Liebe Patienten, Angehörige & Besucher,

bitte beachten Sie folgende Hinweise:

  • Bei Verdacht auf eine Corona-Infektion rufen Sie bitte vorab den Ärztlichen Bereitschaftsdienst an: ► Wählen Sie 116 117
  • In medizinischen Notfällen (Schlaganfall, Herzinfarkt etc.) begeben Sie sich bitte weiterhin unmittelbar in Behandlung! Ein mögliches Corona-Infektionsrisiko wird in unserer Klinik mit allen Mitteln reduziert.
    ► Wählen Sie den Notruf 112
  • Besuchsverbot aus Sicherheitsgründen: Zum Schutz von Patienten und Mitarbeitern können wir Besuchern leider derzeit nicht erlauben, unsere Klinik zu betreten.
     
  • Maskenpflicht für Ihre Sicherheit und zum Schutz unserer Patienten: Bitte tragen Sie ab Betreten unserer Kliniken einen Mund- und Nasen-Schutz. Die Maskenpflicht gilt auch für unsere mobilen Patienten sowie während der Patientenversorgung – sofern es der Gesundheitszustand zulässt.

Vielen Dank für Ihr Verständnis

Ihr Asklepios-Team

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Computertomografie-gesteuerte Schmerztherapie

Die computertomografie-gesteuerte Schmerztherapie setzen unsere Spezialisten in unterschiedlicher Weise bei chronischen (andauernden) Rücken-, Nacken- oder Nervenschmerzen ein, um den Schmerz auszuschalten. Eine CT erstellt computergestützt mithilfe von Röntgenstrahlen sehr genaue Bilder des Körperinneren beispielsweise des Gewebes. Für die Behandlung spritzen wir unseren Patienten Betäubungsmittel und lokal (örtlich) wirksame kortisonhaltige, entzündungshemmende Medikamente. Rund 80 % der Patienten verspüren anschließend eine deutliche Verbesserung ihrer Beschwerden, die auch über längere Zeit anhält. Häufig ist jedoch erst nach 2 bis 4 Behandlungen von einem Ansprechen auf die Therapie auszugehen. Die Wirkung hält sowohl während der Therapiedauer als auch Jahre später an. Die Behandlung selbst ist für unsere Patienten aufgrund der örtlichen Betäubung nahezu schmerzfrei.

Nachdem wir die Einstichstelle im Rücken über beziehungsweise neben der Wirbelsäule desinfiziert haben, bringen wir ein Lokalanästhetikum (lokal wirksames Betäubungsmittel) mit einem milden Kortisonpräparat (entzündungshemmendes Mittel) über eine dünne Nadel unter die Haut im Bereich der geplanten Einstichstelle ein.

Bei einer Facetteninfiltration behandeln wir die kleinen Wirbelgelenke, bei einer periradikulären Therapie (PRT) die aus der Wirbelsäule austretenden Nervenwurzeln. Die Iliosakralgelenk-Blockade (ISG-Blockade) dient dazu, die gelenkige Verbindung zwischen dem Kreuzbein und dem Darmbein zu behandeln.

Computertomografie-gesteuerte interventionelle Behandlungen können wir aufgrund der niedrigen Komplikationsrate ambulant durchführen. Nach jeder Behandlung sollte der Patient zur Beobachtung mindestens 30 Minuten in unserer Praxis bleiben.

Lediglich nach einer PRT-Behandlung müssen Patienten berücksichtigen, dass sie 6 Stunden lang nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen dürfen. Bitte lassen Sie sich von Angehörigen abholen. In den 24 Stunden nach der PRT sollten Sie nicht alleine sein, sondern eine Person Ihres Vertrauens an Ihrer Seite haben.

Prinzipiell können wir die computertomografie-gesteuerte Schmerztherapie an allen Abschnitten der menschlichen Wirbelsäule durchführen. Dabei behandeln wir unter computertomografischer Kontrolle Muskeln, Wirbelgelenke, Iliosakralgelenke (Beckenfugengelenke) und Nervenwurzeln sowie die Bandscheibe mit feinen Injektionsnadeln (Hohlnadeln) und mit örtlichen Betäubungsmitteln sowie entzündungshemmenden Medikamenten. Eine sogenannte Nervenblockade dient beispielsweise dazu, die Schmerzleitung zu unterbrechen. Indem wir direkt Kortison vergeben, tritt ein abschwellender Effekt auf, infolgedessen sich die mechanische Nervenwurzelreizung verringert.

Die computertomografie-gesteuerte Behandlung bietet unseren Patienten ein hohes Maß an Sicherheit und Präzision. Im CT-Bild können unsere Experten Nerven, Blutgefäße und andere Körpergewebe genau erkennen und unterscheiden, ob krankhafte Veränderungen vorliegen oder nicht. Auch die Instrumente, die wir einsetzen, sehen wir exakt im Bild. Dank der verfügbaren Materialien können wir Medikamente tief im Körperinneren ganz exakt direkt an den Entzündungsherden und Nervenstrukturen einbringen und dabei das umgebende, gesunde Gewebe schonen. Durch diese Methode wird eine hohe örtliche Wirkdosis erzielt. Wir können sie zudem zu diagnostischen Zwecken einsetzen, um zu bestimmen, von welcher Stelle genau der Schmerz ausgeht (Schmerzausgangslokalisation). Möchten Sie mehr erfahren oder haben Sie hierzu weiterführende Fragen? Wir sind gerne für Sie da.

Nebenwirkungen und Risiken

Nebenwirkungen aufgrund des niedrig dosierten Kortisonpräparates treten bei der computertomografie-gesteuerten Schmerztherapie selten auf. Nach der Injektion verspüren manche Patienten kurzfristig ein Taubheitsgefühl oder bemerken eine Schwäche im Bein. Diese Wirkung hängt von der Dosis ab und verschwindet normalerweise nach kurzer Zeit wieder. Weitere möglicherweise auftretende Nebenwirkungen sind: Wadenkrämpfe, geringe Gewichtszunahme, Blutzuckeranstieg, geringe Blutdruckerhöhung, Akne, vermehrte Brüchigkeit kleiner Gefäße mit Auftreten von blauen Flecken und Zyklusstörungen bei Frauen. Die örtliche Betäubung und das Kontrastmittel können im Extremfall allergische Reaktionen auslösen. Glücklicherweise treten dabei nur in sehr seltenen Fällen Schockreaktionen auf, die umgehend notfallmäßig therapiert werden müssen. Wir ergreifen alle erforderlichen Maßnahmen, um das Risiko für unsere Patienten so gering wie möglich zu halten und ihnen bestmöglich zu helfen. Vor der Behandlung beachten wir bei jedem Patienten die individuelle Krankengeschichte, beispielsweise bestehende Allergien. Durch die Punktion (den Einstich mit der Hohlnadel) können kleinere Blutungen im Stichkanal auftreten und blaue Flecken sich ausbilden. Denkbar sind zudem Entzündungen, die beispielsweise durch Hautkeime verursacht werden. Diese Entzündungen können entstehen, wenn - trotz gründlicher Desinfektion - verbliebene Keime bei dem Einstich mit in die Tiefe transportiert werden.

Allgemein müssen wir Patienten von allen oben genannten perkutanen Eingriffen ausschließen, sofern:

  • ein unzureichender Gerinnungsstatus des Blutes (Quick-Wert mindestens 60 %) vorliegt
  • lokale Infektionen bestehen oder eine Unverträglichkeit gegen Steroide (Kortisonpräparate) vorliegt
  • eine Unverträglichkeit gegen Lokalanästhetika (Betäubungsmitteln) vorliegt

Die Strahlenbelastung bei computertomografie-gesteuerten Eingriffen fällt für unsere Patienten aufgrund der modernen Geräte äußerst gering aus.

Kann ich diese Therapie nutzen?

Diese Frage sollten Sie in Zusammenarbeit mit Ihrem zuweisenden Arzt und dem Radiologen vorab besprechen. Nachdem geklärt ist, ob diese Therapie Ihnen medizinisch nutzen kann (Indikation), können Sie gerne einen Termin bei uns vereinbaren. Dass Sie sich für die computertomografie-gesteuerten Eingriffe vorher anmelden, ist aus organisatorischen Gründen und aufgrund der erforderlichen ausführlichen Patientenaufklärung unbedingt erforderlich. All Ihre Fragen dazu beantworten wir gerne.

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