Liebe Patienten, Angehörige & Besucher,

bitte beachten Sie folgende Hinweise:

  • Bei Verdacht auf eine Corona-Infektion rufen Sie bitte vorab den Ärztlichen Bereitschaftsdienst an: ► Wählen Sie 116 117
     
  • In medizinischen Notfällen (Schlaganfall, Herzinfarkt etc.) begeben Sie sich bitte weiterhin unmittelbar in Behandlung! Ein mögliches Corona-Infektionsrisiko wird in unserer Klinik mit allen Mitteln reduziert.
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  • Besuchsverbot aus Sicherheitsgründen: Zum Schutz von Patienten und Mitarbeitern können wir Besuchern leider derzeit nicht erlauben, unsere Klinik zu betreten.
     
  • Maskenpflicht – für Ihre Sicherheit und zum Schutz unserer Patienten: Bitte tragen Sie ab Betreten unserer Kliniken einen Mund- und Nasen-Schutz. Die Maskenpflicht gilt auch für unsere mobilen Patienten sowie während der Patientenversorgung – sofern es der Gesundheitszustand zulässt.

 

Vielen Dank für Ihr Verständnis

Ihr Asklepios-Team

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Herzrhythmusstörungen

Möglicherweise haben Sie dies bereits erlebt: Das Herz rast, es poltert in der Brust, dann schlägt es wieder gleichmäßig. Dieses Phänomen ist häufig harmlos. In manchen Fällen kann es jedoch Herzrhythmusstörungen anzeigen. Um sicher zu gehen, sollten Sie gegebenenfalls Ihren behandelnden Arzt aufsuchen und Ihre Beschwerden schildern.

Ein gesundes Herz pumpt pro Tag bis zu 10.000 Liter Blut durch den Körper und versorgt so alle Organe und Zellen mit Sauerstoff. Um schlagen zu können, benötigt das Herz Strom. Sogenannte Leitungsbahnen durchziehen das Herz und leiten den Strom von dort in jede Zelle des Herzmuskels. Dadurch kann das Herz in dem richtigen Tempo und in der richtigen Reihenfolge schlagen und unseren Körper mit Blut und somit Sauerstoff versorgen. Unser Herz ist ein lebenswichtiges Organ, das unsere Experten bei jedem unserer Patienten genesen lassen und gesund erhalten möchten.

Treten in den Leitungsbahnen und Herzmuskelzellen gleichsam Kurzschlüsse auf, sodass der Stromfluss gestört wird, schlägt das Herz unregelmäßig. Infolgedessen können krankhafte Herzrhythmusstörungen wie ein Vorhofflimmern entstehen.

Unser Chefarzt der Elektrophysiologie (elektrische Herzaktivität)/Rhythmologie (Herzrhythmusstörungen), Dr. med. Elvan Akin, und sein Team sind spezialisiert auf die Diagnose und die Behandlung von Herzrhythmusstörungen. Wir helfen Ihnen kompetent und gerne.

Der erste Schritt: Die richtige Diagnostik

Um Herzrhythmusstörungen festzustellen, können Mediziner ein Elektrokardiogramm (EKG) einsetzen. Dieses misst die Herzaktivität, beispielsweise die Herzfrequenz und den Herzrhythmus, und zeichnet sie auf. Mediziner unterscheiden zwischen einem Ruhe-EKG und einem Belastungs-EKG. Wir können so bestimmen, ob die Rhythmusstörungen im Vorhof oder in der Kammer entstehen. Des Weiteren können wir ein Langzeit-EKG nutzen. Bei dieser Untersuchung tragen Patienten das vergleichsweise kleine EKG-Gerät für 24 bis 48 Stunden an ihrem Körper bei sich, sodass die gelegentlich auftretenden Rhythmusstörungen erfasst werden.

Sollten diese Diagnostikverfahren für einen sicheren Befund nicht ausreichen, setzen wir eine Echokardiografie (bildgebende Ultraschalluntersuchung des Herzens), eine Herz-Magnetresonanztomografie (magnetfeldgestütztes Bildgebungsverfahren) oder einen Herzkatheter ein.

Die elektrophysiologische Untersuchung ist eine spezielle Herzkatheter-Untersuchung, um die elektrische Herzaktivität zu überprüfen.

Ganz auf Sie abgestimmt: Unser Behandlungsangebot

Einige Herzrhythmusstörungen können Mediziner medikamentös behandeln. Helfen Medikamente einem Patienten nicht mehr, können unsere erfahrenen Experten die Kurzschlüsse mit Strom veröden (Ablation) und den Stromfluss so wiederherstellen. Dazu diagnostizieren und therapieren wir in dem Labor der Elektrophysiologie unserer Kardiologie.

Eine weitere operative Möglichkeit ist der Einsatz eines Herzschrittmachers (elektrisches, die Herztätigkeit wahrendes Gerät).

Welches Behandlungsverfahren das für Sie bestmögliche ist, besprechen unsere Experten ausführlich mit Ihnen. Bitte stellen Sie uns zudem alle Ihre Fragen. Wir möchten Ihnen gerne mögliche Ängste vor dem Eingriff nehmen. Stets steht Ihnen unser erfahrenes Team für die richtige Entscheidung zur Seite.

Weiterhin gut versorgt: Ihre Weiterbehandlung / Nachsorge

Kontrollen sind insbesondere für Patienten, die wir aufgrund von Herzrhythmusstörungen therapieren, sehr wichtig. Wir besprechen persönlich mit Ihnen, welche weiteren, nachsorgenden Untersuchungen Sie benötigen.

Elektrophysiologische Untersuchung (EPU)

Die elektrophysiologische Untersuchung ist eine spezielle Herzkatheter-Untersuchung, die unsere Spezialisten bei unseren Patienten mit Herzrhythmusstörungen durchführen – auf Basis langjähriger Erfahrungswerte und mit moderner Technik.

Mithilfe dieser Untersuchung können wir die Art und den Mechanismus von Herzrhythmusstörungen diagnostisch feststellen und anschließend therapieren. Zunächst betäuben wir unseren Patienten örtlich. Anschließend führen unsere erfahrenen Fachärzte zwei beziehungsweise drei dünne Diagnose-Katheter (schlauch- oder röhrenförmige, flexible oder starre Instrumente) über die Leistenvenen in das rechte Herz ein. Über die Diagnose-Katheter werden die elektrischen Signale an verschiedenen Stellen des Herzens registriert und die Herzrhythmusstörung mithilfe von Schrittmacherimpulsen ausgelöst. Dieser Vorgang ist kaum spürbar. Haben wir die Störung mittels einer sogenannten 3-D-Landkarte festgestellt und verortet, können wir umgehend therapieren. Für die anschließende Therapie fassen wir herzkathetergestützte Methoden zusammen, mit denen wir Herzrhythmusstörungen beseitigen können. Ziel ist, das Gewebe, das falsche elektrische Impulse sendet, auszuschalten oder zu veröden. Wir können zudem gezielt Narben im Herzen setzen, die die Weiterleitung der falschen Impulse unterbrechen.

Unsere Spezialisten verfügen über eines der modernsten Geräte, um Herzrhythmusstörungen ausfindig zu machen und zu therapieren. Unsere Patienten dürfen dank dieses Verfahrens eine 95-bis 98-prozentige Heilungschance erwarten.

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