Schlaganfall

Ein Schlaganfall ist immer ein Notfall. Je schneller reagiert und der Patient richtig versorgt wird, umso eher kann der Schaden minimiert werden.
Bei einem Schlaganfall wird ein bestimmter Gehirnbereich nicht ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Er droht daher abzusterben. Je nachdem wie stark und wie lange die Durchblutung beeinträchtigt ist, kann das betroffene Gehirnareal seine Aufgabe entweder vorläufig oder dauerhaft nicht mehr erfüllen.

Ein Schlaganfall kann, je nach betroffenem Gehirnareal und Schweregrad, ganz unterschiedliche Symptome zur Folge haben. Während bei einem Patienten ausschließlich der Mundwinkel etwas hängt, kann der andere schlagartig nicht mehr sprechen, sieht nichts mehr oder kann den Arm und/oder das Bein nicht mehr bewegen. Neben Sprach- und Sprachverständnisstörungen, Sehstörungen, Lähmungen und Taubheitsgefühlen, die typischerweise nur eine Körperhälfte betreffen, können auch ein plötzlich einsetzender starker Schwindel, Gangstörungen oder - in selteneren Fällen - starke Kopfschmerzen auftreten. Unsere Teams sind darauf eingestellt, bei entsprechenden Symptomen umgehend mit der entsprechenden Diagnostik und Behandlung zu starten, um Schäden möglichst gering zu halten.

Sollten Sie bei sich oder einem Angehörigen verdächtige Symptome bemerken, zögern Sie nicht, sofort den Notruf 112 zu wählen und den dringenden Verdacht auf einen Schlaganfall zu melden.

Der erste Schritt: Die richtige Diagnostik

Bild: Untersuchung von Röntgenbildern

Wichtig sind vor allem bildgebende Verfahren wie die Computertomografie (CT: computergestützte Röntgenuntersuchung) und die Magnetresonanztomografie (MRT: Bildgebungsverfahren, bei dem ein Magnetfeld genutzt wird). Sie ergänzen die körperliche Untersuchung und helfen, einen Schlaganfall zu erkennen. Darüber hinaus gibt eine Blutuntersuchung Aufschluss über das Blutbild, die Blutgerinnung, Entzündungsparameter (Anzeichen für Entzündungen) sowie Risikofaktoren, beispielsweise erhöhte Cholesterin- oder Blutzuckerwerte.

Die Behandlungsmöglichkeiten bei einem akuten Schlaganfall beschränken sich in der Regel auf die ersten 4,5 Stunden nach dem Symptombeginn. Daher ist die sofortige Einweisung ins Krankenhaus die entscheidende Voraussetzung für den Behandlungserfolg.

Um eine Gehirnblutung von einem Gehirninfarkt zu unterscheiden, wird nach der Aufnahme in unsere Klinik sofort eine CCT (Craniale Computertomografie: computergestützte Röntgenuntersuchung, die vor allem der Darstellung des Gehirns dient) durchgeführt. Je nach Befundkonstellation und Zeitpunkt der Diagnose kommen verschiedene Therapien in Betracht mit dem Ziel, die verschlossene Ader wieder zu eröffnen (Rekanalisation), um die Infarktumgebung vor dem Untergang zu retten.

Ganz auf Sie abgestimmt: Unser Behandlungsangebot

In erster Linie geht es darum, das Leben des Patienten zu erhalten und sein Gehirn zu schützen. Danach zielt die Behandlung auf die Wiederherstellung der durch den Schlaganfall beeinträchtigten Funktionen ab.

Eine medizinische Therapie von Blutgefäß-Verschlüssen ist die Thrombolyse. Die eingesetzten, gerinnungsauflösenden Medikamente können den für den oben beschriebenen Verschluss einer Schlagader verantwortlichen Thrombus (Blutgerinnsel) auflösen oder ein köpereigenes Enzym aktivieren, welches ihn abbaut.

Weiterhin gut versorgt: Ihre Weiterbehandlung / Nachsorge

Am Tag Ihrer Entlassung führen wir mit Ihnen ein ausführliches Gespräch und weisen Sie dabei auf die besonderen Dinge hin, die Sie weiterhin beachten sollten.

In unserer Rehabilitations-Klinik „Der Fürstenhof“ können Sie sich weiterbehandeln lassen. Unsere Kollegen dort sind auf neurologische Erkrankungen spezialisiert.

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