Psychosomatische Medizin und Psychotherapie

Psychosomatische Rehabilitation ist…

…ganzheitliche Medizin. Sie folgt der Vorstellung, dass man erkrankte Menschen nur verstehen kann, wenn man seelische Belastung, körperliche Beeinträchtigung und die Lebensrealität, in der sie zurechtkommen müssen, gemeinsam betrachtet.

…teilhabe-orientiert. Im Zentrum steht nicht die Frage nach Symptomen oder erkrankten Organen, sondern die Frage, was nötig ist, damit das, was im Leben wichtig ist, wieder besser gelingen kann.

…Befähigungs-Medizin. Menschen sollen etwas dazulernen können über die Hintergründe ihrer Erkrankung und für die langfristige selbstfürsorgliche Bewältigung ihrer anstehenden Lebensaufgaben.

…Beziehungs-Medizin. Ihre wichtigsten Wirkfaktoren entfalten sich im Miteinander.

Wir möchten einen Raum schaffen, in dem Sie sich Ihren wichtigsten Fragen stellen können, wir möchten Sie begleiten bei der Suche nach einer Antwort und dafür sorgen, dass dies auch mit Erholung, Spaß und Begegnung verbunden ist.

Luftaufnahme, Klinik im Herzen Bad Schwartaus
Asklepios Klinik Am Kurpark Bad Schwartau

Was spricht für eine psychosomatische Reha in Bad Schwartau?

Wir sind eine junge Abteilung in einer renommierten Reha-Klinik eines großen überregionalen Trägers und legen Wert auf funktionierende Teamprozesse und eine Orientierung der Behandlung an den gemeinsam mit unseren Patientinnen und Patienten erarbeiteten Zielen und langfristigen Therapieeffekten.

Durch unterschiedliche in unserem Team vorgehaltene Kompetenzen können wir eine Versorgung auf hohem Niveau sicherstellen: Facharztqualifikationen für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Psychiatrie und Psychotherapie, Physikalische und Rehabilitative Medizin und Innere Medizin, psychotherapeutische Ausbildungen in allen wissenschaftlich anerkannten Therapieschulen (Verhaltenstherapie, tiefenpsychologische Therapie, systemische Therapie, sowie Traumaspezifische Psychotherapie) sowie weitere Zusatzqualifikationen in den Bereichen Ergotherapie und Physio-, Sport- und Bewegungstherapie ermöglichen uns auch in Zusammenarbeit mit den anderen Fachabteilungen, einem ganzheitlichen Behandlungsansatz gerecht zu werden.

Die Lage unserer Klinik ist außergewöhnlich in unmittelbarer Nähe des Stadtzentrums von Bad Schwartau ebenso wie dem Wald und den Wegen des wunderschönen Kurparks. Die historische Hansestadt Lübeck und die Ostsee mit ihren Stränden sind nah und das Asklepios Gesundheitszentrum kann außerhalb der Therapiezeiten von unseren Patientinnen und Patienten jederzeit zusätzlich genutzt werden.

Indikationen

Depression

Depressiv erkrankte Menschen sind nicht einfach nur traurig, sondern psychisch, körperlich und zwischenmenschlich erheblich eingeschränkt. Zu den typischen Symptomen gehören Antriebs-, Konzentrations- und Schlafstörung, Interesseverlust, sozialer Rückzug, Selbstwertprobleme, Grübeln, Hoffnungslosigkeit, Dünnhäutigkeit, Reizbarkeit, Müdigkeit und Erschöpfung. Hinzu kommen häufig auch z. T. deutlich beeinträchtigende körperliche Begleitsymptome wie Kopfschmerzen, Schulter-Nacken-Verspannungen, Luftnot, Engegefühle in der Brust, Bauchweh, Rückenschmerzen, Zittern, Schwindel oder Schweißausbrüche. Diese Einschränkungen führen dazu, dass Menschen sich einigeln, sich Beziehungen verschlechtern und sie ihre Alltagsaufgaben nicht mehr so gut bewältigen können, was teufelskreisartig zu einer weiteren Verschlechterung der Erkrankung führen kann. Die Betroffenen verstehen oft nicht, was mit ihnen los ist, weil auf den ersten Blick keine Ursache erkennbar scheint und sie fühlen sich auch nicht selten von ihrer Familie, ihren Freunden und den Kollegen bei der Arbeit unverstanden und ausgegrenzt, was neben dem sozialen Rückzug ebenfalls ein Fortschreiten der Störung befördert. In dieser Situation ist es oft hilfreich, aus dem eigenen sozialen Umfeld einmal heraus zu kommen, die Teufelskreise zu unterbrechen, sich mit anderen Betroffenen auszutauschen und auf eine aktive Bewältigung hinzuarbeiten. Die wichtigsten Behandlungsansätze sind: Psychotherapie, Sport und Bewegung, Entspannung, wieder auf andere Menschen zugehen, klären, was wichtig ist und sich erreichbare Ziele setzen und ggf. eine antidepressive Pharmakotherapie.

Körperliche Beschwerden

Unangenehme und einschränkende körperliche Beschwerden und Schmerzen können viele unterschiedliche Ursachen haben – körperlich-organmedizinische ebenso wie psycho-soziale. Gerade bei chronischen Störungen sind es oft mehrere Einflußfaktoren, die zusammenwirken und sich gegenseitig ungünstig beeinflussen, wie z. B. bei chronischen Rückenschmerzen, bei denen neben degenerativen Veränderungen am Achsenskelett, Trainingsmangel, muskulären Verspannungen und Fehlhaltungen auch innere Anspannung, Stressbelastung, soziale Konflikte und ggf. eine begleitende psychische Erkrankung, die zu einer Erhöhung der Schmerzwahrnehmung führt eine Rolle spielen. Körperliche Beschwerden wie z. B. Schwindel, Luftnot, Beklemmungsgefühle in der Brust, Bauchweh, Durchfall, Zittern, Schweißausbrüche, muskuläre Verspannungen, Erschöpfung und Mattigkeit sind häufiger Ausdruck seelischer und Stress-Belastung und darüber hinaus nicht ausnahmsweise, sondern typischerweise beeinträchtigende Begleitsymptome vieler psychischer Erkrankungen. Und es gibt psychosomatische Störungsbilder, bei denen die körperlichen Beschwerden im Erleben der Betroffenen ganz im Vordergrund stehen, die Beschäftigung damit viel Raum im Alltagsleben einnimmt und diese zu erheblichen Beeinträchtigungen führen (sog. Somatoforme bzw. somatische Belastungs-Störungen). So kommt es bei der Behandlung darauf an, einen vollständigen Blick auf die unterschiedlichen Aspekte zu gewinnen („bio-psycho-sozial“), um daraus mögliche Behandlungsoptionen abzuleiten. Gerade das Zusammenspiel ganz unterschiedlicher Ansätze (z. B. Muskelaufbau, Entspannung, Ausdauertraining, Klärung der beruflichen Perspektive, medikamentöse Schmerztherapie, Psychotherapie) kann so zum Erfolg führen.

Angst

Ängste sind nicht zwangsläufig Zeichen einer psychischen Erkrankung – sie können auch normale und angemessene Reaktion auf eine reale Bedrohung sein (z. B. bei Gewalterfahrung, Erpressung oder einer lebensbedrohlichen Herzerkrankung), die gleichwohl bewältigt werden will. Davon abzugrenzen sind krankheitswertige Angststörungen, bei denen das Ausmaß der erlebten Angst zu erheblichen Einschränkungen im Alltag führt, die jedoch in keinem angemessenen Verhältnis (mehr) zur Auslösung stehen. Diese können sehr unterschiedliche Ausprägungen haben, z. B. Panikattacken „aus heiterem Himmel“ ohne erkennbaren Auslöser, starke Ängste in bestimmten Situationen mit Vermeidungsverhalten (wie engen Räumen oder in Menschenmengen), Angst vor bedrohlicher körperlicher Erkrankung oder ein andauerndes sorgenvolles Grübeln mit katastrophisierenden Befürchtungen und durchgehendem Angstgefühl. Typischerweise leiden die Betroffenen auch unter den mit der Angst verbundenen körperlichen Begleitsymptomen. Angststörungen können oft mit gutem Erfolg psychothertapeutisch behandelt werden. Dabei kommt es vor allem darauf an, der Angst nicht aus dem Weg zu gehen, sondern sich gezielt, bewusst und aktiv mit ihr auseinander zu setzen. Auch gibt es Möglichkeiten der medikamentösen Unterstützung, wobei darauf zu achten ist, dass bestimmte Präparate (z. B. Benzodiazepine) allenfalls nur sehr kurzfristig eingenommen werden sollten wegen der Gefahr der Abhängigkeitsentwicklung, während es andere gibt, die bei gegebener Indikation auch längerfristig eingenommen werden können (z. B. bestimmte Antidepressiva).

Trauma

Von einem „Trauma“ bzw. einer „Traumatisierung“ in einem psychotherapeutischen Sinne spricht man, wenn Menschen einmalig oder wiederholt eine existenzielle Bedrohung erlebt haben, die sie mit dem Gefühl großer Ohnmacht und Hilflosigkleit konfrontiert hat. Solche Erlebnisse bergen die Gefahr einer psychischen Erkrankung, i. B. dann, wenn die Bedrohung sehr schwerwiegend war, wenn sie über einen längeren Zeitraum wiederholt oder schon früh im Leben stattfand oder wenn sie gezielt von anderen Menschen ausging. Die Folgen einer Traumatisierung können sehr unterschiedlich sein und hängen nicht nur von der Schwere des Erlebten ab, sondern z. B. auch von individuellen Bewältigungskompetenzen und haltgebender äußerer Unterstützung (sog. Resilienzfaktoren): so entwickeln manche Menschen keine Beschwerden, manche eine psychosomatische Erkrankung (z. B. eine depressive, eine somatoforme oder eine Angst-Störung, die man dann auch als „Traumafolgestörung“ bezeichnen kann), manche eine sog. „Posttraumatische Belastungsstörung“ (eine schwere psychische Erkrankung u. a. mit sog. Flashbacks und Intrusionen, die durch Triggerreize im Alltag ausgelöst werden können) und in manchen Fälle kommt es sogar zu „anhaltenden Persönlichkeitsveränderungen nach Extrembelastung“. Für Störungen, denen eine Traumatisierung ursächlich zugrunde liegt, wurden in den vergangenen Jahren besondere Behandlungstechniken entwickelt, die zu einer deutlichen Verbesserung der Versorgung geführt haben. Dabei geht es zum einen darum, das traumatische Erleben in kleinen Schritten so durchzuarbeiten, dass das immer wiederkehrende, sich gegen den eigenen Willen im Hier und Jetzt aufdrängende Wiedererinnern stabil in die Vergangenheit verschoben werden kann („Exposition“ bzw. „Konfrontation“) und zum anderen, Techniken zu erlernen, mit denen sich die Menschen aus eigener Kraft im inneren Gleichgeicht halten können („Stabilisierung“).

Lebensbelastungen

Vieles von dem, was im Leben schwer ist, kann die Bewältigung von Menschen überfordern, gerade dann, wenn mehrere Belastungen zusammenkommen. Dabei kann es gehen um die Verarbeitung von schweren Verlusten (z. B. eines geliebten Menschen oder des Arbeitsplatzes), zugespitzter familiärer Konflikte, schwerer körperlicher Erkrankung, Burnout nach hoher Verausgabung, Mobbing und Ausgrenzung am Arbeitsplatz, Überschuldung oder existenzieller Bedrohungssituationen. Wenn sich darunter psychosomatische Erkrankungen entwickeln, ist das jedoch kein Zeichen von persönlicher Schwäche oder eine Schande, die im Verborgenen bleiben muss, sondern ein Moment im Leben, in dem es wichtig sein kann, bei der Überwindung einer schweren Lebensbelastung professionelle Unterstützung in Anspruch zu nehmen, um einer Chronifizierung vorzubeugen und einen Weg in die Zukunft zu finden. Es geht darum, wieder Kraft zu tanken, die eigenen Bewältigungs- und Selbstfürsorge-Fähigkeiten und das Selbstwerterleben zu stärken, wieder Vertrauen in den eigenen Körper und die eigene Leistungsfähigkeit zu gewinnen, den Fokus wieder auf das zu richten, was im Leben wichtig ist und für das sich der Einsatz lohnt, aber auch darum, Verlorenes zu betrauern und Resignation zu überwinden, um den Blick wieder nach vorne richten zu können. Hierfür bietet die psychosomatische Rehabilitation einen geeigneten Rahmen.

Berufliche Problemlagen

Aus drei Gründen ist es wichtig, dass im Rahmen einer Rehabilitationsbehandlung eine besondere berufsbezogene Schwerpunktsetzung möglich ist: zunächst können berufliche Belastungen (z. B. Stress, Mobbing, Burnout, schlechte Beziehungen und schlechtes Führungsverhalten am Arbeitsplatz, Situationen von Überforderung und Kontrollverlust, unpassende Anforderungen, Arbeitslosigkeit) zur Verursachung psychosomatischer Störungen beitragen. Daneben wissen wir, dass gelingende Berufstätigkeit der Gesundheit im Sinne eines Schutzfaktors zuträglich ist, selbst dann, wenn die Arbeit als anstrengend wahrgenommen wird (während Arbeitslosigkeit einen gesundheitlichen Risikofaktor darstellt). Und schließlich hat die sog. Teilhabeorientierung einen besonderen gesetzlich verankerten Stellenwert, was dazu führt, dass es bei Reha-Maßnahmen weniger um die kurzfristige Besserung vom Symptomen geht, sondern mehr um die Frage, was nötig ist, damit das, was den Menschen im Leben wichtig ist wieder besser gelingt – und hierbei spielt gelingende Berufstätigkeit ebenfalls eine große Rolle. Von einer „besonderen beruflichen Problemlage“ spricht man vor allem dann, wenn Menschen lange oder oft arbeitsunfähig oder arbeitslos sind, wenn sie selbst Zweifel haben, ob sie überhaupt wieder arbeiten können oder wenn eine Erkrankung auch auf längere Sicht dazu führt, dass sie ihre bisherige Arbeit wahrscheinlich nicht wieder werden aufnehmen können. Für solche Fälle werden eine Reihe von Behandlungsbausteinen vorgehalten, die der praktischen und emotionalen Klärung berufsbezogener Problemfelder und der Erarbeitung von Lösungsansätzen vor dem Hintergrund beruflicher Anforderungen dienen, einschließlich Überlegungen zu einer ggf. erforderlichen beruflichen Neu-Orientierung. Hierzu gehört auch eine sog. Sozialmedizinische Leistungsbeurteilung, in der differenziert beschrieben wird, wie sich die gefundenen krankheitsbedingten funktionellen Einschränkungen auf die Bewältigung beruflicher Anforderungen auswirken.

Therapeutische Angebote

Gruppentherapie
Gruppentherapie © iStock-1331319575

Multimodale Therapie

Die Rehabilitationsbehandlung findet „multimodal und interdisziplinär“ statt, d. h. unter ärztlicher Leitung zusammengesetzt aus vielen unterschiedlichen Bausteinen, die gemeinsam ein Ganzes ergeben.

Therapiebausteine

Ärztliche Visiten

Alle Rehabilitand*innen haben zunächst eine persönlich für sie zuständige Ärzt*in, die sie

  • aufnimmt,
  • körperlich untersucht,
  • Diagnostik und Vorbefunde beurteilt,
  • die Reha-Ziele gemeinsam festlegt,
  • die Behandlung plant,
  • regelmäßige Visiten durchführt,
  • den Informationsaustausch im Reha-Team moderiert,
  • die Therapie im Verlauf ggf. anpasst,
  • in der Abschlussuntersuchung das Behandlungsergebnis festhält,
  • die sozialmedizinische Leistungsbeurteilung bespricht,
  • die Nachsorge bahnt
  • und sie auf die Zeit nach der Reha vorbereitet.

Neben der Aufgabe, den Rehabilitationsprozess insgesamt gemeinsam mit den Patient*innen zu steuern, sind die Ärzt*innen soweit erforderlich auch zuständig für die medikamentöse Behandlung und die integrierte Therapie begleitender körperlicher Störungen.

Einzel- und Gruppen-Psychotherapie

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© iStock-1180946984

Das psychotherapeutische Angebot besteht im Kern aus zwei Bausteinen:

  • den wöchentlichen Einzelgesprächen mit der Bezugs-Psychotherapeut*in und
  • den zweimal wöchentlichen Gruppenpsychotherapiesitzungen.

Neben einem vertieften Verständnis für die Hintergründe der Erkrankung geht es um die Stärkung des Selbstwerterlebens und der Selbstwirksamkeitserwartung, Ressourcenaktivierung, Bearbeitung dysfunktionaler Verhaltens- und Beziehungsmuster, den Aufbau von Verhaltensalternativen und die Förderung der Bewältigungskompetenz, sowie die Minderung der krankheitsbedingten Folgen für Aktivität und Teilhabe in Beruf und Familie. Alle Angebote folgen einer wissenschaftlichen Grundlage und werden ständig weiterentwickelt und leitungsseits begleitet.

Physio-, Sport- und Bewegungstherapie

Diese auf den ersten Blick rein körperbezogenen Behandlungsbausteine stellen eine tragende Säule in der Rehabilitation psychosomatischer Störungen dar und spielen eine große Rolle bei der Stärkung selbstfürsorglicher Kompetenzen und der langfristigen Sicherung des Reha-Erfolges. Regelmäßige körperliche Aktivität, Ausdauersport, Koordinations- und Muskelaufbautraining haben nicht nur erhebliche Auswirkungen auf den Verlauf körperlicher Erkrankungen (z. B. an Herz, Lunge, Bewegungsorganen oder Stoffwechsel), sondern sie helfen auch bei einer ganzen Reihe seelischer Störungen (z. B. Depression, Ängste, somatoforme und chronische Schmerz-Störungen). So stärken sie nicht nur die Gesundheit, die funktionelle Leistungsfähigkeit und das Wohlbefinden, sondern sie verlängern auch die Lebensspanne und unterstützen bei der Bewältigung von Stress und innerer Anspannung und fördern ein gutes Körpergefühl und das innere Gleichgewicht.

Entspannung

Die Fähigkeit, sich aktiv entspannen zu können, gehört zu den wichtigen Grundlagen für die selbstfürsorgliche Bewältigung eines belastenden Alltags, weshalb das Erlernen eines effektiven Entspannungsverfahrens (z. B. Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson oder Autogenes Training) grundsätzlich zum therapeutischen Angebot in der psychosomatischen Rehabilitation gehört. Diese Übungen können Sie nach der Rehabilitation auch ganz einfach zu Hause machen.

Psychoedukative Seminare

Seminar
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Vieles von dem, was im Leben schwer ist, kann die Bewältigung von Menschen überfordern, gerade dann, wenn mehrere Belastungen zusammenkommen. Dabei kann es gehen um

  • die Verarbeitung von schweren Verlusten (z. B. eines geliebten Menschen oder des Arbeitsplatzes),
  • zugespitzter familiärer Konflikte,
  • schwerer körperlicher Erkrankung,
  • Burnout nach hoher Verausgabung,
  • Mobbing und Ausgrenzung am Arbeitsplatz,
  • Überschuldung oder
  • existenzieller Bedrohungssituationen.

Wenn sich darunter psychosomatische Erkrankungen entwickeln, ist das jedoch kein Zeichen von persönlicher Schwäche oder eine Schande, die im Verborgenen bleiben muss, sondern ein Moment im Leben, in dem es wichtig sein kann, bei der Überwindung einer schweren Lebensbelastung professionelle Unterstützung in Anspruch zu nehmen, um einer Chronifizierung vorzubeugen und einen Weg in die Zukunft zu finden. Es geht darum, wieder Kraft zu tanken, die eigenen Bewältigungs- und Selbstfürsorge-Fähigkeiten und das Selbstwerterleben zu stärken, wieder Vertrauen in den eigenen Körper und die eigene Leistungsfähigkeit zu gewinnen, den Fokus wieder auf das zu richten, was im Leben wichtig ist und für das sich der Einsatz lohnt, aber auch darum, Verlorenes zu betrauern und Resignation zu überwinden, um den Blick wieder nach vorne richten zu können. Hierfür bietet die psychosomatische Rehabilitation einen geeigneten Rahmen.

Kreativtherapie / Arbeitsplatztraining

Kreativtherapie
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Die ergotherapeutische Abteilung bietet für psychosomatische Rehabilitand*innen vor allem zwei Behandlungsbausteine an: zum einen die Kunst- und Kreativ-Therapie als einen die psychotherapeutische Behandlung ergänzenden und begleitenden Zugang zur emotionalen Wahrnehmungs- und Ausdrucksfähigkeit. Zum anderen das Berufsorientierte Werken (BOWIE) als funktionelles, arbeitsweltbezogenes Training, das vor allem für Patient*innen mit beruflichen Problemlagen gut geeignet ist, Perspektiven zu klären.

Sozialberatung

Das Team der Sozialberatung bietet die Möglichkeit, sich zu Fragen rund um die berufliche Situation, finanzielle Aspekte, Rente, Schwerbehinderung oder häusliche Versorgung beraten und bei Bedarf auch unterstützen zu lassen. Das Leistungsspektrum umfasst Einzelberatungen zu sozialen oder sozialrechtlichen Fragen, edukative Gruppenangebote und Organisation bzw. Schnittstellenmanagement zur beruflichen und sozialen Integration, z. B. im Hinblick auf die stufenweise Wiedereingliederung, die Vermittlung einer Reha-Fachberatung, Selbsthilfe- oder Reha-Sport-Gruppe und die Einleitung einer Nachsorgemaßnahme.

Ernährungsberatung

In Einzelberatungen, in Seminaren oder in der Lehrküche lernen Sie, welchen Einfluss ausgewogene Ernährung und Körpergewicht auf eine psychische Stabilität hat. Unsere Diätassistentinnen helfen Ihnen, einen gesunden Speiseplan zu entwickeln und wie Sie die Mahlzeiten einfach zubereiten können. Außerdem erhalten Sie verschiedene Informationen entsprechend Ihres Krankheitsbildes für zu Hause, beispielsweise bei Diabetes mellitus oder Osteoporose. Im Fokus steht der Spaß am Kochen, aber auch, wie das eigenständige und gesunde Kochen zu mehr Selbstfürsorge, Achtsamkeit und veränderten Verhaltensmustern führen kann.

Reha-Pflege

Über die pflegerisch-therapeutische Arbeit im engeren Sinne hinaus steht das Pflegeteam den Rehabilitand*innen oft als erster Ansprechpartner zur Verfügung

  • bei offenen Fragen,
  • medizinischen und organisatorischen Anliegen,
  • emotionaler Belastung und in seelischen Krisensituationen, b
  • eim Bieten eines haltgebenden Rahmens,
  • sowie für Information, Beratung, Aufklärung und Anleitung („holding-function“).

Gesundheitstraining und Patientenschulung

Ergänzt wird das therapeutische Angebot durch eine Reihe von grundlegenden Schulungsmaßnahmen, die nicht auf spezifische Störungsbilder abzielen, sondern allgemeine Themen einer gesunden und selbstfürsorglichen Lebensführung oder der Wissensvermittlung behandeln.

Freies Training und Freizeitprogramm

Möglichkeit, Leistungen im Asklepios Gesundheitszentrum in Anspruch zu nehmen, z. B. an Trainingsgeräten. Außerdem gibt es ein regelmäßiges, die Rehabilitation begleitendes Freizeitprogramm, z. B. mit Abendveranstaltungen oder Ausflügen.

Unser Team

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