Durchblutungsstörungen/­Arterielle Verschlusskrankheit

Bei Durchblutungsstörungen kommt es meist durch eine Arterienverkalkung zu starken Einengungen oder sogar zum kompletten Verschluss von Gefäßen.

Amputation - Nein Danke!

Vor Amputationen hat sicher jeder Angst und die meisten werden glücklicherweise mit dem Thema auch nicht konfrontiert. Aber die Zahl von etwa 35.000 Beinamputationen pro Jahr in Deutschland zeigt, dass bei bestimmten Krankheiten dieser schreckliche Ausgang leider droht und auch eintritt.

In diesem Video zeigt Dr. Peter Dahl Therapiemöglichkeiten, mit denen man heute eine Extremitäten-Amputation vermeiden kann.

Ursache und Symptome

Die Ursache einer Durchblutungsstörung ist meistens eine Arteriosklerose. Selten sind auch Verletzungen, entzündliche Erkrankungen, Embolien oder Entzündungen der großen Blutgefäße der Grund für diese Erkrankung.

Zu den Hauptrisikofaktoren zählen:

  • Rauchen
  • Übergewicht (Adipositas)
  • Bewegungsmangel und ungesunde Ernährung
  • Diabetes mellitus
  • Bluthochdruck (Arterielle Hypertonie)
  • Erhöhte Blutfettwerte

Typische Zeichen für Durchblutungsstörungen der Extremitäten:

  • Schmerzen
  • Kälte und Blässe der betroffenen Extremität hinter der Verengung (Stenose)
  • Geschwüre und Wunden heilen aufgrund der verminderten Durchblutung nicht mehr ab
  • Muskelschwäche bei Belastung

Der erste Schritt: Die richtige Diagnostik

Für die Diagnose wird neben der Erhebung wesentlicher Informationen, wie der Wegstrecke, die der Patient schmerzfrei gehen kann, Auskünfte über die Lebensqualität unter den genannten Umständen, Ruheschmerzen oder Hautveränderungen, eine körperliche Untersuchung durchgeführt, die Auskunft über die Hautfärbung, Hauttemperatur und den Zustand des Gewebes gibt. Essentiell sind hier tastbare Pulse an den Füßen, um eine relevante Durchblutungsstörung auszuschließen.

Ein zentrales Instrument sind die bildgebenden Verfahren wie die Farb-Duplex-Sonographie, um Auskunft über die Beschaffenheit der Gefäße, die Ablagerungen und den Blutstrom zu erhalten. Zusätzlich geben CT- und MR-Angiographie entscheidende Informationen für die Beurteilung von umliegenden Strukturen und Gefäßwand.

Ganz auf Sie abgestimmt: Unser Behandlungsangebot

Die Behandlung der PAVK setzt zu allererst an den Risikofaktoren an: Sie sollten soweit wie möglich beseitigt werden, um einer weiteren Verengung der Arterien vorzubeugen und damit die Gefahr von Amputationen und potenziell lebensbedrohlichen Komplikationen wie Herzinfarkt und Schlaganfall zu verringern. Besonders wichtig ist es dabei, das Rauchen aufzugeben. Eine Gewichtsnormalisierung bei Übergewicht, regelmäßige Bewegung, eine gesunde, fettarme und ballaststoffreiche Ernährung sowie eine möglichst optimale Therapie von Krankheiten und Stoffwechselstörungen wie Diabetes mellitus, Bluthochdruck und erhöhtem Cholesterinspiegel sind ebenfalls entscheidend.

Ist die Erkrankung in einem fortgeschrittenen Stadium oder ist eine weitergehende Behandlung erforderlich, bestehen verschiedene Optionen, wie die Intervention mittels Kathetertechnik, Ballondilatation und Stentimplantation oder die Operation.

Eine Operation wird erst in Betracht gezogen, wenn das Stadium der Erkrankung dies erfordert.

Ballonkatheterverfahren bei Arterienverschluss

Dr. Peter Dahl zeigt in einer Präsentation wie ein Beckenarterienverschluss mit Hilfe einer Ballondilatation, also dem Ballonkatheterverfahren, wieder geöffnet wird und was ein sogenanntes Kissing-Stent-Manöver ist.

Weiterhin gut versorgt: Ihre Weiterbehandlung / Nachsorge

Es sollten regelmäßig Verlaufskontrollen durchgeführt werden, um ein weiteres Fortschreiten zu erkennen und ggf. gezielt zu behandeln. Eine genaue Nachsorge besprechen wir mit jedem Patienten individuell.

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