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Bild: Mehrsprachige Grafik zum Besuchsverbot in den Asklepios Kliniken

Gelenkarthrose

Als Arthrose bezeichnet man die Abnutzung der Gelenke. Den einen Auslöser für die Verschleißerkrankung gibt es nicht. Beim einen sind es vielleicht körperliche Gründe, zum Beispiel eine angeborene Fehlstellung oder Übergewicht. Andere trifft es nach einem Unfall oder einem Knochenbruch. Aber auch chronisch entzündliche Erkrankungen wie Rheuma spielen eine wichtige Rolle. Gemeinsam ist aber eines: die Patienten leiden an Schmerzen, die mit dem Fortlauf der Krankheit immer schlimmer werden.

Wir helfen Ihnen bei

 

  • Kniegelenkarthrose
  • Hüftgelenkarthrose
  • Schultergelenkarthrose
  • Arthrose des Sprunggelenks

Der erste Schritt: Die richtige Diagnostik

Um die richtige Behandlungsentscheidung für Sie zu treffen, nutzen wir folgende Möglichkeiten. Zum einen untersuchen wir Sie gründlich, um den Schweregrad Ihrer Arthrose festzustellen. Dazu stehen uns verschiedene bildgebende Verfahren wir Röntgen, MRT oder CT sowie das ansässige Labor zur Verfügung. Außerdem führen wir ein ausführliches Anamnesegespräch mit Ihnen. Dabei können Sie uns mitteilen, wie stark Ihre Schmerzen sind, wann sie genau auftreten und wie eingeschränkt Sie sind. Aus diesen Informationen entwickeln wir eine individuelle Behandlungsstrategie für Sie.

Genau auf Sie abgestimmt: Unser Behandlungsangebot

Wir versuchen, wann immer es sinnvoll ist, konservativ zu behandeln. Dazu gehören zum einen Medikamente, die die Schmerzen lindern, zu anderen Physiotherapien, um die Muskeln zu kräftigen und die Gelenke zu stützen. Die Übungen können häufig auch gut zu Hause weitergeführt werden.

Operativ

Erst wenn alle Möglichkeiten ausgeschöpft sind oder das Gelenk zu stark geschädigt ist, denken wir gemeinsam mit dem Patienten über eine Operation nach. Dabei bedeutet eine Operation zumeist eine Arthroskopie, ergänzt von verschiedenen Knorpeltherapien und Achsbegradigungen. Falls auch das nicht mehr ausreichend erscheint, gibt es den künstlichen Gelenkersatz, die sogenannte Endoprothetik.

Künstlicher Gelenkersatz: Hüfte, Knie, Schulter und Ellenbogen

Hüftendoprothetik

Bei der Hüftarthrose ist der Knorpelüberzug von Hüftkopf und Hüftpfanne abgerieben. Im Zeitverlauf verliert das Gelenk seine Passform, der Knochen bildet an den Rändern knöcherne Anbauten und es entstehen Abriebprodukte, die zunehmend Schmerzen verursachen. Neben den anlagebedingten degenerativen Verschleißerscheinungen und der Hüfteinklemmung stellt die Hüftdysplasie eine häufige Ursache der Arthrose dar, welche bereits im frühen Lebensalter eine Operation notwendig macht. Dabei handelt es sich um eine angeborene Fehlstellung der Hüftpfanne. Ferner kann ein Unfall mit Zerstörung der Hüftpfanne oder des Hüftkopfes, zur Ausbildung einer Hüftarthrose führen.

Behandlungsmöglichkeiten

Bei beginnenden Beschwerden im Bereich des Hüftgelenks kann häufig noch mit konservativen Maßnahmen geholfen werden. Hierzu gehört eventuell eine Gewichtsreduktion, weil Übergewicht eine erhebliche zusätzliche Belastung für das Gelenk bedeutet. Ein Gehstock oder Pufferabsätze in den Schuhen können die Gehbelastung reduzieren. Auch die Einnahme antientzündlicher und schmerzunterdrückender Tabletten kann eine Beschwerdelinderung bringen. Eine Ergänzung zur medikamentösen Therapie ist die direkte Verabreichung von entzündungshemmenden Medikamenten in das Hüftgelenk. Krankengymnastik hilft, Schmerzen zu lindern und die Beweglichkeit zu verbessern.

Erst wenn solche Maßnahmen keinen Erfolg mehr haben oder wenn eine  gelenkerhaltende minimalinvasive Gelenkumformung nicht mehr sinnvoll ist, sollte der Einbau eines künstlichen Hüftgelenks überdacht werden. Die Alternativen in Form von Gelenkspiegelung oder chirurgischer Hüftluxation können ebenfalls in einigen Fällen den Einbau eines künstlichen Gelenks verzögern oder verhindern.

Wir bieten das gesamte Spektrum der modernen Hüftendoprothetik. Je nach Einzelfall kommen zementierte Hüftprothesensysteme (Pfanne und Hüftschaft werden einzementiert) oder zementfreie Systeme (zementfreie Verankerung der Pfanne und des Hüftschaftes) zum Einsatz.

In geeigneten Fällen werden Hüftendoprothesen in sogenannter "minimal-invasiver" OP-Technik eingesetzt, und zwar sowohl zementfreie als auch zementierte Modelle. Vorteile hierbei sind der kleinere Hautschnitt und die Präparation.

Die Nachbehandlung

Am 1. Tag nach der Operation stehen Sie unter Anleitung der Krankengymnasten bereits auf. Nach etwa fünf bis sechs Tagen ist der Patient soweit mobil, dass er kaum noch Hilfe benötigt. Nach circa acht Tagen kann eine Rehabilitationsbehandlung angeschlossen werden. Nach vierzehn Tagen werden die Hautnähte entfernt. Die Stöcke werden bei Verwendung eines zementfreien Implantates für sechs Wochen benötigt, um eine sichere Einheilung des Implantates zu gewährleisten. Die Arbeitsunfähigkeit beträgt je nach körperlicher Belastung 8 bis 12 Wochen.

Knieendoprothetik

Wenn der Gelenkknorpel am Kniegelenk stark abgenutzt ist und die Gelenkflächen zerstört sind, spricht man von einer Kniearthrose. Mit der Zeit kann das so heftige Schmerzen verursachen, dass die Nachtruhe gestört ist, dass Sie morgens länger brauchen, bis Sie Ihr Kniegelenk belasten können, sich Ihre Gehstrecke schmerzbedingt deutlich reduziert hat, oder Sie regelmäßig Schmerzmittel einnehmen müssen. Dann kann ein künstlicher Gelenkersatz sinnvoll sein.

Arzt bei einer Knieuntersuchung
Wir nehmen uns Zeit für eine differenzierte Diagnostik von Gelenkbeschwerden. - © www.asklepios.com

Unsere Behandlungsmöglichkeiten

Im Frühstadium der Arthrose können konservative Maßnahmen zu einer Besserung der Beschwerden führen. Hierzu gehören eine Übungsbehandlung zum Aufbau der Muskulatur und zur Gangschulung, gegebenenfalls Gewichtsreduktion, medizinische Anwendungen und eine medikamentöse Therapie mit schmerzlindernden Präparaten. Auch Schuhaußen- bzw. -innenranderhöhung oder Schienen können bei O- oder X-Bein sinnvoll sein. Wenn es trotz konservativer Maßnahmen oder anderer Operationen (z.B. Kniespiegelung, Umstellungsoperation, Knorpelzelltransplantation) zu keiner Minderung der Beschwerden kommt, kann die Versorgung mit einer Knieprothese eine Option sein.

OP einer navigierten Knieendoprothese
© Orthopädische Universitätsklinik Regensburg

Höchste Präzision durch moderne Operationstechnik

Während der Operation werden die abgenutzten Knorpelflächen an Oberschenkel- und Unterschenkelknochen des Kniegelenkes mit einem Implantat überkront, welches mittels Knochenzement stabil im Knochen verankert wird. Je nach Ausmaß der Arthrose wird nur ein Teil des Gelenks bzw. das komplette Gelenk ersetzt. Begleitende Achsfehlstellungen des Beines werden dabei, auch mit Hilfe eines Navigationssystems, exakt korrigiert. Diese Technik zur genauen Platzierung des Implantats haben wir in unserer Klinik entwickelt.

Spektrum Gelenkersatz am Knie
© Orthopädische Universitätsklinik Regensburg

Das Spektrum der endoprothetischen Versorgung

Von links nach rechts: (1) Unikondylärer Gelenkersatz (Schlitten), (2) Ersatz des Kniescheibengleitlagers, (3) und (4) bikondylärer Oberflächenersatz (Doppelschlitten) mit und ohne Erhalt des hinteren Kreuzbandes, (5) achsgeführte Prothese, (6) und (7) Tumorendoprothesen

Knie postoperative Physiotherapie
© Asklepios Klinikum Bad Abbach

Die Nachbehandlung

In den Tagen nach der Operation bewegen Sie das operierte Bein auf einer elektrischen Bewegungsschiene und mithilfe des Physiotherapeuten. Zugleich unternehmen Sie unter krankengymnastischer Anleitung ab dem ersten postoperativen Tag die ersten Gehversuche. Circa 7 Tage verbringen Sie bei uns auf Station. Im Anschluss empfehlen wir einen ambulanten oder stationären Aufenthalt in einer Rehabilitationseinrichtung, in der Regel für 3 Wochen.

Viele weitere Informationen zur Erkrankung und Behandlung finden Sie im Patientenratgeber „Die neue Knieschule“ von Prof. Dr. Dr. J. Grifka (Rowohlt-Verlag, ISBN 3-499-61025-6).
Auch die Möglichkeiten, selbst etwas zur Beschwerdebesserung und Nachbehandlung zu tun, sind dort im Einzelnen beschrieben.

Schulterendoprothetik

Bei einer Arthrose, also einer verschleißbedingten Erkrankung des Schultergelenks, besteht die Möglichkeit eines künstlichen Gelenkersatzes, ähnlich wie am Hüft- und Kniegelenk.
Zudem besteht die Möglichkeit des künstlichen Gelenkersatzes bei fortgeschrittenen Zerstörungen der Gelenke durch entzündlich-rheumatische Erkrankungen.

Unsere Behandlungsmöglichkeiten

Der Zustand der Weichteile (insbesondere der Sehnen) entscheidet über das zu implantierende Modell. Bei intakten Sehnen des Schultergelenkes läßt sich ein sogenanntes ungekoppeltes Endoprothesenmodell, bei völlig zerstörten Sehnen eine sogenannte bipolare Prothese einsetzen. Alternativ kann bei zerstörten Sehnen eine inverse Prothese in Frage kommen.
Alle Systeme sind verfügbar.

Die Nachsorge

Nach dem Einsetzen eines neuen Schultergelenks ist für 4 Wochen ein spezieller Verband erforderlich (Gilchristverband) . Während dieser Zeit wird bereits mit Krankengymnastik nach einem individuell erstellten Gymnastikplan begonnen.

Ellenbogenendoprothetik

Bei einer fortgeschrittenen Arthrose mit vollständig zerstörten Gelenkflächen hat sich eine Endoprothese des Ellbogens bewährt. Wir verwenden hier die Acclaim-Prothese, die in Abhängigkeit der Bandführung im Ellenbogengelenk gekoppelt oder ungekoppelt verwendet werden kann.

Auch bei schweren Destruktionen der Gelenkflächen ist hiermit in den meisten Fällen eine gute Beweglichkeit bei Schmerzbefreiung zu rechnen. Allerdings entspricht die Belastbarkeit eines solchen Kunstgelenkes nicht derjenigen eines gesunden Gelenkes. Gegenüber den Patienten mit chronischer Polyarthritis, die wegen des gleichzeitigen Befalles mehrerer Gelenke den betroffenen Arm meist nicht voll belasten, besteht bei anderen Patienten die Gefahr, dass sie wegen der durch den Gelenkersatz erzielten Schmerzfreiheit den operierten Arm zu stark belasten. Das Kunstgelenk des Ellbogens ist deswegen für belastende Arbeiten oder auch für Sportler nicht geeignet.

Weitere Infos finden Sie auf unserer Universitätsseite

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