
Janina Dietrich
Chefarztsekretariat
Im Wirbelsäulenzentrum Hamburg-West führen wir bei der Erstvorstellung ein ausführliches Gespräch mit Ihnen und untersuchen Sie körperlich. Anschließend sichten wir Ihre mitgebrachten Röntgen- und MRT-Bilder und bewerten diese in Bezug auf Ihre Beschwerden.
Erst danach beraten wir Sie ausführlich über die Behandlungsmöglichkeiten: In unserer Klinik bieten wir Ihnen alle Therapien bei Rückenerkrankungen an. In den meisten Fällen kommen wir um eine Operation umhin.
An erster Stelle steht bei uns die Prävention – gerade für Patient:innen mit mäßigen Schmerzen und ohne neurologische Ausfallerscheinungen (z.B. Muskellähmungen). Aber auch für operierte Patient:innen empfehlen wir nach Abschluss der Reha-Maßnahmen weitere physiotherapeutische Behandlungen wie die Medizinische Trainingstherapie (MTT), um einem weiteren Rückenschaden vorzubeugen und die Muskulatur zu stärken. Ein Teil der Patient:innen kann dies in unserem ambulanten Therapiezentrum im Haus durchführen, andere Patient:innen „trainieren“ bei Kooperationspartnern im Umkreis.
Unsere Patient:innen erhalten bei akut auftretenden Schmerzen eine spezielle und individuelle Schmerztherapie von geschultem Personal. Anschließend erfolgt eine weiterführende Diagnostik.
Je nach Befund kann im Verlauf der Behandlung eine interventionelle Schmerztherapie mit gezielten, CT-gesteuerten Infiltrationen zur Schmerzreduktion erfolgen:
Die Multimodale Schmerztherapie wird bei chronischen Schmerzen durchgeführt, wenn trotz vorheriger ambulanter Behandlung oder Operation die Schmerzen nicht gelindert werden konnten.
Auch im Falle einer fehlenden OP-Indikation und bei Patient:innen mit einem zu hohen Narkoserisiko ist diese spezielle Schmerzbehandlung einsetzbar.
Im diesem Fall erfolgt eine einwöchige stationäre Behandlung, in deren Rahmen wir auf konservative Weise eine fachübergreifende Therapie durchführen. Der optimale Behandlungserfolg soll durch ein individuell zusammengestelltes Behandlungskonzept erzielt werden. Hierzu gehören speziell für Ihr Krankheitsbild erforderliche Infiltrationen (Medikamentengabe über Injektionen) an der Wirbelsäule durch unsere Fachabteilung, eine schmerztherapeutische Behandlung durch unsere Schmerztherapeuten, verschiedene physio- und ergotherapeutische Interventionen sowie eine psychosomatische Begleitung.
Nur in Ausnahmefällen bietet sich bei chronischen Schmerzen eine Operation an, bei der gegebenenfalls eine Schmerzpumpe oder ein Stimulationsgerät implantiert wird. Sollte solch ein Eingriff bei Ihnen nötig sein, kann dieser ebenfalls in unserer Abteilung erfolgen.
Sollte bei Ihnen eine Bandscheibenoperation an der Hals-, Brust- oder Lendenwirbelsäule notwendig sein, sind Sie bei unseren von der Deutschen Wirbelsäulengesellschaft zertifizierten Wirbelsäulenchirurg:innen in den besten Händen! Sie führen mikrochirurgische oder minimal-invasive Eingriffe (Operationen mit möglichst kleinen Verletzungen von Haut und Gewebe) und endoskopische Eingriffe durch.
Bei mikrochirurgischen Eingriffen werden die Folgen des Bandscheibenvorfalls über einen rund zwei Zentimeter langen Schnitt und mithilfe eines Operationsmikroskops behoben.
Bei einem endoskopischen Eingriff – dieser kommt nur bei rund 15 – 20 Prozent aller Bandscheiben-Patient:innen infrage und wird in Hamburg nur von wenigen Spezialisten angewandt – führen unsere Wirbelsäulenchirurgen über einen kleinen Schnitt ein Endoskop ein und können damit einen außen ausgetretenen Bandscheibenvorfall beheben. Sprechen Sei uns an, wir informieren Sie gern genauer über unsere Operationsverfahren!
Bei Instabilitäten und Wirbelgleiten können konservative Therapieversuche die Stabilität der betroffenen Wirbelsegmente in der Regel nicht wiederherstellen, daher ist in den meisten Fällen eine Operation erforderlich. Je nach Art und Ausmaß kann diese Stabilisierung durch einen minimal-invasiven Eingriff (kleine Operation mit möglichst geringen Verletzungen von Haut und Gewebe) erfolgen, bei dem die Wirbel mit Schrauben und zwischenliegenden kleinen Metallstäben aneinander fixiert werden. Ist ein Wirbel verrutscht, wird dieser zuvor in seine korrekte Position zurückgeführt.
Bei fortgeschrittener Osteoporose (Knochenerweichung) können Sie sich schon durch ein harmloses Stolpern einen osteoporotischen Wirbelkörperbruch zuziehen. Unseren „Wirbelsäulenchirurgen“ stehen dann zwei minimal-invasive Operationsverfahren zur Auswahl – die Kyphoplastie und die Vertebroplastie (nähere Erklärungen siehe unten).
Bei der Kyphoplastie wird in den gebrochenen Wirbelkörper zuerst über eine Hohlnadel ein Ballon eingebracht. Dieser wird aufgeblasen, wodurch die ursprüngliche Wirbelkörperform wieder hergestellt und der Wirbelkörper wieder aufgerichtet wird. Hiernach wird dann in den Hohlraum ein schnell härtender Knochenzement eingefüllt und damit der Wirbelkörper stabilisiert.
Bei der Vertebroplastie wird über die Hohlnadel Zement in den gebrochenen Wirbelkörper eingebracht. Diese Therapie kommt nur bei besonderen Wirbel- und Beckenbrüchen zum Einsatz.
Beide Therapieverfahren führen im Regelfall zu einer sofortigen Besserung Ihrer Schmerzen und sind mit einer meist komplikationslosen Wundheilung verbunden.
Sollten Sie Fragen zur Kyphoplastie und Vertebroplastie haben, sprechen Sie uns gern an!

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