Kliniken in Bad Wildungen auf Zukunftskurs: Geschäftsführer von Asklepios und MEDICLIN zieht positive Jahresbilanz für den Standort

Das Jahr 2025 war für die drei Asklepios-Einrichtungen sowie für die MEDICLIN Kliniken in Bad Wildungen ereignisreich: von einer erfolgreichen Konzernintegration über aufwendige Projekte bis zu technischen Errungenschaften, die den Patienten in der Region zugutekommen. Im Interview blickt Geschäftsführer Fabian Mäser auf die vergangenen Monate zurück und berichtet von den größten Meilensteinen.

Mäser (Mitte) – hier im Gespräch mit Pflegekraft Alexandra Bremmer und dem Ärztlichen Direktor Dr. Dimitrios Skambas – zieht eine positive Bilanz für die vergangenen zwölf Monate.

Herr Mäser, Sie haben im März – zusätzlich zu Ihrer Geschäftsführer-Tätigkeit der Asklepios Kliniken Bad Wildungen – auch die Geschäftsführung der MEDICLIN-Kliniken Bad Wildungen übernommen, die ebenfalls zum Asklepios-Konzern gehören. Welche Vorteile hat die enge Kooperation der medizinischen Einrichtungen innerhalb des Konzerns in Bad Wildungen?

Die Konzernintegration und enge Zusammenarbeit von Asklepios und MEDICLIN am Standort Bad Wildungen stärkt uns in vielerlei Hinsicht – besonders bei der Fachkräftegewinnung und -bindung. Gemeinsam entwickeln wir Konzepte, die über klassische Benefits hinausgehen: Fort- und Weiterbildungsangebote, ein geplanter Weiterbildungsverbund und flexible Einsatzmöglichkeiten zwischen den Standorten machen unsere Kliniken für Fachkräfte besonders attraktiv. Auch die Kooperation zwischen den Akut- und Reha-Bereichen profitiert von der Vernetzung. So schaffen wir ein System, das Mitarbeitende sowie den gesamten Standort gleichermaßen stärkt und darüber hinaus dazu beiträgt, dass unsere Patienten eine bestmögliche Versorgung, Kontinuität und nahtlose Behandlung über die Standorte hinaus erhalten.

Asklepios hat im zurückliegenden Jahr 5,5 Millionen Euro am Standort Bad Wildungen investiert – unter anderem in die Modernisierung und Umstrukturierung der Schmerzklinik an der Asklepios Stadtklinik. Welchen Mehrwert hat das für die Patienten?

Die Schmerzklinik wurde grundliegend modernisiert und befindet sich seit Mitte des Jahres in neuen Räumlichkeiten. Die Multimodale Schmerztherapie bietet unter der Leitung von Heike Deutsch ein ganzheitliches Konzept, bei dem Ärzte verschiedener Fachrichtungen, Therapeuten, Psychologen und die Pflege eng zusammenarbeiten. Patienten profitieren von diesem innovativen Ansatz, bei dem nicht nur die Symptome behandelt werden, sondern der auch ein grundliegendes Verständnis für die Ursachen des Schmerzes vermittelt.

Auch die Fachabteilung Urologie am Standort Bad Wildungen wächst stetig...

Genau, unser Urologisches Zentrum setzt verstärkt auf modernste Operationsverfahren. Seit über einem Jahr verfügen wir zum Beispiel über ein robotisches Da Vinci-Operationssystem, das besonders präzise arbeitet und schonende Eingriffe ermöglicht. Insbesondere bei Prostata-, Nieren- und Blasenkrebs gibt es exzellente Ergebnisse, was sich auch in wachsenden Patientenzahlen widerspiegelt. Wir sind stolz darauf, dass mit Chefarzt Dr. Dimitrios Skambas und Firas Oliver Khayat-Noucco zwei ausgesprochene Experten auf dem Gebiet der Robotischen Urologie in unserem Haus tätig sind.

Mit seinem Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) leistet Asklepios einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsversorgung in der Region. Was hat sich im vergangenen Jahr getan?

Mit unseren MVZ-Standorten sichern wir nicht nur die allgemeinmedizinische, sondern auch die fachärztliche Versorgung. Insbesondere dann, wenn Ärzte keinen Nachfolger finden, ist eine Integration der Praxis in unser MVZ eine Lösung, die den Patienten im ländlichen Raum zugutekommt. Im April haben wir beispielsweise eine urologische Facharztpraxis in Melsungen übernommen und konnten so das dortige Sprechstunden- und Behandlungsangebot aufrechterhalten. Zudem ist eine direkte Anbindung an die Infrastruktur der Stadtklinik sichergestellt, was den Behandlungspfad für die Patienten deutlich vereinfacht und viele Vorteile bringt.

Welchen Stellenwert hat die Aus- und Weiterbildung im Unternehmen?

Mit dem Asklepios Bildungszentrum für Gesundheitsfachberufe – übrigens mit 460 Ausbildungsplätzen eines der größten in Deutschland – verfügen wir über die besten Voraussetzungen, um unsere Mitarbeitenden zu qualifizieren. Im Idealfall absolvieren Menschen hier nicht nur ihre Ausbildung, sondern bilden sich anschließend ihren Interessen entsprechend weiter – ob mit dualem Studium oder zahlreichen Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Mitarbeiterentwicklung hat für uns einen ausgesprochen hohen Stellenwert.

Die Gewinnung ausländischer Pflegekräfte spielt in medizinischen Einrichtungen eine immer größer werdende Rolle. Welche Wege geht Asklepios, um Fachkräfte aus aller Welt beim Einstieg ins deutsche Gesundheitssystem zu begleiten?

Ein gutes Beispiel ist hier unser Neuro Pflege Campus an der Asklepios Fachklinik Fürstenhof. Hier werden Pflegekräfte aus unterschiedlichen Kulturkreisen während der Anerkennungsphase von Kollegen unterstützt und angeleitet – mit dem Ziel, sie möglichst schnell und effektiv in die Abläufe einzubinden. Bislang haben wir sehr gute Erfahrungen mit diesem Konzept gemacht, im kommenden Jahr sollen hier auf unserer Ausbildungsstation 50 Pflegekräfte auf dem Weg zu ihrer Kenntnisprüfung begleitet werden.

Wagen wir einen kleinen Ausblick auf 2026: Welche großen Projekte werden Sie beschäftigen?

Im kommenden Jahr werden wir 1,2 Millionen Euro in eine umfangreiche Sanierung und Modernisierung unserer Helenenklinik investieren. Insgesamt wird das Projekt drei Jahre in Anspruch nehmen und rund 3,5 Millionen Euro kosten. Darüberhinaus modernisieren wir aktuell unsere Privatstation der Stadtklinik für ca. 1,6 Mio. Euro. Die Arbeiten sollen Ende März 2026 abgeschlossen und die Station eröffnet werden. Außerdem planen wir eine klinikübergreifende Zusammenarbeit der psychosomatischen Abteilungen von Asklepios und MEDICLIN – ein ambitioniertes Projekt, bei dem etwas Großes entstehen soll: Auch hier möchten wir Synergien schaffen, die Patientenversorgung auf ein neues Niveau heben und innovative Wege für ein ganzheitliches Behandlungskonzept eröffnen

Zur Person

Fabian Mäser

Fabian Mäser (37) ist seit rund zehn Jahren im Asklepios Konzern tätig, durchlief dort zunächst das Management Traineeprogramm, wurde im Anschluss Klinikmanager des Akuthauses Asklepios Klinikum Schwalmstadt, bevor er 2020 als Geschäftsführer nach Lich und 2023 schließlich nach Bad Wildungen wechselte. Zum 1. März hat er zusätzlich zu seiner bisherigen Geschäftsführertätigkeit bei Asklepios die Geschäftsführung der MEDICLIN Kliniken Bad Wildungen übernommen.

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