Station 1/ ITS

Unsere 2017 in Betrieb gegangene Intensivstation mit dem Schwerpunkt Weaning bietet 14 modern eingerichtete Bettenplätze in 4 Ein-Bett-Zimmern und 5 Zwei-Bett-Zimmern. Hier sind alle intensivtherapeutischen Möglichkeiten von einem zentral überwachten Monitoring und Infusionstherapie über Nierenersatztherapie bis hin zur Beatmung gegeben. Die Räumlichkeiten sind großzügig eingerichtet, mit einem von jedem Bett aus möglichen freien Blick ins Grüne, Platz für Besucher und vor allem für Mobilisationen aus dem Bett heraus und einem eigenen Fernseher.

Der Anteil von intensivtherapiepflichtigen Patienten aus unseren eigenen Fachabteilungen beträgt weniger als 10%, so dass die Mehrzahl unserer Patienten von anderen Intensivstationen kommen.

Beatmungspflichtige Patienten aus verschieden Kliniken in Berlin und Brandenburg werden zu uns überwiesen um hier dann professionell entwöhnt zu werden.

Dieser Prozess benötigt in Abhängigkeit von der konkreten Situation eine unterschiedliche Zeit. Beeinflusst wird diese Zeit von verschiedenen Faktoren wie Dauer der Beatmung vor Aufnahme in unser Zentrum, Begleiterkrankungen, körperlicher Zustand, Lebensalter, das Vorliegen einer chronischen Lungenkrankheit schon im Vorfeld der aktuellen Erkrankung und vieles mehr.

Wir arbeiten nicht mit starren Schemata zur Entwöhnung, sondern definieren für jeden Patienten ein individuelles Regime, welches sich an Vorgeschichte und Verlauf orientiert und bei Bedarf täglich angepasst wird.

Wenn wir beginnen unsere Patienten mit maschinenfreien Beatmungspausen zu trainieren wird eine brochoskopisch (über eine Lungenspiegelung) kontrollierte Schluckdiagnostik durchgeführt, um Komplikationen wie Aspiration (Eindringen von Nahrung in die Lunge) zu vermeiden.

Ein wichtiger Aspekt bei der Entwöhnung von der Beatmungsmaschine ist die Ernährung welche wir als erstes, orientiert an der Stoffwechselsituation so optimal wie möglich und in der Folge so physiologisch wie machbar gestalten. Wenn sich zum Beispiel Schluckstörungen zeigen, wird frühzeitig eine Sonde durch die Bauchdecke (PEG/PEJ) platziert, um nicht unnötig Zeit im Entwöhnungsprozess zu verlieren.

Da die Mehrzahl unserer Patienten einen mehr oder weniger langen Aufenthalt auf Intensivstation hinter sich haben zeigen sie häufig eine CIP/CIM (chronische Muskel- und Nervenschwäche nach intensivmedizinischer Behandlung). Neben dem Faktor Zeit ist hier eine intensive physio- und ergotherapeutische Behandlung notwendig.

Bei akutmedizinischen Problemen arbeiten wir mit regionalen Kliniken zusammen und haben Kooperationsverträge für ausgewählte Fachdisziplinen. Somit sind wir für alle Eventualitäten gewappnet.

Unsere Kennzahlen: (Stand 09/2017)

Weaning-Rate:

  • 82% unsere Patienten werden ohne eine maschinelle Unterstützung entlassen

Rückverlegungsrate:

  • 0% unserer Patienten wurden in die zuweisende Klinik oder ein anderes Akutkrankenhaus zurückverlegt

Im Rahmen der externen Qualitätssicherung nehmen wir am Weaningregister des Institutes für Lungenforschung teil.

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