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Bild: Mehrsprachige Grafik zum Besuchsverbot in den Asklepios Kliniken

Behandlung arterieller Durchblutungsstörungen (AVK) durch Bypassoperation oder Ballonerweiterung

Bei der arteriellen Verschlusskrankheit (AVK) sind die Schlagadern (Arterien) aufgrund eines chronischen Krankheitsprozesses verengt oder verschlossen. Nicht immer müssen wir operieren, um diese Durchblutungsstörungen der Arterien zu beheben. Wir beraten Sie gerne ausführlich über alle in Frage kommenden Behandlungsmöglichkeiten.

Stellt eine Operation in Ihrem individuellen Fall die beste Therapieoption dar, stehen uns heute eine Reihe unterschiedlicher Verfahren zur Verfügung, um per Bypass (Überbrückung des krankhaft veränderten Gefäßabschnittes) wieder den Blutfluss zu ermöglichen. Unsere Experten verfügen über eine intensive theoretische und praktische Erfahrung im Bereich der Bypasschirurgie. In einem ausführlichen Gespräch empfehlen wir Ihnen das für Sie am besten geeignete Behandlungsverfahren.

Symptome und Ursachen der Verschlusskrankheit

Wenn vor allem die Beinschlagadern betroffen sind, spricht man von der „peripheren arteriellen Verschlusskrankheit“ (pAVK). Der Verschluss von Beinarterien führt zu einem Sauerstoffmangel in den Beinmuskeln. Es kommt zu Muskelschmerzen, die zunächst nur in Bewegung auftreten, zum Beispiel beim Gehen, Treppensteigen oder Radfahren (Stadium II der pAVK). Im fortgeschrittenen Stadium treten die Schmerzen auch in Ruhesituationen auf (Stadium III), vor allem in der Nacht, oder es kommt zum Gewebsuntergang mit Absterben von Zehen, Fuß oder Unterschenkel (Stadium IV, Nekrosenbildung).

Die Muskelschmerzen im Stadium II bilden sich bei Gehpausen zurück, der Erkrankte bleibt deshalb öfter stehen, zum Beispiel vor jedem Schaufenster auf seinem Weg. Dies hat zu der Bezeichnung „Schaufensterkrankheit“ für die pAVK geführt. Mit dem Stadium IV verbindet man den Begriff „Raucherbein“.

Ursache für die krankhaften Veränderungen sind vielfältige schädigende Einflüsse. Sie werden unter dem Begriff „Gefäß-Risikofaktoren“ oder „vaskuläre Risikofaktoren“ zusammengefasst. Die Hauptrisikofaktoren sind:

  • Zigarettenrauchen
  • Bluthochdruck
  • zu fettes Essen
  • Stoffwechselstörungen wie zum Beispiel Diabetes mellitus (sogenannte Zuckerkrankheit)

Der erste Schritt: Die richtige Diagnostik

Die Untersuchung der Beindurchblutung beginnt mit dem Abtasten der Bein- und Fußpulse. Zusätzlich können wir den Blutdruck in den Fußarterien messen. Als weitere Verfahren setzen wir Ultraschalluntersuchungen der Arterien („Doppleruntersuchung“) oder die Röntgenuntersuchung der Schlagadern mithilfe eines Kontrastmittels (Angiografie) ein. In Ausnahmefällen ist auch eine Kernspinuntersuchung (Magnetresonanztomografie-Angiografie, Bildgebungsverfahren mithilfe eines Magnetfeldes) oder eine Computertomografie (CT: computergestützte Röntgenuntersuchung) notwendig.

Welches Verfahren zur Anwendung kommt, hängt von vielen Umständen ab, wie zum Beispiel dem Ausmaß Ihrer Beschwerden, Ihrer Nierenfunktion oder einer möglichen Kontrastmittelallergie. Die Entscheidung über die Untersuchungsform treffen wir daher in jedem Fall ganz individuell und besprechen unsere Empfehlung ausführlich mit Ihnen.

Ganz auf Sie abgestimmt: Unser Behandlungsangebot

Für die Behandlung der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK) stehen uns, je nach Stadium, drei Möglichkeiten zur Verfügung:

  • die „konservative“ („bewahrende“) Behandlung, also ohne jeglichen Eingriff am verschlossenen Gefäß selbst
  • die Beseitigung der Verengung oder des Verschlusses ohne Operation (durch eine Ballonerweiterung oder Aufdehnung des Blutgefäßes)
  • die operative Verbesserung der Durchblutung, meist durch eine Bypassoperation (Bypass: Überbrückung des krankhaft veränderten Gefäßabschnittes)

Welche der möglichen Behandlungsformen für Sie die sinnvollste ist, besprechen wir ausführlich mit Ihnen im Beratungsgespräch.

Konservative Behandlung

Eine konservative Behandlung empfehlen wir meist, wenn sich Ihre Einschränkungen noch im Stadium II (Gehstreckeneinschränkung) befinden. Wichtig für den Erfolg ist es dabei, Risikofaktoren wie das Rauchen, einen Bluthochdruck oder erhöhte Blutfette auszuschalten. Hinzu kommt ein tägliches Gehtraining, ergänzt durch eine medikamentöse Behandlung.

Ballonerweiterung oder Aufdehnen des Gefäßes

Bei der sogenannten Ballonerweiterung führen wir unter Röntgenkontrolle einen speziellen Katheter (dünner Kunststoffschlauch) in die verengte Schlagader ein. Da wir Ihnen eine örtliche Betäubung verabreichen, ist der Eingriff für Sie nahezu schmerzfrei. Durch das Aufblasen eines Ballons, der sich an der Spitze des Katheters befindet, wird dann die verengte oder verschlossene Stelle in der Schlagader wieder durchgängig gemacht. Diese Dehnung können wir durch das Einsetzen einer inneren Gefäßstütze (Stent) ergänzen. Da der Katheter ohne Schnitt „durch die Haut“ (perkutan) in das Innere (Lumen) der Schlagader eingebracht wird, nennt sich dieses Verfahren „perkutane, transluminale Angioplastie“ (PTA), bei Einsetzen eines Stents „Stent-PTA“.

Gefäßoperation

Eine Operation ist notwendig, wenn eine Aufdehnung mittels Katheter nicht möglich ist, zum Beispiel weil der verschlossene Bereich des Blutgefäßes zu lang ist. Bei dem operativen Eingriff wird die Schlagader geöffnet, um den Verschluss zu beseitigen, oder die Engstelle wird mit einem Bypass überbrückt. Für den Bypass kann eine körpereigene Vene oder ein künstlicher Aderersatz verwendet werden.

Lesen Sie hier mehr zum Thema „Gibt es den idealen Bypass?“

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Gefäßsprechstunde

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