Liebe Angehörige & Besucher,

bitte beachten Sie folgenden Hinweis:

 

Besuchsverbot aus Sicherheitsgründen

Zum Schutz unserer Patienten & Mitarbeiter können wir Angehörigen & Besuchern leider derzeit nicht erlauben, unsere Klinik zu betreten.

Dies ist eine reine Vorsichtsmaßnahme, damit wir unsere Patienten weiterhin bestmöglich versorgen können.

 

Vielen Dank für Ihr Verständnis!

Ihr Asklepios-Team

Mehr erfahren

Traumafolgestörungen

Wenn Kinder oder Jugendliche einer besonders bedrohlichen oder auch traumatischen Situation ausgesetzt sind, kann dies zu einer starken psychischen Beeinträchtigung oder Entwicklungsstörung führen. Unsere Therapeuten sind sich der Tatsache bewusst, dass diese Kinder auf ein besonderes Maß an Sicherheit und Verlässlichkeit angewiesen sind. Im Umgang mit ihnen sind sie sehr erfahren und bieten ihnen den nötigen geschützten Raum.

Wir helfen bei

Traumatische Situationen können sein:

  • Unfälle
  • Gewalterfahrungen
  • sexueller Missbrauch
  • Verlust eines nahen Angehörigen
  • Vernachlässigung

Kinder und Jugendliche können traumatische Situationen ganz unterschiedlich verarbeiten, und es können sich aus einem solchen Ereignis ganz unterschiedliche Entwicklungsstörungen, psychische oder psychosomatische Krankheitsbilder entwickeln. Neben der sogenannten posttraumatischen Belastungsstörung (spätere psychische Reaktion auf ein emotional besonders belastendes Ereignis) können Kinder und Jugendliche nach traumatischen Ereignissen auch folgende Symptome oder Krankheitsbilder entwickeln:

  • Depressionen
  • Ängste
  • verschiedene körperliche Symptome oder Schmerzen (somatoforme Störungen)
  • Störungen der Persönlichkeitsentwicklung
  • Alkohol- und Drogenmissbrauch

Der erste Schritt: Die richtige Diagnostik

Da sich insbesondere im Kindes- und Jugendalter die Folgen traumatischer Ereignisse sehr unterschiedlich auswirken und sich in Form von vielschichtigen und komplexen Krankheitsbildern zeigen können, ist eine gute und leitliniengerechte Diagnostik von grundlegender Bedeutung. Sie soll nicht nur den Kindern, Jugendlichen und ihren Familien dabei helfen, schwer belastende Ereignisse und deren Folgen besser zu verstehen und einzuordnen. Eine gute Diagnostik bahnt gleichzeitig den Weg für eine spezialisierte Therapie.

Individuell abgestimmt: Unser Behandlungsangebot

Unsere Institutsambulanz hält ein umfangreiches Beratungsangebot vor. Nach einem ersten diagnostischen Gespräch können nach enger Absprache weitere Untersuchungsschritte eingeleitet werden. Wir beraten unsere Patienten zu der Frage, ob ambulante stützende Gespräche oder auch eine ambulante Psychotherapie hilfreich sein können oder aber eine stationäre Psychotherapie auf einer unserer Stationen für Kinder- oder Jugendliche zu empfehlen ist.

Wir bieten Kindern und Jugendlichen im Rahmen unseres stationären Psychotherapieangebotes eine sichere und geschützte sowie auf Entwicklungsförderung ausgerichtete Umgebung. Kinder und Jugendliche mit Traumafolgestörungen benötigen ein besonderes Maß auf Sicherheit, Verlässlichkeit und Verbindlichkeit. Daher steht zu Beginn der Behandlung die Arbeit an einer sicheren und verlässlichen therapeutischen Beziehung (gerade auch im stationären Alltag) mit dem Aufbau von Vertrauen im Vordergrund.

Erprobte und etablierte Stabilisierungsverfahren wie Imaginationsübungen, Entspannungstechniken, psychomotorische Trainings (die auf die Verknüpfung von Bewegung und Geist abzielen) und sportliche Aktivitäten sowie Techniken zur besseren Stresstoleranz helfen den Kindern und Jugendlichen im Rahmen dieser ersten Stärkungs- und Stabilisierungsphase.

Abhängig von den individuellen Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen können in einer zweiten Therapiephase spezifische Verfahren (Traumaexpositionsverfahren) zum Einsatz kommen, mit denen das Trauma bewältigt werden kann. Von großer Bedeutung während der gesamten Behandlung ist die Arbeit daran, dass es dem Kind bald wieder möglich ist, seinen Alltag altersgerecht zu bewältigen.

Weiterhin gut versorgt: Die Weiterbehandlung/Nachsorge

Nach einer stationären Psychotherapie ist es von großer Bedeutung, erreichte Therapieziele zu festigen und günstige Entwicklungen weiter zu fördern. Hier kann sich eine ambulante Psychotherapie, aber auch eine Unterstützung von Seiten der Jugendhilfe oder Familienhilfe anbieten.

Um einen fließenden Übergang zu gewährleisten, bearbeiten wir diese Themen frühzeitig während der laufenden stationären Behandlung und beraten und unterstützen bei den erforderlichen Schritten.

Darüber hinaus bieten wir den Kindern, Jugendlichen und deren Familien Nachsorgegespräche an, was einen fließenden Übergang zusätzlich fördert. Die Einwilligung der Kinder, Jugendlichen und Sorgeberechtigten vorausgesetzt, tauschen wir uns eng mit den Vor- beziehungsweise Nachbehandlern aus.

Im Fokus für uns steht, die Entwicklung der uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen auch nach dem stationären Aufenthalt optimal zu fördern.

Seite teilen: