Liebe Patienten, Angehörige & Besucher,

ab dem 14.06.2021 gelten folgende Besuchsregelungen für unser Klinikum:

  • täglich 1 Patient – 1 Besucher – 1 Stunde in der Zeit von 15:00 Uhr bis 18:00 Uhr
  • Besucher erhalten Zugang mit Nachweis:
    • des vollständigen Impfschutzes
    • einer durchgemachten Covid-19-Infektion
    • eines tagesaktuellen, negativen Antigen-Schnelltests
  • Unsere Besucher sind verpflichtet während des Besuchs innerhalb des Klinikums eine FFP2-Maske zu tragen.
  • Die Kontakterfassung der Besucher erfolgt durch die Mitarbeiter der Rezeption.

 
Weitere Regelungen:

  • Bei patientennahen Tätigkeiten ist das Tragen einer FFP-2 Maske weiterhin Pflicht
  • Darüber hinaus gilt weiterhin die Pflicht zum Tragen eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes innerhalb des Klinikums
  • Das Testangebot für Mitarbeiter besteht weiterhin montags in der Zeit von 10:00 Uhr bis 11:00 Uhr in den Räumlichkeiten der Tagesklinik, Anmeldung über Frau Hempel unter info.sebnitz@asklepios.com
    • Die Mitarbeitertestungen sind für Personen ohne vollständigen Covid-19-Impfschutz verpflichtend.

Vielen Dank für Ihr Verständnis!

Ihr Team der Asklepios Sächsischen Schweiz Klinik Sebnitz

Mehr erfahren
Klinik für Geriatrie

Geriatrische Komplexbehandlung

Einfühlsam und kompetent

In der stationären geriatrischen Behandlung werden Erkrankungen unter Berücksichtigung der Funktionseinschränkungen sowie der individuellen Lebenssituation diagnostiziert und therapiert. Neben der klinischen, laborchemischen und bildgebenden Diagnostik kommen hierbei von den verschiedenen an der Behandlung mitwirkenden Berufsgruppen – Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie und Psychologie - durchgeführte Assessments und Behandlungen zur Anwendung.

Unsere Spezialisten

Folgende Spezialisten stehen Ihnen für eine vollumfängliche Behandlung zur Verfügung.

- Geriater
- Physiotherapie
- Ergotherapie
- Logopädie
- Psychologie
- Pflege
- Sozialdienst

Sie erreichen uns

Mo
8.00 - 15.15 Uhr
Di
8.00 - 15.15 Uhr
Mi
8.00 - 15.15 Uhr
Do
8.00 - 15.15 Uhr
Fr
8.00 - 15.15 Uhr

Geriater

Die Komplexität der Krankheitsbilder und die häufige Multimorbidität mit resultierender Polypharmazie stellen hohe Anforderungen an die Therapie der älteren Menschen. In der stationären akutgeriatrischen Behandlung werden Erkrankungen unter Berücksichtigung der Funktionseinschränkungen sowie der individuellen Lebenssituation diagnostiziert und therapiert. Neben der klinischen, laborchemischen und bildgebenden Diagnostik kommen hierbei von den verschiedenen an der Behandlung mitwirkenden Berufsgruppen – Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie und Psychologie - durchgeführte Assessments und Behandlungen zur Anwendung. Diese sind essentiell, um Art und Ausmaß von Störungen der Mobilität oder der Selbsthilfefähigkeit festzustellen und die rehabilitative Komplextherapie durchzuführen. Zusätzlich erfolgt die Bewertung der sozialen Situation und des sozialen Umfeldes. So kann der aktuelle wie auch der poststationäre Hilfsbedarf möglichst genau abgeschätzt und die richtige und rechtzeitige Hilfe bereitgestellt werden.

 

Unsere Akutgeriatrische Abteilung der Asklepios Sächsischen Schweiz Klinik Sebnitz startet mit 10 Betten in der Inneren Medizin Station 9, eine Erweiterung auf mindestens 20 Betten auf Station 5 ist in Planung. Neben der Heilung der Akuterkrankung und der Linderung akut verschlechterter chronischer Leiden liegt unsere Priorität auf dem Erhalten der Autonomie und Selbständigkeit. Diese versuchen wir durch sog. geriatrische KOMPLEXBEHANDLUNG zu erreichen. Dazu gehört selbstverständlich auch die Prävention (z.B. der Sturzereignisse) durch Früherkennung, ebenso die Organisation der nachstationären Unterstützung, beispielsweise durch Hilfsmittel oder einen Pflegedienst.

 

Um dieser Herausforderung gerecht zu werden, leitet der Geriater die Behandlung im engen interdisziplinären Zusammenspiel. Ärztlicherseits kann hierbei auf die in unserem Haus vorhandene traumatologisch-orthopädische, chirurgische, internistische, psychiatrische, schmerztherapeutische und wenn nötig auch palliativgeriatrische und psychoonkologische Expertise zurückgegriffen werden. Durch die enge Anbindung an das Universitätsklinikum Dresden ist uns zudem jederzeit ein unkomplizierter Austausch mit anderen Disziplinen möglich, wenn nötig auch die Verlegung unserer Patienten zur Durchführung von hier nicht möglichen diagnostischen und therapeutischen Interventionen.

 

Das ärztliche Bemühen wird von einem engagierten interdisziplinären Team aus Pflegekräften, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Sozialarbeitern, Psychologen und Logopäden getragen. Pflegekräfte, Physio- und Ergotherapeuten bilden dabei mit ihren täglichen und zeitaufwendigen überwiegend 1:1-Interventionen das Rückgrat der Behandlung. Ihre therapeutischen Anstrengungen sind ebenso wie die in diesem Rahmen gemachten Beobachtungen Grundvoraussetzung für das Erreichen unseres gemeinsamen Zieles, nämlich der Besserung und Stabilisierung der Lebensqualität der uns anvertrauten Patienten.

 

Mit einem ganzheitlichen und interdisziplinären Diagnose- und Therapiekonzept möchten wir so eine adäquate Behandlung für Patienten >70 Jahre anbieten, deren Akuterkrankung oder akut verschlechterte chronische Erkrankung einen mehrwöchigen Krankenhausaufenthalt erfordert.

 

Pflege

Im Rahmen des Aufenthaltes in der Geriatrie wird der geriatrische Patient durch ein interdisziplinäres therapeutisches Team betreut. Tägliche Frühbesprechungen und wöchentliche Teamsitzungen fördern den interdisziplinären Austausch und gewährleisten eine zielgerichtete Steuerung des Rehabilitationsprozesses.

 

Unsere Pflegekräfte der Geriatrie haben sich zum Ziel gesetzt

 

•             die noch vorhandenen Fähigkeiten des Patienten zu fördern,

•             die Kompensation und das Training von beeinträchtigten Aktivitäten zu intensivieren

•             die Befriedigung grundsätzlicher Selbstpflegebedürfnisse zu verbessern,

•             die Reduzierung von Defiziten im alltäglichen Leben zu minimieren,

•             die Steigerung des subjektiven Wohlbefindens

Um diese Zielsetzung zu erreichen, ist es notwendig, dem pflegerischen Handeln ein spezielles aktivierendes Konzept – AKTIVIERENDE PFLEGE - zu Grunde zu legen. Aktivierende Pflege bedeutet, dass sich die Pflege an den Erfordernissen und Bedürfnissen jedes einzelnen Patienten orientiert und der Patient aktiv in die Prozesse und einzelnen Pflegemaßnahmen eingebunden wird. Unterschieden werden die aktivierend-therapeutischen Pflegeinterventionen nach dem Grad der pflegerischen Unterstützungsleistungen.

 

 

Physiotherapie

Ziel der Physiotherapie ist es, die eingeschränkte Beweglichkeit durch aktive und passive Verfahren wiederherzustellen, um mit dem Patienten eine größtmögliche Selbständigkeit zu erarbeiten.

 

  • Wiedererlangen und Erhalten der Mobilität
  • Verbesserung von Kraft, Ausdauer und Belastbarkeit
  • Schulung von Bewegungsabläufen und Koordination
  • Verbesserung des Gleichgewichts/Sturzprophylaxe
  • Verbesserung der Schmerzsituation
     
    Therapieangebote, e.g.:
    Einzeltherapien
  • Behandlung nach Bobath
  • PNF Propriozeptive Neuromuskuläre Fazilitation
  • Schmerzphysiotherapie
  • Manuelle Therapie
  • Kraftgerätetraining
  • Schlingentisch
  • Atemtherapie
  • Gangschulung
  • Prothesenversorgung und -anpassung
  • Hilfsmittelversorgung
  • Laufband- und Ergometertraining
  • Gleichgewichtstraining
  • Angehörigenberatung
     
    Gruppentherapien wie Osteoporosegruppe, Sitzgymnastik, Bodengymnastik, Parkinsongymnastik, Kraftgruppe und Gleichgewichtsgruppe
     

Ergotherapie

Ergotherapie in der Geriatrie hat folgende Aufgaben:

 

  • Selbstständigkeitstraining, dies wird individuell an die Lebenssituation angepasst Anleitung zur Selbsthilfe beim Essen und Trinken, Körperpflege und Bekleidung
  •  Verbesserung und Erhalt der (fein)motorisch-funktionellen Fähigkeiten für Mobilität und Geschicklichkeit, um die Selbständigkeit und Aktivität des täglichen Lebens (ADL) zu erreichen
  • Verbesserung und Erhalt von sensorischen Fähigkeiten (z.B. bei Polyneuropathien)
  • Aktivierung kognitiver und neuropsychologischer Fähigkeiten für bessere Orientierung und Aufmerksamkeit

Weiterhin:

Beratung und Anleitung der Angehörigen bei der Alltagsbewältigung

  • In Zusammenarbeit mit Pflege Kommunikation mit dem häuslichen Pflegedienst
  • In Zusammenarbeit mit Sozialdienst Unterstützung bei Wohnraum- und Hilfsmittelanpassung

 

Logopädie

Ziel unserer logopädischen Therapien mit Geriatrischen Patienten ist es die spezifischen Defizite durch eine alltagsnahe Therapie zu fördern. Dabei stehen die individuellen Potentiale im Vordergrund, um darauf gestützt die Kompetenzen auszubauen und die Funktionen bzw. die Aktivitäten hin zur bestmöglichen Physiologie therapeutisch zu begleiten und dadurch eine Linderung der Einschränkungen zu erreichen und die Lebensqualität und Teilhabe zu verbessern. Auch das Einbeziehen der Angehörigen ist hierbei ein wichtiger Bestandteil der Therapie.

 

Unsere Logopäden/innen begleiten und behandeln Sie bei allen neurologischen Störungsbildern rund um die Themen Sprache, Stimme, Atmung und Schlucken sowie bei Gesichtslähmungen. Selbstverständlich bilden wir uns ständig fort, sodass wir immer nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen arbeiten.

Zusammenfassung Behandlungsfelder bei Erwachsenen/Senioren

 

  • Aphasie (Sprachstörung nach neurologischen Erkrankungen z.B. Schlaganfall)
  • Dysarthrie /Dysarthrophonie (Störung von Atmung, Stimmgebung, Artikulation)
  • Dysphagie (Schluckstörung z.B. nach / bei neurologischen und onkologischen Erkrankungen oder nach Operationen im Kopf – Halsbereich)
  • Dysphonien (Stimmstörungen – Beeinträchtigung der Sprech- und Singstimme, häufig bei Berufstätigen mit hoher stimmlicher Belastung wie ErzieherInnen, LehrerInnen, SchauspielerInnen und SängerInnen)
  • kombinierte Störungen z.B. bei Parkinson, Amytrophe Lateralsklerose, Multiple Sklerose
  • Poltern und Stottern
  • Recurrensparese (Stimmstörung mit Heiserkeit oder Aphonie durch Lähmung eines Stimmbandes)
  • Facialisparesen – Gesichtslähmungen
  • Sprechapraxie (Störung der Bewegungsabläufe während des Sprechens)
  • Orofaziale Dysfunktionen – Störung des muskulären Gleichgewichts im Mund- / Gesichtsbereich
  • Orofaziale Dysfunktionen – Störung des muskulären Gleichgewichts im Mund- / Gesichtsbereich

Neuropsychologie

(Neuro)psychologie in der Geriatrie hat folgende Aufgaben:

 

Diagnostik:

  • Kognitives Screening/ grobe Einordung durch die Ergotherapie à Fragestellung wäre sinnvoll ( Wird Pat. von der Ergotherapie flächendeckend eingeschätzt?)
  • Demenzdiagnostik (z.B. durch die CERAD, aber auch spezielle Fragestellungen wie frontotemporale Demenz)
  • Persönlichkeits-/ Wesensveränderung
  • Testung konkreter kognitiver Bereiche (Aufmerksamkeit, visuelle Wahrnehmung, Exekutivfunktionen, Geschäfts-/ Urteilsfähigkeit, Fahreignung)
    Therapie:
  • Einzelgespräche zur Unterstützung der Krankheitsbewältigung (Psychoedukation, Aktivierung bei Depression, Trauerbewältigung, Beratung Fahreignung)
  • Gruppenangebote zum Thema (chronischer) Schmerz
  • Gruppenangebot zur Krankheitsbewältigung/ Gesprächsgruppe?
  • Gruppenangebot für demente, desorientierte Patienten (Orientierung, leichte kognitive Übungen) à bei Gruppenangeboten muss Einordung und Anmeldung durch den Arzt erfolgen?
  • Angehörigensprechstunde/ Einzelberatung zu ausgesuchten Themen nach Anmeldung

Sozialdienst & Entlassmanagement

Aufgaben Sozialdienst in der Geriatrie

 

Soziales Assessment zum bisherigen Status in mindestens 5 Bereichen

  • Soziales Umfeld
  • Wohnumfeld
  • Häusliche/außerhäusliche Aktivitäten
  • Pflege-/Hilfsmittelbedarf
  • Rechtliche Verfügungen

Lässt der Zustand des Patienten die Erhebung einzelner Assessmentbestandteile nicht zu, ist dies fremdanamnestisch zu erheben in enger Kooperation mit Angehörigen.

 

Die Sozialarbeiterin:

  • Nimmt wöchentlich an den interdisziplinären Fallbesprechungen zur Klärung des weiteren Vorgehens im Anschluss an die Krankenhausbehandlung teil.
  • Ist zuständig für Einleitung und Antragstellung geeigneter ambulanter oder stationärer Rehabilitationsmaßnahmen (z.B. in einer Klinik für rehabilitative Geriatrie)
  • Bei Entlassungsmanagement ist die Sozialarbeiterin zusammen mit Pflegedienst zuständig für Vorbereitung und Organisation der Entlassung aus dem Krankenhaus In Absprache mit dem Patienten und seinen Angehörigen sowie in Abstimmung mit der Fachpflege für Geriatrie.

Seite teilen: