Liebe Patienten, Angehörige & Besucher,

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  • Bei Verdacht auf eine Corona-Infektion rufen Sie bitte vorab den Ärztlichen Bereitschaftsdienst an: ► Wählen Sie 116 117
  • In medizinischen Notfällen (Schlaganfall, Herzinfarkt etc.) begeben Sie sich bitte weiterhin unmittelbar in Behandlung! Ein mögliches Corona-Infektionsrisiko wird in unserer Klinik mit allen Mitteln reduziert.
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  • Besuchsverbot aus Sicherheitsgründen: Zum Schutz von Patienten und Mitarbeitern können wir Besuchern leider derzeit nicht erlauben, unsere Klinik zu betreten.
     
  • Maskenpflicht für Ihre Sicherheit und zum Schutz unserer Patienten: Bitte tragen Sie ab Betreten unserer Kliniken einen Mund- und Nasen-Schutz. Die Maskenpflicht gilt auch für unsere mobilen Patienten sowie während der Patientenversorgung – sofern es der Gesundheitszustand zulässt.

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Ihr Asklepios-Team

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Nierenerkrankungen

Bei Nierenerkrankungen ist die Funktion der Nieren gestört. Flüssigkeit und Abfallstoffe können in diesem Fall nicht mehr so gut ausgeschieden werden. Obwohl die Betroffenen häufig lange Zeit keine Symptome bemerken, sind Nierenerkrankungen höchst gefährlich: Denn ab einem gewissen Schädigungsgrad bleibt nur noch eine Blutwäsche (Dialyse) oder eine Nierentransplantation. Unsere Experten leiten schnellstmöglich eine optimale Behandlung ein, um schwerwiegende Schädigungen zu verhindern.

Akutes Nierenversagen

Diagnose

Wenn die Nieren plötzlich unzureichend oder überhaupt nicht mehr arbeiten, kann ein akutes Nierenversagen der Grund sein. Die Nieren können das Blut dann nicht mehr vollständig reinigen, also reichern sich Schadstoffe und Abbauprodukte des Stoffwechsels an.

Akutes Nierenversagen ist keine eigenständige Erkrankung. Vielmehr ist es die Folge von anderen Grunderkrankungen, wie zum Beispiel:

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Blutvergiftungen (Sepsis)
  • Durchblutungsstörungen der Nieren
  • Nierenschädigungen durch Giftstoffe (beispielsweise Medikamente)
  • Komplikationen nach größeren Operationen
  • schweren Infektionskrankheiten

Eine Blutuntersuchung gibt Aufschluss über erhöhte Kreatinin-Werte (in der Muskulatur gebildeter Stoff) und Harnstoff-Werte. Diese sind mögliche Zeichen für eine Nierenerkrankung. Das Stadium (Entwicklungsstufe) des akuten Nierenversagens lässt sich über die ausgeschiedene Urinmenge bestimmen. Damit die Lage, Größe und Beschaffenheit der Nieren beurteilt werden kann, führen wir eine Ultraschalluntersuchung durch. Zusätzlich können wir mittels einer Magnetresonanztomografie (MRT: Bildgebungsverfahren, bei dem ein Magnetfeld genutzt wird) oder einer Computertomografie (CT: computergestützte Röntgenuntersuchung) die Verschlüsse der Harnwege erkennen.

Therapie

Diese Erkrankung erfordert eine intensive Therapie. Oberstes Ziel ist es, die Ursache zu erkennen und zu behandeln, um die natürliche Filterfunktion der Niere wiederherzustellen.

Häufig können wir unseren Patienten mit einer medikamentösen Therapie gut helfen.

Falls diese konservative Therapie jedoch nicht ausreicht, muss die Nierenfunktion vorübergehend mit technischen Hilfsmitteln aufrechterhalten werden (Dialyse). Die Dialyse ist so lange erforderlich, bis die eigenen Nieren wieder ausreichend arbeiten. In besonders schweren Fällen und wenn sich die Nieren dauerhaft nicht wieder erholen, kann eine Nierentransplantation (Verpflanzung einer Spenderniere) nötig sein.

Ihre Weiterbehandlung/Nachsorge

Auch am Tag Ihrer Entlassung führen wir mit Ihnen ein ausführliches Gespräch und weisen Sie dabei auf die besonderen Dinge hin, die Sie weiterhin beachten sollten.

Ist das Krankheitsbild sehr schwerwiegend, kann auch eine vorübergehende oder dauerhafte Dialysebehandlung notwendig sein. Alle wichtigen Details zur Nachsorge bespricht unser Arzt mit Ihnen persönlich im ausführlichen Gespräch, Ihre Fragen beantwortet er gern.

Chronische Niereninsuffizienz

Diagnose

Eine chronische Niereninsuffizienz (Nierenversagen) ist dadurch gekennzeichnet, dass sich die Nierenfunktion über einen langen Zeitraum mehr und mehr vermindert, bis die Niere ihre Aufgaben nicht mehr richtig erfüllen kann.

Eine chronische Niereninsuffizienz kann folgende Ursachen haben:

  • langjähriger Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
  • Bluthochdruck
  • übermäßige Einnahme bestimmter Schmerzmittel
  • entzündliche Nierenerkrankungen

Diagnose

Bei möglichen Anzeichen, die auf eine chronische Niereninsuffizienz hindeuten, sind Laboruntersuchungen als diagnostische Maßnahmen entscheidend. Es werden Blut- und Urinuntersuchungen durchgeführt, um weitere Nierenwerte wie den Harnstoff im Blut, Urinvolumen und Kreatinin-Konzentration (Kreatin ist ein in den Muskeln gebildeter Stoff) im Urin zu ermitteln. Hinzu kommen bildgebende Verfahren, wie ein Ultraschall und eine Computertomografie (CT: computergestütztes, bildgebendes Röntgenverfahren).

Therapie

Bei einer chronischen Niereninsuffizienz ist eine schnelle Therapie ratsam: Geeignete konservative Maßnahmen können den Funktionsverlust der Nieren meist stoppen. Wie diese konservative Therapie im Einzelnen aussieht, hängt von der Grunderkrankung unserer Patienten ab.

Falls eine konservative Therapie nicht ausreicht, muss die Nierenfunktion vorübergehend mit technischen Hilfsmitteln aufrechterhalten werden (Dialyse). Die Dialyse muss so lange erfolgen, bis die eigenen Nieren des Patienten wieder ausreichend arbeiten. In besonders schweren Fällen und wenn sich die Nieren dauerhaft nicht wieder erholen, kann eine Nierentransplantation (Verpflanzung einer Spenderniere) nötig sein.

Weiterbehandlung/Nachsorge

Neben der chronischen Niereninsuffizienz ist es wichtig, die Grunderkrankung zu behandeln und darauf zu achten, dass man beispielsweise ein Diabetes (sogenannte Zuckerkrankheit) sehr gut im Griff hat. So wird das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen gemindert. Auch die Umstellung der Ernährung ist ein wichtiger Faktor bei dieser Erkrankung. Ist das Krankheitsbild sehr schwerwiegend, kann auch eine vorübergehende oder dauerhafte Dialysebehandlung (sogenannte Blutwäsche) notwendig sein. Alle wichtigen Details zur Nachsorge wird der Arzt mit Ihnen genauestens besprechen.

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