Endoprothetik

Unter dem Begriff „Endoprothetik“ verstehen wir Mediziner den Ersatz erkrankter und nicht mehr funktionstüchtiger Gelenke durch ein Kunstgelenk. Ersetzt werden können heutzutage nahezu alle Gelenke, meistens erfolgen die Eingriffe jedoch an Hüft-, Knie-, Schulter- oder Sprunggelenk. Der Ersatz des Hüftgelenkes ist die weltweit häufigste und erfolgreichste Operation überhaupt.
Unsere Experten sind auf die Wiederherstellung von Gelenkfunktionen durch gelenkerhaltende oder -ersetzende Operationsverfahren (Endoprothetik) spezialisiert und verfügen in diesem Bereich über umfassende Erfahrungen.

Wir helfen Ihnen bei

Unser erfahrenes Team hilft Ihnen bei sämtlichen Arten von Gelenkleiden. Unser oberstes Ziel ist es, Sie nach höchstem Qualitätsstandard zu behandeln und Ihnen jederzeit als kompetenter Ansprechpartner zur Seite zu stehen.

Wie erkranken Gelenke

Der Gelenkknorpel ermöglicht ein fast reibungsfreies Gleiten der Gelenkpartner und dient als Puffer für die ca. eine Million Belastungszyklen, die unsere Gelenke pro Jahr durchlaufen. Er hat keine eigene Blutversorgung und wird ausschließlich von der Gelenkflüssigkeit durch Diffusion (Vermischung von Stoffen) ernährt. Hier gilt das Prinzip „Wer rastet, der rostet“. Je mehr wir das Gelenk also belasten und bewegen, desto besser.

Anders als bei Knochenbrüchen heilt oder regeneriert der Gelenkknorpel des Erwachsenen bei einer Schädigung nicht mehr. Dann droht ein Gelenkverschleiß, den wir Orthopäden mit dem Begriff „Arthrose“ beschreiben.

Warum verschleißt der Gelenkknorpel

Von etwa der Hälfte der Arthrosen kennen wir die genaue Ursache bis heute nicht. Sie werden als „idiopathische“ Arthrosen bezeichnet. Erkrankungen der Gelenkinnenhaut (zum Beispiel Rheuma), Stoffwechselerkrankungen,  Gelenkbrüche, Fehlstellungen, Fettsucht und übermäßiger Alkoholkonsum können zur sogenannten "sekundären Arthrose" führen.

Der erste Schritt: Die richtige Diagnostik

Die klinische Untersuchung hat in der Diagnostik einen hohen Stellenwert. Hierbei beurteilen wir Ihre Gelenkfunktion, Fehlstellungen, Schmerzen und erfassen gegebenenfalls Begleiterkrankungen. Wichtig sind außerdem Röntgenaufnahmen in mindestens zwei Ebenen, bei einer Kniegelenksarthrose zudem auch sogenannte Einbein-Standaufnahmen, ebenfalls in zwei Ebenen.

In Ausnahmefällen kann eine Computertomografie (CT: computergestützte Röntgenuntersuchung) hilfreich sein, eine Kernspintomografie (MRT: bildgebendes Verfahren, bei dem ein Magnetfeld genutzt wird) ist hingegen nicht sinnvoll.

Ganz auf Sie abgestimmt: Unser Behandlungsangebot

Wann wird operiert?

Eine Gelenkersatzoperation ist dann angezeigt, wenn in Ruhe und unter Belastung Schmerzen auftreten, eine Bewegungseinschränkung des Gelenkes vorliegt und im Röntgenbild deutliche Zeichen einer Arthrose nachweisbar sind. Außerdem sollten alle Möglichkeiten der nichtoperativen Behandlung ausgeschöpft sein.

Wie wird operiert?

Wir führen in unserer Abteilung Ersatzoperationen am Hüft-, Knie-, Schulter- und Sprunggelenk durch, einschließlich Prothesenwechsel. Dafür steht Ihnen ein hervorragend ausgebildetes und sehr erfahrenes Operationsteam zur Verfügung. In der Regel erfolgen die Operationen in minimalinvasiver Technik (über sehr kleine Schnitte) und so, dass eine Vollbelastung mit Hilfsmitteln möglich ist, zum Beispiel mit Unterarmstützen. Die Mobilisierung im Anschluss an die Operation erfolgt unter physiotherapeutischer Anleitung.

Welche Implantate verwenden wir?

Wir verwenden ausschließlich Implantate mit den längsten Standzeiten, die in seriösen Langzeituntersuchungen nachgewiesen wurden.

Die künstlichen Gelenke werden bei uns den individuellen Bedürfnissen unserer Patienten angepasst. Im Hüftbereich zementfreie Titanimplantate wie die Zweymüller Prothese, in Kurzschaft – oder Normalschaftvariante in Keramik Paarung.

Im Bereich der Knie-Endoprothetik bieten wir Ihnen ein breites Behandlungsspektrum an. Es reicht vom Teilersatz des Gelenkes über den normalen Oberflächenersatz bis hin zu Spezialimplantaten. Gleiches gilt auch für den Ersatz von Schulter- und Sprunggelenken.

Wie bekomme ich ein neues Gelenk?

In der Regel treffen unsere Patienten gemeinsam mit ihrem Haus- oder Facharzt die Entscheidung, dass das erkrankte Gelenk ersetzt werden soll. Ihr behandelnder Arzt kann Sie dann direkt zur Operation unter der Telefonnummer (0 38 71) 371300 bei uns anmelden oder Sie stellen sich in unserer Spezialsprechstunde vor. Die Anmeldung erfolgt in diesem Fall unter (0 38 71) 371900.

Jeden ersten Dienstag im Monat führen wir um 15:00 Uhr in unserer Klinik eine Informationsveranstaltung zur Endoprothetik durch. Nähere Auskünfte erhalten Sie unter der Telefonnummer (0 38 71) 373116.

Weiterhin gut versorgt: Ihre Weiterbehandlung / Nachsorge

Die Nachbehandlung erfolgt durch ein erfahrenes und motiviertes Team von Ärzten, Schwestern und Physiotherapeuten. Unser Sanitätshaus sorgt für die notwendigen Hilfsmittel. Sie werden am Tag nach der Operation mobilisiert, zudem werden regelmäßige Labor- und Röntgenkontrollen durchgeführt. Unser Sozialdienst organisiert für Sie eine ambulante oder stationäre Reha-Behandlung für mindestens drei Wochen nach der Operation. Die Entscheidung, in welcher Reha-Klinik die Behandlung erfolgt, trifft Ihre Krankenkasse.

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