Liebe Patienten, Angehörige & Besucher,

bitte beachten Sie folgende Hinweise:

  • Bei Verdacht auf eine Corona-Infektion rufen Sie bitte vorab den Ärztlichen Bereitschaftsdienst an: ► Wählen Sie 116 117
     
  • In medizinischen Notfällen (Schlaganfall, Herzinfarkt etc.) begeben Sie sich bitte weiterhin unmittelbar in Behandlung! Ein mögliches Corona-Infektionsrisiko wird in unserer Klinik mit allen Mitteln reduziert.
    ► Wählen Sie den Notruf 112
     
  • Besuchsregelungen: Patienten dürfen pro Tag 1 Besucher empfangen; Besuch nur von nahen Angehörigen/Verwandten; Besuch auf allen Stationen außer Isolationsbereiche; Tragepflicht von Mund-Nasenschutz für Patient und Besucher; An- und Abmeldung der Besucher am Empfang auf der dafür vorgesehenen Besucherliste

Vielen Dank für Ihr Verständnis

Ihr Asklepios-Team

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Infektionserkrankungen

In unserer Abteilung finden Sie kompetente Hilfe bei einer Infektionskrankheit. Unsere qualifizierten Experten können schnell und zuverlässig Ihre präzise Diagnose stellen und so Ihre gezielte, bestmögliche Behandlung gewährleisten. Unser gemeinsames Ziel ist es, Ihre Beschwerden rasch zu lindern und Ihre dauerhafte Genesung optimal zu unterstützen. Wir verfügen über alle für Ihre Diagnostik erforderlichen laborchemischen und mikrobiologischen Verfahren sowie folgende Möglichkeiten:
- klinische (körperliche) Untersuchung
- Ultraschall
- Röntgen
- Computertomografie (CT: computerunterstütztes Röntgen)
- Magnetresonanztomografie (MRT: Verfahren, bei dem ein Magnetfeld genutzt wird)
Wir stehen Ihnen mit fiebersenkenden Wirkstoffen und Verfahren, der intravenösen Gabe von Flüssigkeit und der gezielten medikamentösen Therapie Ihrer individuellen Infektion zur Verfügung, um lästige Begleitsymptome wie etwa
- die sogenannte Exsikkose (Flüssigkeitsmangel des Körpers mit Gefahr der Austrocknung des Körpers und des nachfolgenden Nierenversagens),
- hohes Fieber und
- Kreislaufschwäche
bestmöglich zu behandeln.
Sollten unsere Spezialisten Anzeichen für eine schwerwiegende Komplikation Ihrer Infektion oder für eine Blutvergiftung (Sepsis) entdecken, ist das erfahrene Team unserer Intensivstation oder unserer Intermediate-Care-Station (Bindeglied zwischen Intensiv- und Normalstation) jederzeit sofort mit entsprechenden Verfahren für Sie da.

Wir helfen Ihnen bei

Unsere qualifizierten Fachärzte untersuchen und behandeln alle gängigen Infektionskrankheiten. Unter anderem helfen wir Ihnen bei folgenden Erkrankungen:

  • Blutvergiftung (Sepsis)
  • Atemwegsinfektionen (Lungen- und schwere Bronchialentzündungen)
  • Harnwegsinfektionen (gegebenenfalls mit Nierenbeteiligung)
  • Weichteilinfektionen (wie bei der Wundrose, dem sogenannten Erysipel)
  • spezielle Infektionen durch Viren, atypische Erreger (Chlamydien, Mykoplasmen), Bakterien, Parasiten (Malaria) oder Pilze

Unser gemeinsames Ziel ist es, dass es Ihnen bald wieder besser geht.

Der erste Schritt: Die richtige Diagnostik

Wir möchten Ihnen die für Ihre individuelle Erkrankung bestmögliche Therapie anbieten. Deshalb nehmen wir uns zunächst Zeit für Ihre sorgfältige Diagnostik, um die genauen Ursachen, die Art und das Ausmaß Ihrer Erkrankung exakt zu ermitteln.

In einem ersten Schritt können Sie und/oder gegebenenfalls Ihre Angehörigen unseren Fachärzten Ihre persönlichen Symptome, vorangegangene Erkrankungen und Operationen schildern. Auch Informationen zu Fernreisen (Malaria, Denguefieber), Kontakte zu Tieren und Ihre besondere berufliche Situation (Hanta-Virus: durch Nagetiere und kleine Säugetiere übertragenes Virus) können uns Hinweise auf den möglichen Auslöser Ihrer Erkrankung geben.

Nach diesem Gespräch präzisieren wir Ihre Diagnostik durch sorgfältige Untersuchungen Ihres Blutes und Harns sowie gegebenenfalls Ihres Auswurfs oder anderer Körperflüssigkeiten auf Erreger oder Abwehrreaktionen des Körpers auf Erreger (sogenannte Antikörper). Das qualifizierte Team des mit uns zusammenarbeitenden mikrobiologischen Labors setzt auf moderne Verfahren, unter anderem auf die sogenannte Polymerase Chain Reaction (PCR: Polymerase-Kettenreaktion: Verfahren, bei dem die Reaktion bestimmter Enzyme zum Nachweis der DNA von Erregern genutzt wird). So finden wir gemeinsam rasch und sicher Ihren spezifischen Erreger.

Folgende weitere Verfahren vervollständigen Ihre Diagnostik bei Bedarf, um die Ausbreitung der Infektionskrankheit und die von der Infektion betroffenen Organsysteme zu ermitteln:

  • schonende Ultraschalluntersuchung der Organe
  • Röntgenaufnahmen von Brustkorb und Lunge
  • Computertomografie (CT: computerunterstütztes Röntgen)
  • Kernspintomografie (auch als Magnetresonanztomografie/MRT bezeichnet: Verfahren, bei dem ein Magnetfeld genutzt wird)

Mit laborchemischen Untersuchungen und der regelmäßigen Kontrolle Ihrer Blutwerte können unsere Spezialisten den Verlauf Ihrer Infektion sicher beurteilen und ein Ungleichgewicht in Ihrem Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt vermeiden und/oder Sie bei Bedarf umgehend mit der erforderlichen Flüssigkeit und den nötigen Elektrolyten (im Blut gelösten Mineralien) versorgen.

Ganz auf Sie abgestimmt: Unser Behandlungskonzept

Auf der Grundlage Ihrer Untersuchungsergebnisse schauen wir gemeinsam mit Ihnen oder gegebenenfalls mit Ihren Angehörigen, mit welchem Therapiekonzept wir Ihnen am besten helfen können. Besonders großen Wert legen wir auf Ihre persönlichen Informationen über Ihren jeweiligen Zustand bei unserer täglichen Visite. So helfen Sie uns, Ihren Krankheitsverlauf richtig einzuschätzen und Ihre individuelle Behandlung weiter zu optimieren. Unser gemeinsames Ziel ist es, dass Sie möglichst rasch wieder fit sind und Ihren vertrauten Alltag selbstständig meistern können. Deshalb unterstützt unser Team Sie mit aktivierender Pflege, Kranken- und Atemgymnastik.

Sollten wir zu Beginn Ihrer Behandlung, also unmittelbar nach Ihrer Aufnahme auf unserer Station, noch keine durch mikrobiologische Befunde abgesicherte Diagnose stellen können, so leiten wir sicherheitshalber eine sogenannte kalkulierte Antibiotikatherapie ein. Damit können wir die häufigsten Erreger einer Infektion von Lunge, Bronchien oder Harnwegen erfahrungsgemäß wirksam bekämpfen und zunächst Ihre akuten Beschwerden relativ rasch lindern. Sobald unsere Laborspezialisten Ihren spezifischen Erreger nachgewiesen haben, passen wir diese Therapie bei Bedarf an.

Besonders wichtig ist es uns, Sie nicht ohne Not mit Antibiotika zu versorgen. Denn nicht jede Infektionskrankheit benötigt zwingend eine antibiotische Behandlung. Wenn möglich, verzichten wir deshalb auf Antibiotika, um Ihre individuelle Behandelbarkeit mit Antibiotika zu erhalten und gleichzeitig die weltweit zunehmende Resistenzentwicklung zu bekämpfen.

Zwei Fachärzte der Asklepios Südpfalzklinik Kandel, einer davon aus unserer Abteilung, besitzen die Zusatzqualifikation des „Antibiotic Stewardship“ (internationales Strategiekonzept zum vernunftgesteuerten Einsatz von Antibiotika), die sie als besondere Kenner und Spezialisten für die Antibiotikatherapie auszeichnet. Mit ihrer Beratung haben wir gemeinsam mit den Spezialisten aller Abteilungen unseres Hauses einen eigenen Antibiotikaleitfaden entworfen, den wir auf der Basis unserer täglichen Arbeit regelmäßig weiterentwickeln. Anhand dieses Leitfadens können wir Sie als unseren Patienten bei einer Infektionskrankheit noch gezielter versorgen und dabei Ihre individuellen Bedürfnisse und Gegebenheiten, etwa Ihr Lebensalter oder eine Vorschädigung der Nieren oder der Leber, noch besser berücksichtigen.

Bei einer besonders schweren Infektion oder einer Sepsis („Blutvergiftung“: die Infektion „überschwemmt“ mithilfe des Bluts den gesamten Organismus, sodass Organe versagen können), versorgen wir unsere Patienten umgehend mit hochdosierten Antibiotika. Gleichzeitig leiten wir in enger Absprache mit unseren ärztlichen Fachkollegen weiterer Abteilungen bei Bedarf die intensivmedizinische Behandlung oder die Versorgung auf unserer Intermediate-Care-Station (Bindeglied zwischen Intensiv- und Normalstation) in die Wege.

Nicht hinter jedem fieberhaften Infekt steckt eine Infektionskrankheit. Bis unsere Experten die genaue Ursache Ihres Fieber geklärt haben und eine eindeutige Diagnose stellen können, bekämpfen wir deshalb nur Ihre individuellen Beschwerden, unter anderem mit folgenden Maßnahmen:

  • Senkung des Fiebers
  • Versorgung mit ausreichender Flüssigkeit
  • Stabilisierung Ihres Kreislaufs

Mithilfe einer sorgfältigen Differentialdiagnose ermitteln unsere Fachärzte anschließend, ob Ihr Fieber durch einen untypischen (atypischen) Krankheitserreger ausgelöst wurde oder möglicherweise  gar keine Infektion zugrunde liegt. Fieber kann auch durch eine  Autoimmun- oder rheumatologische Erkrankung oder durch einen Tumor verursacht werden.

Wenden Sie sich gern an uns, wenn Sie Fragen zu unseren Behandlungsmöglichkeiten haben. Wir möchten, dass Sie umfassend informiert sind und sich bei uns in besten Händen wissen. Bitte vereinbaren Sie einfach einen Termin.

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