind:

  • Behandlungsmotivation
  • Absprachefähigkeit, Bereitschaft, mit uns zu kooperieren
  • Kommunikations- und Beziehungsfähigkeit
  • Bereitschaft zur Suchtmittelabstinenz (völliger Verzicht auf das Suchtmittel)
  • Fähigkeit zur Selbststeuerung und Einsichtsfähigkeit
  • keine akute Suizidalität (Selbstmordgefährdung), die zur Unterbringung nach dem sogenannten Psychischkrankengesetz (PsychKG) führen müsste
  • keine akute Psychose (mit Realitätsverlust einhergehende Erkrankung)

Vorgespräch

Erfahrungsgemäß empfinden Betroffene ein Vorgespräch auf unserer Station vor Beginn der Behandlung als hilfreich und nützlich. Dieses Gespräch ermöglicht Patienten, die künftig mit uns arbeiten wollen, unsere Station und unser Therapeutenteam kennenzulernen. Sie können sich zudem über die Arbeit unserer Station informieren. Es wird die aktuelle Behandlungsindikation geprüft und falls vorhanden gestellt, darüber hinaus vereinbaren wir Ziel und Dauer der Behandlung und legen gemeinsam mit Ihnen einen Aufnahmetermin fest.

Themen des Vorgespräches sind unter anderem:

  • Symptomatik: insbesondere auch Sucht, Essstörungen, selbstverletzendes Verhalten, Suizidalität (Neigung zum Selbstmord)

Die Therapie verläuft meist in drei für Sie wichtigen Phasen:

Phase I

  • Abbau von Suizidalität, Stärkung der eigenen Grenzen, Beziehungsaufbau  zu unserem behandelnden Team, Vertrautheit aufbauen und Sicherheit gewinnen

Phase II

  • Bearbeitung eigener Defizite (belastender Schwächen), (Wieder-)Entdecken eigener Kompetenzen, insbesondere in der Gruppe
  • Beschwerden verstehbar machen, Alternativen fördern, emotional korrigierende Erfahrung machen
  • Aufbau stabiler therapeutischer Beziehungen
  • begrenzt: Traumaarbeit (vorwiegend Stabilisierung)

Phase III

  • Einbindung/Erprobung neuer Erfahrungen
  • berufliche Wiedereingliederung / Neuorientierung, Klärung der  Wohnsituation, Nachsorgeplanung
  • Angehörigengespräche
  • Abschied

Wie ist unsere Station ausgestattet?

Unsere Klinik befindet sich auf einem ruhigen, parkähnlichen Gelände in Teupitz. Die Station 3.2 finden Sie in einem Neubau, bestehend aus freundlichen Doppel- und Einzelzimmern mit separatem Badezimmer und Kleiderschrank. Die Abteilung ist baulich auch für körperlich eingeschränkte Patienten geeignet (Fahrstuhl).

Weiterhin gut versorgt: Ihre Weiterbehandlung / Nachsorge

Besonders wichtig ist uns Ihre gestufte Wiedereingliederung am Arbeitsplatz. Wir möchten, dass Sie bald wieder in Ihren gewohnten Berufsalltag zurückkehren können. Hierzu arbeiten wir eng mit dem betrieblichen Gesundheitsmanagement verschiedener Firmen zusammen. Selbstverständlich werden wir in Ihrem Falle nur aktiv, wenn Sie dem ausdrücklich zustimmen. Sprechen Sie uns gerne für weitere Informationen an.

Sie erreichen uns

Mo
8.00-18.00
Di
8.00-18.00
Mi
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Do
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