Unklare Tumore, Krebs ohne Ursprung (CUP)

Eine Krebserkrankung wird manchmal anhand von Metastasen (Tochtergeschwulst) entdeckt. Häufig handelt es sich um Lebermetastasen und/oder Lungenmetastasen. Die betroffenen Patienten gehen wegen sich verschlimmernden Symptomen zum Arzt, z.B. wegen Gewichtsverlust, Appetitlosigkeit, Schwäche, Druck im Oberbauch oder Luftnot.

Bei etwa 5 % aller Tumorpatienten lässt sich auch nach ausführlicher Suche und sorgfältigen Untersuchungen kein Ursprung (Primärtumor) finden. Dann sprechen wir von einem „Krebs ohne Ursprung“ oder „Krebs bei ungekannten Primärtumor“. Dieses wird als CUP-Syndrom (Cancer of unknown primary) bezeichnet.

Der erste Schritt: Die richtige Diagnostik

Ziel der Diagnostik ist nicht die Suche des Primärtumors um jeden Preis, sondern „die geeignete Therapie“ zu finden, bei der Patienten eine gute Lebensqualität mit wenigen Komplikationen haben. Es wird eine Arbeitsdiagnose als Grundlage für eine sinnvolle Therapieentscheidung getroffen.

Ganz auf Sie abgestimmt: Unser Behandlungsangebot

Für die Behandlung von Patienten mit Tumoren unbekannten Ursprungs (CUP), ist es entscheidend, ob die Krebszellen in der feingeweblichen Untersuchung Rückschlüsse darauf zulassen, aus welchem Primärtumor sie eigentlich stammen. Das ist in 80 % der Fälle möglich.

Wir behandeln die betroffenen Patienten dann entsprechend der Behandlungsleitlinie für die jeweilige Krebsart. Bei der Therapieart orientieren wir uns an speziellen Eigenschaften der Krebszellen und behandeln sie entsprechend mit einer Chemotherapie und / oder zielgerichteten Therapie.

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