Handgelenksverletzungen

Handgelenkverletzung

Die häufigste Fraktur des Menschen  (10 - 25% aller Frakturen) tritt nach Sturz auf die ausgestreckte Hand zum Abfangen des Sturzes im Bereich des Handgelenkes auf.

 In Deutschland passiert dies etwa 200.000 Mal pro Jahr.

Das Risiko für Menschen unter 65 Jahren liegt bei  1 : 1000, bei über 85 Jährigen steigt dies bis auf 12 : 1000.

Der Altersgipfel liegt zwischen 6 und 18 Jahren und zwischen dem 60. und 70. Lebensjahr.

85% der Patienten weisen zum Frakturzeitpunkt eine Kalksalzminderung auf, etwas über die Hälfte eine Osteoporose.

Die Frakturen können dabei völlig unterschiedliche Schweregrade erreichen – von einem einfachen nicht verschobenen Riss außerhalb des Gelenkes bis zur völligen Zertrümmerung beider Unterarmknochen. Auch Begleitverletzungen wie Schädigungen der Haut im Rahmen des Sturzes, Druckschädigungen der Handnerven, begleitende Bandzerreißungen oder Frakturen z. B. des Kahnbeines im Bereich der Handwurzel bestimmen abhängig vom jeweiligen Schweregrad die notwendige Therapie.

Neben den Standard Röntgenaufnahmen sind in unserem Hause alle Zusatzaufnahmen zur erweiterten Diagnostik einschließlich CT und MRT möglich. Bei Blutgefäß- oder Nervenverletzungen stehen erweiterte Diagnostikverfahren bereit.

In Abhängigkeit von dem jeweiligen Befund steht das gesamte Spektrum zur Versorgung dieser Frakturen zur Verfügung: angefangen über die Anlage von Gips- oder Kunststoffschienen, die Wiedereinrenkung verschobener Brüche und die nachfolgende Gipsanlage bis zur Schrauben-, Draht- und Plattenstabilisierung oder auch bei besonders schweren Verletzungen die Anlage eines äußeren Spanners (Fixateur externe). In Abhängigkeit von Begleiterkrankungen werden die Patienten von unserer Narkoseabteilung über die Form der Betäubung mit größtmöglicher Schonung beraten.

Auch wenn der Heilungsverlauf bei einem Handgelenksbruch Schwierigkeiten macht, wie z.B. Fehlstellung oder unzureichenden knöchernen Durchbau des Bruches,  können wir sie über mögliche weiterführende Therapien beraten und diese durchführen, z. B. Umstellungen von Fehlstellungen, Einsetzen von Knochenspänen oder Lösung von verwachsenen Sehnen.

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