Angst- und Zwangsstörungen

„Am Anfang war mir nur ein bisschen schwummerig, aber dann kamen Beklemmung und Luftnot. Ständig wurde mir heiß und zuletzt hatte ich Angst zu sterben. Ich musste an der nächsten Haltestelle aussteigen, es war wie eine Flucht.“ So beschreibt eine Patientin ihre Erfahrungen. Angst- und Zwangsstörungen bedürfen einer kompetenten Diagnostik und umfassenden Therapie. Unsere Experten und fürsorglichen Teams stehen hierfür an Ihrer Seite.

Ursachen, Symptome, Diagnostik

Angst ist nicht per se krankhaft, sondern ein überlebenswichtiger Mechanismus, der bei jedem Menschen tief verwurzelt ist. Bei Angststörungen wird sie aber zu einem krankhaften Symptom, welches die Lebensqualität der Betroffenen in erheblichem Maß beeinträchtigen kann. Dabei können sich Ängste bis zur Panik steigern, ohne dass die Betroffenen Gründe hierfür erkennen können. Manchmal treten die Ängste in bestimmten Situationen oder als Furcht vor Objekten oder Aktivitäten auf. Oftmals gehen Angststörungen mit depressiven Verstimmungen einher, wodurch eine weitere Belastung für die Betroffenen entsteht. Ängste können ebenfalls das Begleitsymptom einer Zwangsstörung sein oder als Angsterkrankung neben dieser auftreten.

Zwangsstörungen sind im Wesentlichen durch das stetige wiederkehrende Auftreten von Zwangsphänomenen gekennzeichnet. Hierzu zählen Zwangsgedanken, -befürchtungen, -impulse und -handlungen. Diese werden trotz des Wissens um die Unsinnigkeit und entgegen der rationalen Überzeugung vom Betroffenen gedacht oder ausgeführt. Bei einer fortschreitenden Erkrankung können regelrechte Rituale aus verschiedenen Zwangsphänomen entstehen. Neben Ängsten treten bei Zwangserkrankungen häufig auch depressive Syndrome auf.

Abhängig von der Ausprägung der Symptomatik der Angst- oder Zwangsstörung und der damit verbundenen Beeinträchtigung im Alltag entscheiden wir, ob eine ambulante Behandlung ausreicht oder eine tagesklinische beziehungsweise stationäre Therapie erforderlich ist.

Ganz auf Sie abgestimmt: Unser Therapieangebot

  • umfassende ärztlich-psychologische Paralleldiagnostik einschließlich psychometrischer Untersuchungen
  • Verhaltenstherapie (einzeln oder in der Gruppe) einschließlich Expositionstraining (sogenannte Konfrontationstherapie), gegebenenfalls unter Einbezug lebensgeschichtlich wichtiger Ereignisse
  • Entspannungsverfahren wie autogenes Training oder progressive Muskelrelaxation
  • indikationsgerechte Psychopharmakotherapie
  • Sport- und Bewegungstherapie
  • Ergotherapie und Training alltagspraktischer Fertigkeiten
  • Physiotherapie
  • Angehörigenarbeit
  • Unterstützung und Hilfen durch unseren Sozialdienst

Das Ziel unserer Behandlung ist Beschwerdefreiheit oder zumindest ein Symptomrückgang und eine Symptomkontrolle, damit die Angst oder der Zwang nicht mehr über Ihr Leben dominieren, sondern Sie wieder selbstbestimmt entscheiden und handeln können.

Zur Sicherheit für unsere Patienten und zur Verlaufsbeurteilung erfolgt eine umfassende Therapieprozesskontrolle durch regelmäßige fachärztliche Visiten, Teambesprechungen sowie psychometrische Verlaufs- und Effektkontrollen. So möchten wir stets die bestmögliche Behandlung unserer Patienten sicherstellen.

Weiterhin gut versorgt: Ihre Weiterbehandlung / Nachsorge

Den Übergang aus der tagesklinischen oder stationären Therapie in die ambulante Weiterbehandlung bereiten wir gemeinsam mit Ihnen umfassend vor. Bei einer entsprechenden Indikation kann die Vermittlung in unsere Psychiatrische Institutsambulanz erfolgen.

Tagesklinische Behandlung

Ambulante Behandlung

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