Chronischer Rückenschmerz - konservative Behandlung und multimodaler Ansatz

Wir helfen Ihnen bei: chronischen Rückenschmerzen, deren ambulante Behandlung erfolglos war.

Der erste Schritt: die richtige Diagnostik

Grafik Rückenschmerzen

Am Aufnahmetag oder bei einem extra zuvor vereinbarten vorstationären Untersuchungstermin erfolgt eine Eingangsuntersuchung. Dabei sichten wir bereits vorhandene Aufnahmen aus bildgebenden Untersuchungen sowie labordiagnostische Ergebnisse. An der Wirbelsäule sind Röntgenaufnahmen im Stand oder bei Rück- und Vorneigung sowie MRT-Bilder (MRT: Magnetresonanztomografie, Bildgebungsverfahren mithilfe eines Magnetfeldes) hilfreich. Sollten weitere Untersuchungen nötig sein, werden diese von uns oder Ihrem behandelnden Arzt veranlasst.

Ganz auf Sie abgestimmt: unser Behandlungsangebot

Sie werden bei uns circa acht bis zehn Tage stationär behandelt. Zu unserem Behandlungsteam gehören der Schmerztherapeut, die Psychologin, der Orthopäde, der Radiologe und die Physiotherapeuten.

Physiotherapie: Während des Aufenthaltes in unserer Klinik erhalten Sie täglich funktionell ausgerichtete Behandlungen durch unsere Physiotherapeuten. In individuellen Einzeltherapien werden die häufig komplexen Störungen und Dysbalancen im muskuloskelettalen (die Muskulatur und das Skelett betreffenden) Bereich behandelt.

Psychologie: Unsere Psychologinnen führen störungsspezifische Behandlungen zur Stärkung der eigenen Ressourcen im Umgang mit Schmerzen durch. Unsere Patienten erlernen Entspannungs- und Stressbewältigungstechniken.

Schmerztherapie: Unsere Schmerztherapeuten führen eine standardisierte Schmerzdiagnostik mithilfe des sogenannten Deutschen Schmerzfragebogens durch und erstellen oder ändern Ihre Medikation je nach Schmerzcharakter.

Orthopädie / Radiologie und bildgestützte Infiltrationstechniken (lokale Injektion von Betäubungsmitteln): Unsere Orthopäden beurteilen die funktionellen und strukturellen Veränderungen im Bereich des Bewegungsapparates und speziell der Wirbelsäule. Je nach Befund werden zudem von den Orthopäden oder Radiologen verschiedene Infiltrationstechniken angewandt. Diese reichen von der Infiltration des Kreuzbein-Darmbein-Gelenkes (auch „ISG“ genannt), der computertomografisch gestützten Infiltration der Nervenwurzeln an der Lendenwirbelsäule (PRT) oder der Facetteninfiltration bis hin zur (intrathekalen) Kortisonapplikation in den Spinalkanal (Rückenmarkskanal) direkt.

Unsere Ergebnisse

Die letzten fünf Jahre in unserer Klinik zeigen deutlich, dass es einen steigenden Bedarf hinsichtlich der multimodalen Behandlungen von Rückenschmerzpatienten gibt. In unserer Klinik ist die Zahl der multimodal behandelten Patienten von 2010 bis 2014 um das Vierfache angestiegen. 2014 haben wir 146 Patienten in dieser Form behandelt.

In unseren eigenen Nachuntersuchungen haben sich Hinweise ergeben, dass durch das interdisziplinäre, multimodale Diagnostik- und Therapieprogramm Ergebnisse nach einem operativen Eingriff verbessert werden können. Operationen an der Wirbelsäule, von denen die Patienten mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht profitieren, können durch diese Behandlungsform vermieden werden.

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