Spezialstation für depressive Patienten

Die Station Birkenhaus B ist spezialisiert auf die Behandlung depressiver Erkrankungen und trauma-assoziierter Störungen. Wir bieten Ihnen eine gleichermaßen hochspezialisierte wie auch individuelle Behandlung an. Bei der Diagnose und Therapie konzentrieren wir uns auf seelische und körperliche Aspekte.

Unser multimodaler (aus mehreren Bausteinen bestehender) Behandlungsansatz umfasst schwerpunktmäßig psychodynamisch-interaktionelle Elemente, also solche, die sich an innerseelischen Kräften und Wechselbeziehungen orientieren, aber auch kognitiv-verhaltenstherapeutische Elemente, denen die Annahme zugrunde liegt, dass die Art und Weise unseres Denkens festschreibt, wie wir uns fühlen und was wir tun.

Dieser komplexe Behandlungsansatz ist langjährig klinisch erprobt und seine Wirksamkeit in vielen Fachveröffentlichungen wissenschaftlich nachgewiesen. Durch begleitende wissenschaftliche Untersuchungen, aktuelle Forschungsprojekte und Kooperationen mit universitären Einrichtungen überprüfen wir regelmäßig unser Therapiekonzept und entwickeln es kontinuierlich weiter.

Besonders geeignet ist unser Behandlungsangebot, wenn bei Ihnen eine Depression in Kombination mit einer anderen psychischen Erkrankung vorliegt, zum Beispiel einer Traumafolgestörung oder einer Angsterkrankung oder aber Ihre Depression chronisch verläuft und ambulante oder stationäre Behandlungen bisher nicht ausreichend geholfen haben.

Die Atmosphäre auf unserer überschaubaren Station mit 25 Behandlungsplätzen ist wohltuend privat und natürlich. Die Zweibett- wie auch Einbettzimmer sind gemütlich eingerichtet und der Großteil verfügt über einen direkten Zugang auf die Terrasse sowie das umgebende Parkgelände.

Zu unserem Behandlungsangebot gehören folgende Elemente:

  • psychodynamisch-interaktionelle Einzel- und Gruppentherapie, gegebenenfalls ergänzt durch Paar- und Familiengespräche
  • Cognitive Behavioral Analysis System of Psychotherapy (CBASP; aus dem Englischen für „kognitiv-verhaltenstherapeutisch-analytisches Psychotherapie-System“. Dieser Methode liegt die Annahme zugrunde, dass bei chronisch Depressiven eine Entwicklungsblockade vorhanden ist, die auf traumatische Erlebnisse zurückzuführen ist. Mit CBASP lernen die Betroffenen, ihr Leben selbst in positive Bahnen zu lenken.)
  • Elemente wie Stresstoleranz aus der Dialektisch-Behavioralen Therapie (DBT, Behandlungskonzept auf Basis von fernöstlicher Meditation und Verhaltenstherapie
  • Gestaltungs- und Ergotherapie
  • körper- und bewegungstherapeutische Verfahren
  • traumatherapeutische Ansätze, zum Beispiel Narrative Expositionstherapie (NET, Lebensrückblicktherapie, bei der der Patient mit der traumatisierenden Situation konfrontiert wird, indem er seinem Therapeuten ausführlich von ihr erzählt)
  • Achtsamkeits- und Entspannungstraining sowie Biofeedback zur Verdeutlichung der Zusammenhänge von körperlichen Symptomen und Stress und um passende Entspannungsverfahren herauszufinden
  • sozialtherapeutische Maßnahmen wie Einzelberatung und Unterstützung durch den Sozialarbeiter
  • Bezugspflege mit konkreten lösungs- und verhaltensorientierten Maßnahmen
  • Erwachsenenpädagogik mit Diagnostik und Training, zum Beispiel bei Lernstörungen und Prüfungsangst
  • verschiedene Sportangebote, unter anderem Medizinisch-Therapeutisches Training (MTT, zur Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit) und therapeutisch begleitete Freizeitgestaltung

Sie interessieren sich für dieses Behandlungsangebot?

Unsere Oberärztin Frau Dr. Bettina Mardus und unsere leitende Psychologin Frau Dr. Nina Rullkötter geben Ihnen gerne weitere Auskünfte.

Die Anmeldung für eine stationäre Behandlung erfolgt über unseren Aufnahmedienst. Sie können aber auch gerne unseren Fragebogen für Patienten ausfüllen und uns zukommen lassen. Wir nehmen dann direkt mit Ihnen Kontakt auf, um die weiteren Schritte gemeinsam zu besprechen.

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