Liebe Patienten, Angehörige & Besucher,

bitte beachten Sie folgende Hinweise:

  • Bei Verdacht auf eine Corona-Infektion rufen Sie bitte vorab den Ärztlichen Bereitschaftsdienst an: ► Wählen Sie 116 117
     
  • In medizinischen Notfällen (Schlaganfall, Herzinfarkt etc.) begeben Sie sich bitte weiterhin unmittelbar in Behandlung! Ein mögliches Corona-Infektionsrisiko wird in unserer Klinik mit allen Mitteln reduziert.
    ► Wählen Sie den Notruf 112
     
  • Besuchsverbot aus Sicherheitsgründen: Zum Schutz von Patienten und Mitarbeitern können wir Besuchern leider derzeit nicht erlauben, unsere Klinik zu betreten.
     

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Bild: Mehrsprachige Grafik zum Besuchsverbot in den Asklepios Kliniken

Adipositas

Inzwischen ist jeder zweite Mann und jede dritte Frau übergewichtig, jeder Fünfte adipös.

Wir helfen Ihnen bei

Nach der World-Health-Organization-Definition (WHO: Weltgesundheitsorganisation) liegt eine Adipositas ab einem Körpermasseindex (BMI) von 30 kg/m² vor, wobei drei Schweregrade unterschieden werden, zu deren Abgrenzung der BMI herangezogen wird.

  • Normalgewicht = 18,5 - 24,9 BMI
  • Übergewicht (Praeadipositas) = 25 - 29,9 BMI
  • Adipositas Grad I = 30 - 34,9 BMI
  • Adipositas Grad II = 35 - 39,9 BMI
  • Adipositas Grad III = ≥ 40 BMI

Das Risiko für Herz- Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes (Zuckerkrankheit) ist aber schon durch eine simple Messung des Bauchumfanges festzustellen, wobei ein stark erhöhtes Risiko vorliegt, wenn dieser bei Frauen mehr als 88 cm und bei Männern mehr als 102 cm beträgt.

Es handelt sich bei der Adipositas also um eine ernsthafte Erkrankung und nicht um ein sogenanntes Lifestyleproblem.

Das Risiko für Begleiterkrankungen steigt mit zunehmender Adipositas immer stärker. Die Adipositas gehört zu den wichtigen Ursachen bedeutsamer Folgeerkrankungen wie etwa Bluthochdruck, Verkalkung der Herzkranzgefäße (koronare Herzerkrankung), Zuckerkrankheit, Krebs sowie verschiedener orthopädischer und psychischer Leiden.

Unser Ziel ist es, jeden unserer Patienten mit individuell abgestimmten Methoden dabei zu unterstützen, sein Gewicht in den Griff zu bekommen.

Der erste Schritt: Die richtige Diagnostik

Da die Adipositas in Deutschland nicht als Krankheit gilt, werden die Kosten nicht automatisch von der Krankenkasse übernommen.

Es muss ein entsprechender Antrag gestellt werden, nachdem alternative Behandlungsmethoden ausgeschöpft und Begleiterkrankungen infolge des Übergewichts systematisch erfasst wurden.

Den notwendigen Antrag erstellen wir gerne für Sie, damit es Ihnen rasch besser geht.

Ganz auf Sie abgestimmt: Unser Behandlungsangebot

Bariatrische Chirurgie (Adipositaschirurgie)

Bei einigen Patienten reichen alle bisherigen Maßnahmen allein nicht aus, um das Gewicht dauerhaft zu reduzieren. Einige nehmen nach einer anfänglichen Phase der Gewichtsreduktion erneut zu (Jo-Jo-Effekt). In diesen Fällen können operative Techniken häufig eine Gewichtsreduktion erreichen und auch dauerhaft garantieren. Folgekrankheiten der Adipositas lassen sich so vermeiden, was nachweislich die Lebenserwartung der Patienten erhöht. Im Team legen wir die Indikation für das spezielle Verfahren fest und besprechen das weitere Vorgehen selbstverständlich ausführlich mit unseren Patienten. Uns stehen alle operativen Verfahren (unter anderem Magenballon, Magenband, Schlauchmagen, Bypass und BPD) zur Verfügung.

Die Stadtklinik Bad Wildungen hat es sich zur Aufgabe gemacht, betroffenen Menschen individuelle und wirkungsvolle Hilfen anzubieten, damit sie nicht nur abnehmen, sondern anschließend ihr reduziertes Gewicht auch dauerhaft halten können. Eine erfolgreiche Therapie setzt eine hohe Motivation und Kooperationsfähigkeit aller Beteiligten voraus.

Darüber hinaus ist auch die plastisch-ästhetische Korrektur der durch die Gewichtsabnahme überschüssigen Hautanteile in unserem Hause möglich.

Magenballon

Was ist der Magenballon?

Der Magenballon besteht aus einem weichen und dehnbaren Ballon. Über einen Einsatzschlauch wird dieser im Magen platziert und über ein Füllsystem mit einer Kochsalzlösung gefüllt. Im gefüllten Zustand ist der Ballon zu groß, um in den Darm zu wandern und verbleibt somit im Magen.

Wie funktioniert der Magenballon?

Durch den Ballon wird eine Vorfüllung des Magens erreicht. Der Patient benötigt dadurch weniger Nahrung, bis sich ein Sättigungsgefühl einstellt.

Wie wird der Magenballon im Magen eingesetzt?

Der Ballon wird im kompakten, ungefüllten Zustand durch den Mund in den Magen eingeführt. Ein chirurgischer Eingriff ist hierfür nicht erforderlich. Der Schluckprozess wird durch eine Oberflächenanästhesie zur Betäubung des Kehlbereichs erleichtert. Sobald sich der Ballon im Magen befindet, wird er durch einen kleinen, am Ballon angebrachten Füllschlauch (Katheter) mit einer sterilen Kochsalzlösung gefüllt. Nach dem Füllvorgang entfernt unser Arzt den Katheter. Der Ballon ist mit einem selbstdichtenden Ventil ausgestattet und schwimmt jetzt frei im Magen.

Welchen Vorteil bietet die Methode?

Der gesamte Eingriff dauert in der Regel nicht länger als 30 Minuten. Nach einer kurzen Beobachtungsphase wird unser Patient am gleichen Tag wieder entlassen.

Der Magenballon wird nach 3 bis 6 Monaten wieder entfernt.

Magenband

Das Magenband ist eine operative Therapiemöglichkeit, um eine Gewichtsreduktion zu erreichen. Durch ein Magenband wird der Magen im oberen Anteil eingeengt, sodass ein sogenannter Vormagen entsteht.

Wird dieser Vormagen mit wenig Speise gefüllt, dehnt sich die Magenwand und es entsteht ein schnelles und lang anhaltendes Sättigungsgefühl. Dadurch isst der Patient deutlich weniger als zuvor. Das Magenband stellt eine dauerhafte Maßnahme zur langfristigen Gewichtsabnahme dar.

Wie wird das Magenband platziert?

Das Magenband wird im Rahmen einer Bauchspiegelung (Laparoskopie, minimalinvasive Technik) knapp unterhalb des Mageneingangs platziert. Der Patient befindet sich dabei unter einer Vollnarkose. Der Magen wird in einen Vormagen - in der Fachsprache „Pouch" genannt - mit einem Fassungsvermögen von 20 bis 30 ml und einen Restmagen geteilt. Die schnelle Füllung des Vormagens führt zu einem raschen Sättigungsgefühl. Außerdem wird der Patient gezwungen, sehr gut zu kauen, denn nur die breiige, gut zerkaute Speise kann durch die verbleibende Öffnung in den Restmagen zur weiteren Verdauung wandern.

Das Magenband besteht aus einem weichen Silikonring, der über einen Schlauch mit einer sogenannten Portkammer verbunden ist. Nach dem Eingriff kann das Magenband über diese Portkammer gefüllt und damit seine Größe individuell an die Bedürfnisse des Patienten angepasst werden. Die Portkammer wird unter der Haut (subkutan), die über dem geraden Bauchmuskel liegt, platziert. Dadurch entstehen nach der Operation keinerlei Einschränkungen für sportliche Tätigkeiten.

Nur bei dieser Methode kann auch nach dem Eingriff eine Feineinstellung des Magenbands ohne eine weitere Operation durchgeführt werden. Man spricht auch von einem „steuerbaren Magenband“ (englisch: „laparoscopic adjustable gastric banding“, kurz „LAGB“).

Welchen Vorteil bietet die Methode?

Das Einbringen eines Magenbands ist das risikoärmste operative Verfahren der bariatrischen Chirurgie und zeichnet sich dadurch aus, dass weder Magen noch Darm verletzt oder Teile entfernt werden.  Der gesamte Magen-Darm-Trakt kann unverändert Vitamine und Spurenelemente aufnehmen.

Wer profitiert von einem Magenband?

In der Regel ziehen Menschen mit einem Übergewicht ab einem BMI-Wert von 35 den größten Nutzen vom Einsetzen eines Magenbandes.

Ob diese Methode für Sie in Frage kommt, klären wir gemeinsam in einem ausführlichen Gespräch. Bitte stellen Sie uns auch alle Ihre Fragen.

Schlauchmagen

Für die Herstellung eines Schlauchmagens entfernt der Operateur den größten Teil des Magens. Übrig bleibt ein schmaler Schlauch, in den naturgemäß viel weniger Nahrung passt als vor der Operation. Die bis jetzt vorliegenden Ergebnisse zur Wirksamkeit des Eingriffs weisen darauf hin, dass der Schlauchmagen mit einer Reduktion des Übergewichts um durchschnittlich 60 Prozent ebenso wirksam ist wie der Magenbypass.

Wie funktioniert der Schlauchmagen?

Durch das stark reduzierte Volumen ist der Magen schneller gefüllt. Der Patient fühlt sich dadurch schon nach kleinen Portionen gesättigt. Hinzu kommt, dass der verkleinerte Magen auch weniger vom Hungerhormon Ghrelin und Leptin produziert. Dadurch wird der Appetit zusätzlich verringert.

Wie wird der Schlauchmagen platziert?

Der Schlauchmagen hat nach durchgeführter Operation die gleiche Position im Körper wie zuvor der komplette Magen.

Welchen Vorteil bietet die Methode?

Anders als beim Magenbypass bleibt die Funktion des Magens weitgehend unverändert. Daher können die Patienten weiterhin fast normal essen - nur eben weniger. Der Eingriff ist kürzer und schonender als eine Magenbypass-Operation.

Wer profitiert von einem Schlauchmagen?

Ein Schlauchmagen ist für stark übergewichtige Menschen ab einem BMI von 40 eine Option. Bei zusätzlichen Erkrankungen wie Diabetes (Zuckerkrankheit), die sich durch eine Gewichtsabnahme bessern könnten, wird ein Schlauchmagen auch ab einem BMI von 35 gelegt.

Magenbypass

Bei der Magenbypass-Operation handelt es sich um eine operative Therapiemöglichkeit zur Gewichtsreduzierung. Normalerweise gelangt der vorverdaute Speisebrei durch den Magen in den Zwölffingerdarm. Dort wird er mit den Verdauungssäften aus Bauchspeicheldrüse und Galle verwertet. Durch die Umleitung der Verdauungssäfte, die zur Fettverdauung nötig sind, kommt es zu einer deutlich reduzierten Fettaufnahme.

Wie funktioniert der Magenbypass?

Bei der Magenbypass-Operation werden ein großer Teil des Magens und ein Stück des Dünndarms entnommen. Der Restmagen und der Restdünndarm werden wieder miteinander verbunden. Somit wird die Nahrungspassage verkürzt und es wird weniger Nahrung verdaut. Durch die Vermeidung des Zwölf-Finger-Darms in der Passage verbessert sich bei Diabetikern die Situation bereits vor einer entsprechenden Gewichtsabnahme.

Wie wird der Magenbypass platziert?

Der Magenbypass hat nach erfolgter Operation die gleiche Position im Körper wie vorher der komplette Magen.

Welchen Vorteil bietet die Methode?

Der kleine Restmagen wird mit dem restlichen Dünndarm verbunden, sodass die Nahrungspassage zwar verkürzt, aber ansonsten ungestört bleibt (sogenannter alimentärer Schenkel). Schließlich wird der Verdauungsschenkel ca. 100 cm hinter der „neuen“ Magen-Dünndarmverbindung seitlich wieder angenäht, sodass die Verdauungssäfte erst später in den Darm fließen. Dadurch wird die Fettverdauung um ca. 40 % reduziert.

Wer profitiert von einem Magenbypass?

In der Regel profitieren Menschen mit Diabetes und Übergewicht ab einem BMI-Wert von 40 am meisten von der Operation.

Weiterhin gut versorgt: Ihre Weiterbehandlung / Nachsorge

Die unmittelbare postoperative Weiterbehandlung und die Besonderheiten besprechen wir ausführlich mit Ihnen. Die für einen nachhaltigen Erfolg unerlässliche dauerhafte Nachbehandlung ist durch unsere Kooperation mit Spezialisten im niedergelassenen Bereich gesichert.

Weitere Informationen

Wir sind Mitglied des Experten-Netzwerk-Adipositas. Hier finden Sie umfassende Informationen:

www.experten-netzwerk-adipositas.de

Weitere Informationen

Hier finden Sie unsere Flyer zum Download

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