NACHBEHANDLUNG NACH WIRBELSÄULENOPERATION

Was Können Sie erwarten?

Frühphase

Stützkorsett

Im Anschluss an eine Operation an der Wirbelsäule folgt in der Regel zunächst eine kurze Phase der Nachbetreuung auf einer Überwachungsstation. Hier kontrollieren unsere Mitarbeiter unter anderem die Herz-Kreislauf- und die Atmungsfunktion ihrer Patienten, um Veränderungen umgehend erkennen und sofort auf diese reagieren zu können. Außerdem können unsere Patienten hier schmerztherapeutisch optimal versorgt werden.

Während des stationären Aufenthaltes

Während der weiteren Behandlung überwachen unsere Ärzte die Wundheilung bei ihren Patienten und passen die Schmerztherapie an den Heilungsverlauf an.

Es wird eine rasche Mobilisation angestrebt, das heißt, unser Patient soll möglichst schnell wieder selbstständig aufstehen und laufen können. Dabei erfolgt eine physiotherapeutische Anleitung zu rückengerechtem Verhalten und, falls nötig, zum Gebrauch von Hilfsmitteln.

Wie die Nachbehandlung im Einzelfall aussieht, hängt im Wesentlichen von der Art der operativen Versorgung ab. Wichtig ist dabei, welche Belastungen und Bewegungen für die behandelte (operierte) Wirbelsäule erlaubt sind. Die Anleitung zum Verhalten nach einer Behandlung, insbesondere nach einer Operation, erfolgt durch unsere Ärzte und Physiotherapeuten.

Falls bei Ihnen eine Versteifung oder Stabilisierung der Wirbelsäule durchgeführt worden ist, muss darauf geachtet werden, dass der betreffende Wirbelsäulenabschnitt nicht bewegt wird. Eine äußere Ruhigstellung (zum Beispiel durch ein Korsett) ist in der Regel nicht erforderlich. Wichtig ist jedoch, dass Sie in der Anfangsphase bestimmte Rumpf-Bewegungen vermeiden. Diese Bewegungseinschränkungen können später gelockert beziehungsweise aufgehoben werden, wenn es zu einer knöchernen Stabilisierung kommt.

In der Regel wird bei der Therapie eine stufenweise Belastungssteigerung angestrebt. Im Hinblick auf rückengerechtes Verhalten trainieren die Therapeuten mit Ihnen Techniken des Hebens und rückenschonende Bewegungsabläufe.

Rehabilitation

Die Durchführung einer Rehabilitation kann in den meisten Fällen befürwortet werden. Allerdings gelten auch hier unter Umständen die vorübergehenden Bewegungseinschränkungen. Unter Berücksichtigung der individuellen Konstellation (operatives Verfahren, Belastbarkeit, Selbstständigkeit und häusliche Situation) beraten wir gemeinsam mit Ihnen über Sinn und Zeitpunkt einer Rehabilitations-Behandlung.

Patientenmitverantwortung

Neben der Qualität der operativen Versorgung und der medizinischen Behandlung sowie der Pflege nach einem Eingriff tragen Sie als Patienten selbst wesentlich zu Ihrem Behandlungserfolg bei.

Wichtig ist dabei Ihre Bereitschaft, den Nachbehandlungsplan aktiv umzusetzen. Bereits in der Planung der Behandlung sowie während der täglichen Visiten und in der Physiotherapie erhalten Sie Empfehlungen hinsichtlich der Belastbarkeit und vorübergehenden Bewegungseinschränkungen.

In der Nachbehandlung gilt generell

  • lang andauernde monotone Körperpositionen (langes Sitzen oder Stehen) vermeiden
  • eine aufrechte, stabile Körperposition einnehmen
  • schweres und besonders asymmetrisches Heben vermeiden
  • bei einem Lagewechsel möglichst wirbelsäulenschonende Bewegungen ausführen
  • schmerzverstärkende Bewegungen und Belastungen meiden
  • die Wirbelsäule im erlaubtem Umfang durch erlernte Übungen belasten

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