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Zwangserkrankungen

Bei einer Zwangsstörung kommt es zu sich wiederholenden unerwünschten Gedanken (Obsessionen) und zwanghaften Handlungen, mit denen sich die Betroffenen immer wieder und stereotyp (in klischeehaft wiederkehrender Weise) beschäftigen.

Wir helfen Ihnen

Zwanghafte Handlungen oder Vorstellungen kennen viele Menschen, zum Beispiel prüfen wir häufig, ob die Tür auch wirklich verschlossen ist, obwohl wir eigentlich wissen, dass wir sie gerade erst verriegelt haben. Von einer „Zwangsstörung“ spricht man allerdings erst, wenn sich derartige Verhaltensweisen ständig wiederholen und eine solche Ausprägung haben, dass die Betroffenen darunter leiden oder ihr Alltag dadurch beeinträchtigt wird.

Zu dieser Krankheit gehören in der Regel Zwangsgedanken und Zwangshandlungen:

Zwangsgedanken sind meist sehr unangenehme Vorstellungen, Gedanken oder Impulse, welche die Betroffenen ungewollt wieder und wieder beschäftigen, obwohl sie als fremd und sinnlos empfunden werden. Die Gedanken rufen negative Gefühle wie Angst, Unbehagen oder Ekel hervor.

Zwangshandlungen sind Verhaltensweisen, die sich zum einen wiederholen und zum anderen für den Betroffenen oft nach einem immer selben Schema ablaufen müssen. Er fühlt sich hierzu gedrängt, obwohl er erkennt, dass es übertrieben oder sinnlos ist. Die Handlungen sollen ihn vermeintlich von Gefühlen wie Angst, Ekel oder Unbehagen befreien, die durch Zwangsgedanken hervorgerufen worden sind.

Nicht selten verbringen die Betroffenen sehr viel Zeit mit Zwangsgedanken oder -handlungen und sind dadurch extrem in ihrem Alltag eingeschränkt. Sie plagt ein großer Leidensdruck, meist schämen sie sich auch sehr für ihre Erkrankung. Deshalb neigen sie dazu, ihre Nöte und Sorgen zu verheimlichen, weswegen die Bezeichnung „die heimliche Krankheit“ gebräuchlich ist.

Die richtige Diagnostik

Sollte bei Ihnen eine Zwangsstörung diagnostiziert worden sein oder sollten Sie selbst den Eindruck haben, unter einer solchen Erkrankung zu leiden, wenden Sie sich an Ihren behandelnden Arzt oder gern auch direkt an unsere Institutsambulanz, wo unsere entgegenkommenden Mitarbeiter Sie in einem persönlichen Gespräch beraten und gegebenenfalls über unsere ambulanten und stationären Therapieangebote informieren. Zögern Sie nicht, Kontakt zu uns aufzunehmen. Wir freuen uns darauf, Sie kennenzulernen.

In vielen Fällen ist eine ambulante Behandlung ausreichend, die am konkreten Zwangssymptom orientiert ist. Hierbei setzt sich der Patient in einem abgestuften Vorgehen gemeinsam mit seinem Therapeuten seinen Zwängen aus und versucht, die dabei auftretenden Ängste durchzustehen, was meist schnell zu einer Reduktion der Symptomatik führt.

Wenn die Zwänge lange bestehen, sehr komplex sind (zahlreiche verschiedene Arten von Zwängen) oder durch weitere psychische Erkrankungen wie Depressionen oder Angsterkrankungen verschlimmert werden, ist eine ambulante oder symptomorientierte Behandlung alleine häufig nicht hilfreich. Für solche Patienten bieten wir eine spezialisierte stationäre Therapie an.

Dabei finden zu Beginn ausführliche Gespräche statt, in denen wir uns zunächst Ihren aktuellen Zwängen, Ängsten und Sorgen widmen, aber im nächsten Schritt auch Ihre Lebensgeschichte sowie ihre bisherigen Krankheiten und deren Behandlung kennenlernen. So können wir gemeinsam ein umfassendes Verständnis Ihrer aktuellen Problematik erarbeiten, um dann gemeinsam nach Lösungen zu suchen.

Wir helfen Ihnen bei allen Formen von Zwangssymptomen.

Unser stationäres Therapieangebot

In Abhängigkeit von den Ursachen und Hintergründen der Zwangserkrankung und bisherigen Behandlungserfahrungen kommen verschiedene Verfahren zum Einsatz, die wir gemeinsam mit unseren Patienten auf ihre individuelle Krankheitssituation abstimmen. Dazu gehören:

  • regelmäßige und intensive psychotherapeutische Einzel- und Gruppengespräche
  • Körper- und Sporttherapie
  • Gestaltungs- und Ergotherapie
  • Entspannungsverfahren (PMR: Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson, Yoga, Tai Chi und Qigong)
  • Stresstoleranztraining und Achtsamkeitsübungen
  • Unterstützung durch unseren Sozialdienst und das Pflegeteam
  • Expositionstraining (Konfrontation) bei Zwängen mit Reaktionsmanagement

Wie geht es weiter?

Wir helfen Ihnen dabei…

  • eine geeignete Anschlusstherapie oder andere Unterstützungsangebote im ambulanten Bereich zu finden
  • (sofern Sie aus der Region kommen:) eine Übergangsbehandlung sicherzustellen, wenn die ambulante Weiterbehandlung noch nicht geklärt ist (zum Beispiel ambulante Gruppenpsychotherapie und Körpertherapie im Rahmen unserer Institutsambulanz)

So können Sie sicher sein, auch künftig Unterstützung zu erfahren.

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