
Janina Dietrich
Chefarztsekretariat
Eine endoskopische Operation an der Wirbelsäule ist ein schonendes und modernes Behandlungsverfahren. Sie wird eingesetzt, wenn Beschwerden wie zum Beispiel ein Bandscheibenvorfall oder eine Einengung des Wirbelkanals (Spinalkanalstenose) vorliegen.
Im Unterschied zu herkömmlichen offenen Operationen sind bei dieser Methode keine großen Schnitte notwendig. Stattdessen arbeitet der Arzt/die Ärztin über sehr kleine Hautöffnungen. Dadurch werden Muskeln und umliegendes Gewebe geschont, was in der Regel zu weniger Schmerzen nach der Operation und einer schnelleren Heilung führt.
Beim Endoskop handelt es sich um ein schmales, flexibles Rohr (Durchmesser eines Kugelschreibers), das mit einer Kamera und einer Lichtquelle ausgestattet ist. Dieses wird vorsichtig durch einen kleinen Schnitt in der Haut bis zur betroffenen Stelle an der Wirbelsäule vorgeschoben. Die Kamera überträgt Bilder in hoher Auflösung auf einen Monitor, sodass die Operateur:innen das Behandlungsgebiet genau erkennen können. Über das Endoskop können dann gezielt Instrumente eingeführt werden. Damit lässt sich zum Beispiel vorgefallenes Bandscheibengewebe entfernen, ein verengter Wirbelkanal erweitern oder krankhaft verändertes Gewebe bei Verschleißerscheinungen abtragen.
Kleinere Hautinzisionen und eine geringere Belastung des Gewebes können dazu beitragen, den Heilungsprozess zu beschleunigen, postoperative Schmerzen zu reduzieren und das Risiko für Komplikationen zu senken. Durch den Einsatz eines Endoskops erhält der Operateur/die Operateurin eine detaillierte und gut ausgeleuchtete Sicht auf das Operationsfeld, was eine besonders präzise Durchführung des Eingriffs unterstützt.
Darüber hinaus profitieren viele Patient:innen von verkürzten Krankenhausaufenthalten – die meisten können nach zwei bis drei Tagen nach Hause entlassen werden. Somit ist eine schnellere Rückkehr in den Alltag möglich. Aufgrund der kleinen Schnitte, entstehen in der Regel zudem nur minimale Narben. Somit bietet die endoskopische Operation auch einen ästhetischen Vorteil.
Trotz der genannten Vorteile sollte berücksichtigt werden, dass sich nicht alle Erkrankungen der Wirbelsäule für eine endoskopische Behandlung eignen. Die Entscheidung für das passende Verfahren richtet sich stets nach der jeweiligen Diagnose sowie dem individuellen Schweregrad des Befunds.
Endoskopische Eingriffe an der Wirbelsäule setzen darüber hinaus ein hohes Maß an fachlicher Qualifikation, Erfahrung sowie den Einsatz moderner technischer Ausstattung und Bildgebungsverfahren voraus. Aus diesem Grund operieren bei uns ausschließlich erfahrene Spezialist:innen und nutzen innovative Medizintechnik.

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