Liebe Patienten, Angehörige & Besucher,

bitte beachten Sie folgende Hinweise:

  • vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklung der Corona-Infektionen im Bundesgebiet müssen wir leider ab dem 02. November 2020 ein Besuchsverbot aussprechen. Kontakte und die damit verbundene potentielle Verbreitung des Corona-Virus sollen so bestmöglich eingeschränkt werden.

    Die folgenden Gruppen sind von dem Besuchsverbot ausgenommen:

  • Palliative Patienten
  • Eltern von Kindern
  • Väter von neugeborenen Kindern
  • Weitere Härtefälle
  • Bei Verdacht auf eine Corona-Infektion rufen Sie bitte vorab den Ärztlichen Bereitschaftsdienst an: ► Wählen Sie 116 117
     
  • In medizinischen Notfällen (Schlaganfall, Herzinfarkt etc.) begeben Sie sich bitte weiterhin unmittelbar in Behandlung! Ein mögliches Corona-Infektionsrisiko wird in unserer Klinik mit allen Mitteln reduziert.
    ► Wählen Sie den Notruf 112

Vielen Dank für Ihr Verständnis!

Ihr Asklepios-Team

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Gynäkologische Onkologie

Die Abteilung für Frauenheilkunde ist auf die Behandlung bösartiger gynäkologischer Erkrankungen spezialisiert. Gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern (Chirurgie, Urologie, Onkologie) gewährleisten wir eine ganzheitliche und umfassende Betreuung unserer Patientinnen in allen Phasen der Erkrankung. Alle medizinischen und pflegerischen Abläufe sind dabei auf die Bedürfnisse einer optimalen Patientenversorgung ausgerichtet.

Leistungsspektrum der gynäkologischen Onkologie

Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom)

Eierstockkrebs ist eine bösartige Erkrankung der Eierstöcke. Das Erkrankungsalter liegt bei durchschnittlich 65 Jahren, obwohl auch jüngere Frauen davon betroffen sein können. Häufig treten über eine lange Zeit eher uncharakteristische Beschwerden, wie Bauchschmerzen, Völlegfühl oder Blasendruck auf.

Später klagen viele Frauen über die Zunahme des Bauchumfangs aufgrund der Produktion von Bauchwasser (Aszites). Frauen mit Eierstockkrebs bedürfen einer komplexen Behandlungsstrategie, die eine hohe Kompetenz und Spezialisierung der behandelnden Ärzte erfordert. In unserer Abteilung können wir,  auf der  Basis langjähriger Erfahrung, den betroffenen Frauen eine kompetente und interdisziplinäre operative, chemotherapeutische, und unterstützende Therapie anbieten.

Im frühen Erkrankungsstadium werden zumeist die Gebärmutter und die Eierstöcke entfernt. Um Metastasen im gesamten Bauchraum auszuschließen müssen auch das große Netz (die Bauchschürze) und die Lymphknoten entlang der großen Gefäße entfernt werden sowie Proben vom Bauchfell (Peritoneum) genommen werden. Unter bestimmten Voraussetzungen kann dies auch fertilitätserhaltend (also unter Belassung von Gebärmutter und eines Eierstockes) durchgeführt werden. Auch im fortgeschrittenen Stadien ist das Ziel der Operation die komplette Entfernung des tumorösen Gewebes. Bei diesen großen Operationen müssen oft auch Darmanteile oder andere Strukturen mit entfernt werden. Sie erfordern ein versiertes Operationsteam und die Möglichkeit zur interdisziplinären und intensivmedizinischen Versorgung.

 Neben Wissen und Können sind Empathie, Motivation und Erfahrung wichtige Voraussetzungen für den Erfolg, der letztlich maßgeblich die Heilungschancen beeinflusst Für diese komplexen Operationen ist es sinnvoll, sich vor Durchführung jeder anderen Therapie in einer spezialisierten Klinik vorzustellen. Von der Qualität der Operation hängt entscheidend der weitere Verlauf ab.

Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom)

Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) ist ein bösartiger Tumor des Gebärmutterhalses (Cervix uteri). Es ist weltweit der zweithäufigste bösartige Tumor bei Frauen. Das Zervixkarzinom verursacht zunächst keine Schmerzen, es können gelegentlich leichte Schmierblutungen oder Ausfluss auftreten. Durch den regelmäßigen Krebsvorsorgeabstrich (Pap-Test) können häufig bösartige Veränderungen der Zellen am Gebärmutterhals früh erkannt werden.

Therapie

Im frühen Tumorstadium kann bei bestehendem Kinderwunsch eine organerhaltende Operation ausreichend sein. Bei abgeschlossener Familienplanung wird die Gebärmutterentfernung empfohlen.

Je nach Tumorgröße muss diese erweitert werden und Beckenbindegewebe sowie Lymphknoten im Becken mit entfernt werden. Eine solche Operation kann in der Regel endoskopisch (Schlüssellochchirurgie) durchgeführt werden.

Gebärmutterkrebs (Uterus- oder Korpuskarzinom)

Gebärmutterkrebs (Uterus- oder Korpuskarzinom) ist eine Krebserkrankung der Gebärmutterschleimhaut. Betroffen davon sind überwiegend Frauen nach den Wechseljahren. Man nimmt an, dass langjährig erhöhte Östrogen-Konzentrationen die Tumorentstehung fördern; z. B. haben Frauen mit Zyklusstörungen, späten Wechseljahren oder Hormonersatztherapie ein höheres Risiko daran zu erkranken als der Bevölkerungsdurchschnitt. Übergewicht erhöht ebenfalls das Tumorrisiko. Kardinalsymptom ist die vaginale Blutung in der Menopause und bedarf stets einer Abklärung mittels gynäkologischer Untersuchung, Ultraschall, Gebärmutterspiegelung und Ausschabung (Curettage).

Therapie

Die wichtigste Behandlungsmethode ist die Operation. Die Ausdehnung des Eingriffes ist abhängig von der Tumorausbreitung und den Eigenschaften des Tumors. Häufig genügt die Entfernung der Gebärmutter (Hysterektomie) mit beiden Eierstöcken. Oft müssen aber auch die Lymphknoten im kleinen Becken und entlang der großen Bauchgefäße entfernt werden, selten weitere Strukturen. In frühen Tumorstadien ist die Operation als alleinige Therapie ausreichend. Eine solche Operation kann in der Regel endoskopisch (Schlüssellochchirurgie) durchgeführt werden.

Vulvakarzinom/ Vaginalkarzinom (Schamlippenkrebs/ Scheidenkrebs)

Früherkennungsuntersuchungen haben hier zum Ziel Frühstadien einer Krebserkrankung aufzufinden. Als Risikofaktoren gelten u.a. eine HPV Infektion (siehe Gebärmutterhalskrebs) oder ein Lichen sclerosus, d.h. eine an sich gutartige Gewebsveränderung, die aber im Verlauf entarten kann. Das Erkrankungsalter liegt meist jenseits des 50. Lebensjahres, wobei in den letzten Jahren diese Erkrankung, oft  bedingt durch Papilloma-Virus-Infektionen auch bei jüngeren Frauen zunimmt.

Beide Karzinome verursachen im Anfangsstadium kaum Beschwerden. Es kann sein, dass die Patientinnen über dauernden, lang anhaltenden Juckreiz oder Schmerzen klagen. Zudem kann sich die Farbe oder das Aussehen des Genitals  ändern oder es können Blutungen und Ausfluss, teilweise auch stark riechend, auftreten

Therapie

In den letzten Jahren hat sich die Therapie stark verändert.

Anstelle einer Radikaloperation mit Entfernung der kleinen und großen Schamlippen, wird je nach Größe und Lokalisation des Befundes heute meist nur der unmittelbar betroffene Teil der Vulva mit einem Sicherheitssaum entfernt.

Je nachdem wie groß der Tumor ist und wo das Vulvakarzinom liegt werden die Lymphknoten nur der einen oder beider Leisten entfernt. Hierbei werden in der Regel zunächst nur die Wächterlymphknoten entfernt. Bei Befall des Wächterlymphknotens oder auffälligen Lymphknoten in der Leiste muss eine komplette Lymphonodektomie durchgeführt werden. Dies kann zu Beinschwellungen nach der OP führen, eine entsprechende Nachbehandlung sowie die Operation in erfahrenen Zentren helfen, dieses Risiko zu minimieren.

Sind die Lymphknoten von Metastasen befallen, wird im Anschluss an die Operation eine Bestrahlung durchgeführt

Bei dem sehr seltenen Vaginalkarzinom besteht die Therapie in der Entfernung des betroffenen Areals der Scheide und der lokalen Lymphknoten. Selten ist die komplette Entfernung der Scheide erforderlich. Die Operation muss dann gelegentlich durch eine Bestrahlung und /oder Chemotherapie ergänzt werden. Nach Abschluss der onkologischen Behandlung ist in unserer Abteilung dann auch die  plastische Rekonstruktion der Scheide möglich.

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