Bluthochdruck (Arterielle Hypertonie)

Der Bluthochdruck (arterielle Hypertonie) ist eine Volkskrankheit. Nach Schätzungen der Deutschen Hochdruckliga sind etwa 20-30 Millionen Menschen in Deutschland betroffen. Häufig führen sehr hohe Blutdruckwerte, die mit akuten Beschwerden wie Kopfschmerzen und Schwindel einhergehen zu einer Krankenhauseinweisung. Aber auch ein nur moderat erhöhter Blutdruck kann dauerhaft zu Schäden an Gefäßen, Herz, Nieren, Gehirn und Augen führen.
Zur Behandlung des Bluthochdruckes stehen sehr wirksame Medikamente zur Verfügung. Manchmal aber gestaltet sich die Therapie schwierig. Im Zentrum für Herz-, Gefäß- und Diabetesmedizin stehen zwei von der deutschen Hochdruckliga anerkannte Experten zur Behandlung von Hochdruckpatientinnen und -patienten zur Verfügung, um die Diagnostik und Therapie nach dem neuesten Stand der Wissenschaft durchzuführen.

Ursachen

Die Ursachen sind vielfältig (Nierenerkrankungen, hormonelle Störungen, Schlafapnoesyndrom (Störung der Schlafarchitektur mit langen Aussetzern der Atmung und Sauerstoffentsättigung des Blutes)), bleiben aber in über 90% der Fälle zunächst unklar (primär, bzw. essenziell). Neben genetischen Faktoren spielen vor allem Übergewicht, Stress, Alkoholkonsum und Bewegungsmangel eine nicht unerhebliche Rolle und geben Ansatzpunkte für nachhaltig wirksame Allgemeinmaßnahmen (Lebensstiländerung).

Behandlung: wann und wie?

Vor der Einleitung einer Behandlung stehen zunächst umfangreiche diagnostische Maßnahmen zur Ursachenabklärung im Vordergrund. Neben einigen Laboruntersuchungen (Blut und Urin) kommen in unserer Klinik verschiedene bildgebende Verfahren zur Erkennung von Organschäden zum Einsatz (Echokardiographie, Sonografie, Farbduplexsonographie der Gefäße).

Die Grenzwerte zur Einleitung einer Behandlung, bzw. Zielwerte unter Behandlung sind klar definiert. Bei allen Hypertonikern soll der Blutdruck zumindest unter 140/90 mmHg gesenkt werden.

In manchen Fällen lässt sich der Blutdruck allerdings auch nach Ausschöpfung aller medikamentöser Therapieoptionen nicht in einen akzeptablen Bereich senken. Hier stehen im Einzelfall auch invasive Therapieoptionen zur Verfügung (Behandlung von Nierenarterienstenosen, Radiofrequenzablation von Nierengefäßen in ausgewählten Fällen).

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