
Anja Recker
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Operative Adipositastherapie
In diesem Video erläutert Chefarzt Dr. Mansfeld knapp die Adipositaschirurgie. Wichtig zu wissen ist, dass Adipositas eine chronische Erkrankung ist und sich nicht herausoperieren lässt. Trotz Operation bedarf Adipositas einer lebenslangen Behandlung: Die Therapie kann nur erfolgreich sein, wenn die Patient:innen ihre Gewohnheiten auch nach der Operation dauerhaft umstellen und insofern lebenslang daran arbeiten. © Asklepios
Aus unserer Sicht ist ein chirurgischer Eingriff angezeigt, wenn
In vertrauensvollen Gesprächen und ausführlichen Untersuchungen analysieren unsere Expert:innen im Adipositaszentrum zunächst die persönliche Situation und ziehen bei bestimmten Fragestellungen weitere Experten hinzu.
Wir führen im Adipositaszentrum alle Operationen minimalinvasiv mit der sogenannten Schlüssellochtechnik durch. Unsere Klinik verfügt über eine moderne Ausstattung, unter anderem mit 4K-/HD-Technologie.
Für unsere Patient:innen bedeutet das einen deutlich verkürzten Krankenhausaufenthalt, ein besseres kosmetisches Ergebnis und deutlich geringere Schmerzen nach der Operation.
Larissa Kraatz leidet seit ihrem 19. Lebensjahr an Übergewicht. Auch mehrere Diäten helfen ihr nicht beim Abnehmen. Eher im Gegenteil: Die junge Frau nimmt immer mehr zu. Als sie 147 Kilo wiegt, zieht sie die Notbremse und geht ins Adipositaszentrum. © Asklepios
Bei diesem Verfahren wird der größte Teil des Magens (ca. 80 %) entfernt. Übrig bleibt ein schlauchförmiger Restmagen, der dann nur noch geringe Nahrungsmengen aufnehmen kann. Das Sättigungsgefühl tritt schneller ein. Gleichzeitig wird der Teil des Magens entfernt, in dem das Hungerhormon Ghrelin gebildet wird. Dadurch haben die Patienten zumindest in der ersten Zeit nach der Operation ein geringes Hungergefühl und seltener Heißhungerattacken.
Vorteile:
Nachteile:
Ein Bypass-Verfahren, bei dem eine neue Nahrungspassage gebildet wird, eignet sich besonders für Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 und Refluxösophagitis.
Der Magen wird in einen schmalen, verkürzten Schlauchmagen und einen Restmagen, der im Körper verbleibt und weiterhin Verdauungssäfte produziert, aufgeteilt. Der neue kleinere Magen wird dann mit einer rund zwei Meter weiter unten liegenden Dünndarmschlinge seitlich verbunden. Die Nahrung durchquert somit nur noch den neu gebildeten Magen sowie einen Teil des Darms. Der andere Teil des Darms sowie der Restmagen werden somit umgangen und kommen mit der Nahrung nicht mehr in Kontakt.
Sowohl die Nahrungsmenge, die pro Mahlzeit eingenommen werden kann, als auch die Verwertung der Nahrung verringern sich. Es kann eine mittlere Gewichtsabnahme von ca. 60–80 % des Übergewichts erreicht werden.
Vorteile:
Nachteile:
Bei diesem Magenbypass wird der Magen in zwei Teile getrennt: eine kleine Magentasche, an die der Dünndarm direkt angenäht wird, und den Restmagen. Die neue Magentasche kann nur wenig Nahrung aufnehmen, bis sie gefüllt ist, was auch die Resorption bestimmter Medikamente wie Antidepressiva und Verhütungsmittel einschränkt. Außerdem wird der Dünndarm so umgeleitet, dass die Verdauungssäfte erst auf die Nahrung treffen, wenn sie bereits einen Teil des Dünndarms passiert haben. Ein Teil der Nährstoffe und der Kalorien wird somit nicht verdaut, sondern verlässt den Körper wieder mit dem Stuhl.
Vorteile:
Nachteile:
In den vergangenen Jahren hat sich gezeigt, dass die Versorgung mit einem Magenband unverhältnismäßig oft zu schlechten Ergebnissen führt. Europaweit gehen die Implantationszahlen daher deutlich zurück und auch unser Adipositaszentrum verzichtet aus diesem Grund gänzlich auf Magenbandimplantationen.
Patienten, die mit einem Magenband versorgt wurden, können sich aber bei Komplikationen jederzeit an unser Zentrum wenden. Wir werden Sie über die Alternativen ausführlich beraten und gegebenenfalls eine Explantation vornehmen. Der Eingriff erfolgt in der Regel mit minimalinvasiver Technik.
Mögliche Komplikationen:
Wir sind mit einer lebenslangen Nachsorge für Sie da, wobei uns folgende Aspekte besonders wichtig sind:
Darüber hinaus können sich Patient:innen bei auftretenden Fragen und Komplikationen jederzeit an unser Team des Adipositaszentrums wenden.

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