International renommierter Orthopäde kehrt zurück an die Universität Regensburg
„Medizin-Oskar-Preisträger“ Professor Tobias Renkawitz begeistert in seiner Antrittsvorlesung
Bad Abbach. Zur feierlichen Antrittsvorlesung von Universitätsprofessor Dr. Tobias Renkawitz versammelten sich zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Medizin und Öffentlichkeit, um die Rückkehr des international renommierten Orthopäden an seine akademische Heimat zu würdigen.
Nach rund fünf Jahren als Ärztlicher Direktor der Orthopädischen Universitätsklinik Heidelberg ist der gebürtige Regensburger vor über einem Jahr an seine Heimatuniversität zurückgekehrt. Dort hat er die Position des Ärztlichen Direktors sowie des Lehrstuhlinhabers der Universitätsorthopädie am Standort Asklepios Klinikum Bad Abbach übernommen. Prof. Renkawitz zählt zu den international profilierten Orthopäden mit hoher wissenschaftlicher Strahlkraft und exzellentem klinischem Renommee. Insbesondere seine Arbeiten im Bereich minimal-invasiver und computerassistierter Operationsverfahren haben die moderne orthopädische Chirurgie maßgeblich geprägt.
Im Rahmen der Feierstunde würdigte der Präsident der Universität Regensburg, Prof. Dr. Udo Hebel, die Rückkehr des 50-jährigen Orthopäden und Unfallchirurgen für den Wissenschafts- und Gesundheitsstandort. „Antrittsvorlesungen sind stets etwas Besonderes und verkörpern eine bedeutende Wegmarke in der Entwicklung einer Universität“, erklärt Prof. Hebel. Die Berufung von Prof. Renkawitz stellt in diesem Kontext einen großen Gewinn für die Universität Regensburg und insbesondere für die Universitätsmedizin dar.
Prof. Dr. Hebel wies dabei ebenso auf die Zusammenarbeit mit dem Partner Asklepios Klinikum in Bad Abbach hin, in dessen Räumlichkeiten die Regensburger Universitätsorthopädie untergebracht ist. Da der Vollausbau des Universitätsklinikums am Hauptcampus bisher nicht wie ursprünglich geplant umgesetzt werden konnte, wurden seit 2000 die entsprechenden Fachbereiche am Standort Bad Abbach angesiedelt.
Auch der Dekan der Fakultät für Medizin, Prof. Dr. Dirk Hellwig, betonte die strategische Bedeutung der Berufung. Er hob hervor, dass die Fakultät mit Prof. Renkawitz eine herausragende Persönlichkeit als Ordinarius gewonnen habe. Prof. Hellwig verwies auf Meilensteine in Renkawitz’ Karriere, darunter Auslandsaufenthalte an internationalen Exzellenzzentren sowie den Oskar-Medizinpreis 2014 für wegweisende Forschung zur Patientensicherheit beim Gelenkersatz.
Für einen besonderen Auftakt sorgte Prof. Hans-Dieter Hermann aus Heidelberg, der zwei Jahrzehnte als sportpsychologischer Betreuer der deutschen Fußballnationalmannschaft tätig war. Er beleuchtete die Verbindung zwischen Spitzenmedizin und Spitzensport und zog einen passenden Vergleich: „Der Bundestrainer Julian Nagelsmann beispielsweise schießt keine Tore, aber Sie, Professor Renkawitz, operieren selbst. Sie sind nicht nur Trainer, sondern auch Sportvorstand und Spielertrainer. Damit tragen Sie eine große Verantwortung zum Wohle der Medizin.“
Im Anschluss präsentierte Prof. Renkawitz seine aktuellen Forschungsschwerpunkte. Im Mittelpunkt steht das Konzept einer personalisierten Orthopädie, das Hochtechnologie, minimal-invasive Verfahren und wissenschaftlich entwickelte Bewegungskonzepte verbindet. Der Leitgedanke dabei: Nicht die Erkrankung allein bestimmt die Behandlung – sondern der Mensch in seiner Einzigartigkeit.
Seine Rückkehr nach Bad Abbach bezeichnete er als persönliche Herzensangelegenheit. Die große Wertschätzung aus seinem früheren Wirkungsumfeld habe ihn tief berührt. „Es ist ein gutes Gefühl, wieder zu Hause zu sein“, schloss Prof. Renkawitz seinen Vortrag, der mit langanhaltendem Applaus gewürdigt wurde. Die Veranstaltung unterstrich deutlich, dass die Universität Regensburg mit ihm einen innovativen Gestalter für Forschung, Lehre und Spitzenmedizin zurückgewonnen hat.