
Christiane Bredehöft
Chefarztsekretariat
Die Differenzielle Ultraschalldiagnostik wird eingesetzt, um verschiedene Krankheitsursachen (Differenzialdiagnosen) voneinander zu unterscheiden. Unsere Expert:innen nutzen hierbei unterschiedliche Ultraschallverfahren, um Gewebe, Durchblutung, Bewegung oder Struktur genauer zu beurteilen und so herauszufinden, welche Diagnose am wahrscheinlichsten ist.
Dabei wird der Ultraschall nicht nur als einzelnes Bildverfahren, sondern mit verschiedenen Techniken kombiniert. Unser Chefarzt der Gastroenterologie, Dr. Dirk Seeler, ist ein hoch qualifizierter Experte auf dem Gebiet (DEGUM Level III). Die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) gehört zu den größten medizinisch-wissenschaftlichen Gesellschaften in Deutschland und zu den größten Ultraschallgesellschaften weltweit. Die Zertifizierung der Untersucher:innen wird in 3 Stufen erteilt. Die DEGUM Stufe III ist hierbei die höchste der drei Qualifikationsstufen.
Die Endosonographie entspricht vom Untersuchungsablauf technisch und organisatorisch dem einer Magenspiegelung (Gastroskopie). An der Gerätespitze befindet sich jedoch im Gegensatz zu einem normalen Gastroskop zusätzlich ein Ultraschallkopf. Mithilfe dieses Ultraschallkopfes kann durch die Speiseröhre, den Magen und den Zwölffingerdarm das umliegende Gewebe untersucht werden. Auch die Gallenwege oder Bauchspeicheldrüse lassen sich mit dieser Methode genauer untersuchen und beispielsweise Gallenwegssteine oder Tumore leichter und sicherer diagnostizieren.
In diesem Verfahren wird das Ultraschallkontrastmittel intravenös verabreicht. Dadurch können beispielsweise Leberraumforderungen besser differenziert werden (bessere Unterscheidung in gut- und bösartige Befunde). Der Einsatz dieser Methode ist auch an anderen Organen möglich. Mithilfe der Sonographie kann auch eine zielgerichtete Organpunktion durchgeführt werden.
Bei der Scherwellen-Elastografie handelt es sich um ein modernes und nicht-invasives ultraschallbasiertes Verfahren, welches die Steifigkeit von Geweben misst. Bei dieser Methode wird die Geschwindigkeit von Scherwellen analysiert, die durch das Gewebe übertragen werden. Bedeutet das verhärtetes Gewebe durch die Ausbreitung der Schwingungen identifiziert werden kann. Auf diese Weise können krankhafte Prozesse wie Leberfibrose oder -Zirrhose frühzeitig diagnostiziert werden.
Die Ultrasound Derived Fat Fraction (UDFF) ist ein Ultraschallverfahren zur Bestimmung des Fettgehalts der Leber. Dabei wird gemessen, wie stark die ausgesendeten Ultraschallwellen im Lebergewebe gestreut und abgeschwächt werden. Anhand dieser Messwerte wird der Fettanteil der Leber innerhalb weniger Sekunden als prozentualer Wert berechnet und dargestellt.
UDFF wird eingesetzt, um Lebersteatose (Fettleber) zu diagnostizieren, zu gradieren und den Verlauf zu überwachen.

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