Sonstige Erkrankungen an Organen/Organsystemen

Wir bieten Ihnen eine umfassende Abklärung Ihrer Krankheit, gleichgültig, ob sie den gesamten Körper betrifft , wie beispielsweise bestimmte Formen der Tumorerkrankungen oder des blutbildenden oder lymphatischen Systems (z.B. Plasmocystom, Lymphome) oder sog. Autoimmun- bzw. Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises.

Der erste Schritt: Die richtige Diagnostik

Bei allen Erkrankungen ist die Erhebung der Krankheitsvorgeschichte, der Beschwerden bzw. Symptome, des körperlichen Untersuchungsbefundes von meist richtungsweisender Bedeutung.

Neben dem Routinelabor können weitere gezielte Laboruntersuchungen vonnöten sein, um gerade bei sog. Systemerkrankungen, die richtige Diagnose zu stellen. Bei Erkrankungen des blutbildenden oder lymphatischen Systems u.a. kann es sein, dass durch eine einfache und den Patienten nicht sehr beeinträchtigende Untersuchung Gewebe aus dem Knochenmark (meist dem Beckenkamm) unter örtlicher Betäubung zur weiteren Diagnostik entnommen werden muss. Hier arbeiten wir mit spezialisierten Pathologen zusammen, die diese Gewebsproben aus den Beckenkammstanzbiopsien nicht nur mikroskopisch, sondern auch immunhistochemisch aufarbeiten.

Mit Hilfe unserer modernen Verfahren der Bildgebung, wie Ultraschall mit Farbduplex- und Echokontrast, Röntgen und computer-, sowie kernspintomografischen Untersuchungen, in Kooperation mit unseren Gastroenterologen und Kardiologen gelingt es die Ursache abzuklären und eine möglichst präzise Diagnose zu stellen.

Hieraus abgeleitet werden die weiteren Behandlungsschritte in Klinik und ggf. ambulant.

Ganz auf Sie abgestimmt: Unser Behandlungsangebot

Über allem ärztlichen Handeln unserer Abteilung steht der lateinische Spruch „NIHIL NOCERE“, der bedeutet, dass mit allen Handlungen, ob diagnostisch oder therapeutisch, wir dem Patienten keinen Schaden zufügen sollen.

So ist immer zu klären, ob denn alle diagnostischen oder therapeutischen Maßnahmen  zielführend notwendig sind oder die Beschwerden oder Erkrankung des Patienten entscheidend verbessern.

Nicht jede Diagnose oder die dahinter stehende Erkrankung benötigt eine medikamentöse oder gar interventionelle oder operative Behandlung (z.B. bei Gelenkverschleiß wie Arthrose oder bei gutartigem Lagerungsschwindel). Durch gezielte Anleitung mittels krankengymnastischer Maßnahmen und Übungen, die der Patient selbst erlernen und dann zu Hause konsekutiv durchführen kann, stellen sich bei entsprechender Geduld deutliche Besserungen bis zur vollkommenen Beschwerdefreiheit ein.

Wir leiten die Patienten, falls erforderlich, zur Änderung Ihres Lebensstils, d.h. hin zu einem gesunden Lebensstil an. Verzicht auf Genussmittel, wie Nikotin und Alkohol, Gewichtsabnahme, gesunde Ernährung, kochsalzarme Kost, werden zur Verbesserung des körperlichen Wohlbefindens und zur Steigerung der körperlichen Aktivität geboten.

Wie Johann Wolfgang Goethe bereits in „Faust“ in der Hexenküche empfahl, sollte die kaloriengerechte und gesunde Ernährung, der Verzicht auf Genussmittel, die körperliche Aktivität dazu führen, dass die Menschen und Patienten auf die „Hexenküche“ mit ihren Mitteln verzichten können. Heute entspricht die Hexenküche, der wir vertrauen, der Pharmaindustrie und die Mittelchen, die unser Leben wieder lebenswert machen sollen, sind die „Pillen“.

Ein Schwerpunkt der Behandlung auch in unserer Allgemeinen Inneren Medizin ist die adäquate Versorgung der Diabetiker in unserem Patientengut!

Alle Patienten unserer Abteilung, d.h. nicht nur diejenigen des diabetologischen Schwerpunkts, werden routinemäßig auf die Volkskrankheit „Diabetes mellitus“ untersucht. Gar nicht so selten wird dabei eine Blutzuckerkrankheit (meist Typ 2; früher Altersdiabetes) neu entdeckt.

Der Diabetes mellitus als wohl häufigste Zivilisationskrankheit hat ein großes Potential an Folgeerkrankungen und Komplikationen, die manchmal erst nach Jahren und Jahrzehnten sich zeigen und dann unwiderrufliche Schäden hinterlassen haben.

Die Blutzuckerkrankheit  ggf. mit ihren Folgeerkrankungen (beispielsweise einer chronischen Nierenschädigung) kann bei allgemeininternistischen Erkrankungen durch lebensbedrohliche Entgleisungen (ob Über- oder Unterzuckerung) die Behandlung komplizieren.

Fast ein Drittel unserer Patienten auf der allgemeininternistischen Station weisen einen Diabetes mellitus auf. Daher werden diese Patienten in Zusammenarbeit mit unseren Diabetologen und Diabetesassistentinnen in Form eines diabetologischen Konsils abgeklärt, der Behandlungsbedarf erfasst und ein auf die akute Erkrankung abgestimmtes Behandlungskonzept , das dann durch das Team regelmäßig während der stationären Behandlung überprüft wird, den Erfordernissen angepasst.

Auch bei bislang gut eingestellten Diabetikern kann es sein, dass bedingt durch notwendige Untersuchungen oder Behandlungen vorübergehend die bislang erfolgreiche Therapie (z.B. Metformin) pausiert und infolge mangelnder Mobilität, des geänderten Essverhaltens, blutzuckersteigernde Faktoren, wie Infektionen, der Insulinbedarf angepasst werden muss.

Unser diabetologisches Team hilft Ihnen, dass hierdurch im Krankheitsverlauf keine bedrohlichen Blutzuckerentgleisungen auftreten. Sie bieten ein ganz auf Sie abgestimmtes individuelles Behandlungsangebot und bieten eine umfassende Beratung an.

Notwendig werdende Neueinstellungen bei Blutzuckerentgleisungen oder neu diagnostiziertem Diabetes mellitus werden in Abstimmung mit Ihrem behandelnden Hausarzt oder diabetologischen Schwerpunktpraxis, die Sie bislang betreute, durch- geführt. Durch die regelmäßige Teilnahme unserer Diabetologin im Qualitätszirkel der niedergelassenen diabetologisch tätigen Ärzte ist eine optimale Kooperation gewährleistet.

Tumorerkrankungen werden im sog. „Tumorboard“ einer regelmäßigen Besprechung von Spezialisten verschiedener Fachdisziplinen mit den behandelnden Ärzten (u.a. Fachärzte für Hämato- und Onkologie, Chirurgie, Strahlentherapie, Radiologie, Pathologen, Gastroenterologen, Kardiologen) gemeinsam besprochen, um dem betroffenen Patienten eine gemeinsame Expertenmeinung zur weiteren Diagnostik und Therapie Ihres Tumorleidens anzubieten. Das Wissen incl. der aktuellen Empfehlungen von Fachgesellschaften, das Können und die Erfahrung dieser Experten, die sich täglich mit der Behandlung von Tumorpatienten befassen, fließt in diese Empfehlungen mit ein.

Diese Einschätzung und Empfehlung wird mit den Patienten und ggf. deren Angehörigen eingehend besprochen und erläutert, schriftlich dokumentiert (sowohl für Patient als auch Hausarzt, Fachärzte und ggf. für die Einholung einer Zweitmeinung in einer spezialisierten Tumorklinik) zur Verfügung gestellt. Der Patient wird durch die enge Kooperation mit diesen teilweise externen Spezialisten (Hämato- Onkologen, Strahlentherapeut) in die Lage versetzt, auch mit diesen Kollegen nochmals eingehend Befund, Diagnose, Prognose und die empfohlenen Behandlungs- schritte persönlich zu besprechen.

Wir helfen Ihnen bei:

  • Funktionsstörungen der inneren Organe/Organsysteme, denen seltene Erkrankungen (sog. „Orphan diseases“), die im Zeitalter der  sog. Volkskrankheiten ein Schattendasein führen. Wir vermitteln Sie ggf. an einen ausgewiesenen Spezialisten in Zentren.
  • Störungen, chronischen Beschwerden und Beschwerden, bei denen Körper und Seele in gleichem Maße betroffen sind, die eine intensive Arzt-Patienten-Beziehung erfordern. In diese Gruppe gehören meist Patienten mit chronischen oder schwer definierbaren Leiden oder Schmerzen, die zu mehreren Funktionseinbußen führen, die dann meist Auswirkungen auf das unmittelbare Umfeld haben. Diese beeinträchtigten und leidenden Menschen haben häufig dann familiäre, soziale (bis hin zur sozialen Isolation) und berufliche Probleme, die die Behandlung und das Zurechtfinden im Alltag behindern.

Erster Schritt: Die richtige Diagnose und dann das abgestimmte Behandlungskonzept

Sowohl bei den seltenen Erkrankungen, als auch bei  chronischen und psychisch überlagerten Erkrankungen, steht zuerst die Erhebung einer korrekten Diagnose. Häufig haben diese Patienten einen langen Irrweg in der Medizin hinter sich, haben das Gefühl nicht ernst genommen zu werden und werden sukzessive sozial und beruflich ausgegrenzt.

Wir nehmen jeden Patienten und seine Beschwerden ernst, klären die Beschwerden und Symptome ab, um dem Patienten zu helfen.

Unsere umfassenden diagnostischen Möglichkeiten erlauben es uns in Kooperation mit den beiden Schwerpunktabteilungen, sowie den übrigen angegliederten Abteilungen und kooperierenden Fachdisziplinen, der speziellen Schmerztherapie eine Diagnose, eine Prognose und ein Behandlungskonzept zu erstellen.

Unsere geschulten Ärzte helfen Ihnen, ggf. mit unserem Sozialen Dienst, die körperlichen Erkrankungen, deren Funktionsstörungen, sowie die psychischen Beschwerden, die das Krankheitsbild überlagern können, adäquat zu erfassen und Lösungen zu geben, die dann in der ambulanten Therapie oder mit Hilfe von Rehamaßnahmen umgesetzt werden müssen.

Der stationäre Krankenhausaufenthalt hilft den körperlichen und psychischen Zustand zu stabilisieren, die Weichen zu stellen, dass im häuslichen und beruflichen Umfeld der Patient künftig mit seiner Erkrankung und oder seinen Beschwerden leben und arbeiten kann.

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