Plastische Rekonstruktionen in der Urologie

Harnröhrenengen, Harnröhrenstriktur

Wir verfügen über eine langjährige, fast 20-jährige Erfahrung, in der offenen Harnröhrenchirurgie. Je nachdem welches Ausmaß und welche Lage die Enge in der Harnröhre hat, setzen wir verschiedene Techniken ein, zum Beispiel:

  • die End-zu-End-Resektion (durchgängiger Verlauf wird wiederhergestellt),
  • die innere Schlitzung (spezielle Instrumente werden direkt in die Harnröhre eingebracht und eine Abtragung von Narbengewebe durchgeführt) nach Sachse (mithilfe eines Sichtinstruments) oder nach Otis (mit Aufblähen der Harnröhre) sowie
  • die Erweiterung mittels Mundschleimhautplastik (Einnähen eines Mundschleimhautstücks) oder
  • Schwenklappen (Nutzung von eigenem gesundem Gewebe) mit Vorhaut.

Auch den Verschluss von Harnröhrenfisteln (röhrenförmige Verbindungen) nach vorangegangenen Operationen bieten wir an.

Wir führen jeden dieser Eingriffe mit großer Kompetenz und unter Verwendung modernster Ausstattung durch. Für all Ihre Fragen stehen wir Ihnen jederzeit gern zur Verfügung.

Blasenscheidenfisteln

Blasenscheidenfisteln sind Veränderungen im Gewebe, die nach einer Operation oder nach einer Bestrahlung auftreten. Sie stellen eine Öffnung der Blase in die Scheidenwand dar und bedingen somit einen Urinverlust.

Wir helfen unseren Patienten, indem wir, nachdem wir die Fistel entfernt und verschlossen haben, gesundes Gewebe zwischen die Blasenwand und die Scheidenwand zur Abheilung bringen.

Penisdeviation, Penisverkrümmung, IPP (Induratio Penis plastica)

Hierbei entfernen unsere Fachärzte die krankhafte Stelle im Schwellkörperbereich, die die Peniskrümmung verursacht (Plaques) - sofern möglich wird hierbei eine vollständige Entfernung angestrebt. Anschließend verschließen wir den Schwellkörper mit Kollagenvlies (spezieller Stoff, der die Wundheilung beschleunigt). Auf diese Weise können wir eine Penisverkürzung und Erektionsstörungen vermeiden.

Langstreckige Harnleiternarbe (Ureterstriktur)

Eine langstreckige Harnleiterenge kann sehr problematisch für das Funktionieren eines inneren Harnleiterkatheters sein (DJ-Katheter, Pigtail, Schiene). In diesem Fall stellen unsere Ärzte die dauerhafte Urinableitung der betroffenen Niere durch einen äußeren Fistelkatheter her, der von der Haut in das Nierenbecken reicht. Ist die Blase unseres Patienten ausreichend speicherfähig, können wir diese Maßnahme umgehen, indem wir den Harnleiter durch ein Stück des Dünndarms ersetzen.

Ist dies aufgrund von Voroperationen nicht möglich oder von Seiten unseres Patienten nicht erwünscht, können wir gegebenenfalls auch einen speziellen, dauerhaften Katheter unter der Haut nicht sichtbar vom Nierenbecken zur Blase führen (Detour-System). Dieser muss normalerweise nicht gewechselt werden.

Nierenbeckenabgangsenge

Eine Nierenbeckenabgangsenge zeigt sich dadurch, dass der Abfluss der Niere verzögert ist und dass sich sowohl das Nierenbecken als auch die Kelche (an der Harnableitung beteiligte innere Hohlräume der Niere) erweitern. Da der Druck im Nierenbecken erhöht ist, kann die Nierenfunktion langsam zurückgehen. Bei Betroffenen führt die Enge gelegentlich zu Schmerzen in der Nierengegend, Infekten oder Steinen der Niere. In allen beschriebenen Fällen ist es erforderlich, dass unsere Experten die Enge beseitigen. Diese Erweiterung wird „Nierenbeckenplastik“ genannt. Dabei bringen wir keinen Kunststoff ein, sondern entfernen den engen Übergang in das Nierenbecken und nähen den Harnleiter auf das weite Nierenbecken auf. Seit 2002 führen wir diesen Eingriff wann immer möglich laparoskopisch (ohne große Schnitte) durch.

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