Nach der Geburt: Wochenbett, Stillberatung & mehr

Die Geburt eines Kindes ist ein besonderes Erlebnis für jede Familie. In den ersten und besonders wichtigen Tagen nach der Geburt möchten wir Sie gerne unterstützen und begleiten. Hierzu steht ihnen ein Team aus erfahrenen Hebammen, Kinderkrankenschwestern, Gesundheits- und Krankenpflegerinnen, Stillberaterinnen, Physiotherapeutinnen und Ärzten zur Verfügung. Wir alle sorgen dafür, dass sie sich nach der Geburt bei uns erholen können und sich in Ruhe an die neue Situation gewöhnen können.

Die Wochenbettstation

Auf der Wochenstation befinden sich Zweibettzimmer, Einzel- und Familienzimmer mit einem eigenen Badezimmer und einer Wickeleinheit. Der Fernseher in Ihrem Zimmer steht Ihnen kostenfrei zur Verfügung. Ihr Mobiltelefon dürfen Sie selbstverständlich auch auf der Station und in Ihrem Zimmer benutzen. Morgens steht für Sie ein reichhaltiges Buffet auf der Station bereit. Natürlich kann auch Ihr Partner am Frühstück teilnehmen. Mittags und abends servieren wir Ihnen die Mahlzeiten ins Zimmer.

Unsere Wochenpflege basiert auf einem ganzheitlichen Konzept. Sie und Ihr Kind befinden sich in einer besonders schützenswerten Situation, in der Ihnen Zuwendung, Beratung und individuelle Begleitung gut tuen. Dabei arbeiten wir nach dem Prinzip der integrativen Wochenbettpflege. Das bedeutet, dass Mutter und Kind für uns eine Einheit sind und gemeinsam betreut werden. Zur weiteren Stärkung der Mutter-Kind-Beziehung setzen wir auf das 24-Stunden-Rooming-in. Als Mutter haben Sie Ihr Baby von Anfang an immer bei sich und versorgen es selbst. Wir stellen Ihnen BabyBay©-Beistellbettchen zur Verfügung, damit Ihr Baby direkt neben Ihnen schlafen kann. So können Sie Körperkontakt halten und gleichzeitig für eine sichere Schlafumgebung für Ihr Kind sorgen. Selbstverständlich unterstützen wir Sie bei der Versorgung Ihres Babys, damit Sie mit einem sicheren Gefühl nach Hause gehen können. Außerdem zeigen wir Ihnen, worauf Sie selbst nach der Geburt achten müssen, um Ihren Heilungsprozess zu fördern.

Stillberatung

Muttermilch ist die normale Ernährung für Ihr Kind. Es stärkt das Immunsystem Ihres Kindes, fördert Wahrnehmung und motorische Fähigkeiten, reduziert das Risiko von Allergien und prägt nicht zuletzt eine intensive Beziehung zwischen Ihnen und Ihrem Baby. Wir möchten Sie daher zum Stillen ermutigen und Ihnen praktische Unterstützung geben.

Sehr wichtig für das Stillen ist der frühe, enge Körperkontakt. Schon im Kreißsaal wird Ihnen Ihr Baby auf den nackten Oberkörper gelegt – idealerweise legen Sie Ihr Kind möglichst bald, innerhalb der ersten Stunden nach der Geburt, erstmals an. Auf der Wöchnerinnenstation möchten wir  Ihnen mit unserer Stillberatung zu einem gelungenen Start in die Stillbeziehung mit Ihrem Kind verhelfen und Ihnen den weiteren Weg erleichtern. Denn Stillen ist ein Lernprozess für Sie und Ihr Kind. In den ersten Tagen nach der Geburt ermutigen wir Sie dazu, Ihr Kind häufig Haut an Haut (Bonding) bei sich zu halten und zu kuscheln. Diese Nähe erleichtert den Stillbeginn und fördert die Milchbildung. Wichtig hierfür ist auch häufiges Stillen. Babys, die in den ersten zwei Lebenswochen 8- bis 12-mal täglich an der Brust trinken, sind völlig normal. Mit den Tagen und Wochen entwickelt das Kind einen eigenen Rhythmus. Wir besprechen mit Ihnen typische Hungerzeichen des Babys und zeigen Ihnen, wie Sie Ihr Baby beim Trinken an der Brust unterstützen können. Wir bieten Ihnen Beratung zu den Stillpositionen (Wiegen- und Rückengriff sowie Stillen in Seitenlage) und zu Stilltechniken. Auch bei Unsicherheiten, Startschwierigkeiten und besonderen Situationen und Fragestellungen unterstützen wir Sie. Auf unserer Station steht Ihnen ein Stillzimmer zur Verfügung. Hier können Sie sich zurückziehen und in gemütlicher Atmosphäre die nötige Ruhe für die ersten Stillmahlzeiten finden.

Vorsorgeuntersuchung U2 inklusive Hörscreening und Neugeborenenscreening

Vor Ihrer Entlassung findet die zweite Vorsorgeuntersuchung (U2) für Ihr Kind statt. Hierbei wird auch das Neugeborenscreening (eine Blutuntersuchung auf Stoffwechselerkrankungen) durchgeführt. Bereits vor dem U2-Termin findet das Hörscreening statt. Die Untersuchung wird von Kinderärzten durchgeführt. Selbstverständlich haben Sie bei der Untersuchung ausreichend Zeit, Fragen an den Pädiater zu stellen.

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