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Krebsbefall des Bauchfells – HIPEC-Behandlung

Das Bauchfell (medizinisch Peritoneum) kleidet den menschlichen Bauchraum aus. Das Bauchfell umgibt fast alle inneren Organe unterhalb des Zwerchfells bis zum Eingang des kleinen Beckens. Das Bauchfell sondert Peritoneal-Flüssigkeit ab, saugt sie auf und ermöglicht so die reibungslose Bewegung der Organe.

Dr. Tasi und Dr. Lipp in einer Besprechungssituation

Ein Krebsbefall des Bauchfells wird Peritonealkarzinose genannt. Er entsteht meist infolge anderer fortgeschrittener Krebserkrankungen im Bauchraum. Ein Krebsbefall des Bauchfells war lange kaum, beziehungsweise nur mit sehr starken Nebenwirkungen behandelbar. Dies bedeutete, dass die Heilungsaussichten früher gering und die Lebenserwartung stark verkürzt waren.

In den vergangenen Jahren wurde ein neues, sehr aufwändiges Verfahren entwickelt, das eine chirurgische Tumorentfernung mit einer spezialisierten Chemotherapie verbindet, das sogenannte HIPEC-Verfahren (hypertherme intraperitoneale Chemoperfusion). Diese Chemotherapie ist hochwirksam: Eine medizinische Spüllösung wird mit einem Chemotherapeutikum versetzt und in den Bauchraum eingeleitet. Da das Medikament direkt vor Ort gegeben und nicht durch den gesamten Blutkreislauf geleitet wird, anders als bei einer systemischen Gabe, können unsere Experten deutlich höher dosieren. Dadurch erhöht sich die Wirksamkeit und gleichzeitig werden Nebenwirkungen reduziert. Da Tumorzellen außerdem hitzeempfindlich reagieren, erwärmen unsere Fachärzte die Spüllösung auf etwa 41° Celsius. Die Spüllösung bleibt rund 60 bis 90 Minuten im Körper, bevor wir sie entfernen.

Die HIPEC-Therapie kann die Beschwerden, die mit einem fortgeschrittenen Tumor im Bauchraum und einer Peritonealkarzinose einhergehen, deutlich lindern. Erste wissenschaftliche Studien lassen zudem auf eine deutliche Verlängerung der Lebenszeit schließen. Da eine Peritonealkarzinose aber meist mit einem fortgeschrittenen Tumorstadium einhergeht, ist häufig, insbesondere bei einem ausgeprägten Befall des Bauchfells, leider nicht von einer vollständigen Heilung auszugehen.

Ob dieses spezialisierte Verfahren für einen Patienten geeignet ist, entscheiden wir im Einzelfall in unserer interdisziplinären (fachübergreifenden) Tumorkonferenz gemeinsam mit Onkologen, (Fachärzten für Krebserkrankungen) Radiologen (Spezialisten für bildgebende Verfahren) und weiteren Experten. Unsere Fachärzte richten sich nach den aktuellen wissenschaftlichen Leitlinien und den Empfehlungen der Fachgesellschaften. Leider kann die HIPEC-Behandlung nicht jedem Patienten mit einer Peritonealkarzinose zugute kommen. Liegen Metastasen außerhalb des Bauchraums, ein starker Metastasen-Befall lebenswichtiger Organe oder ein stark geschwächter Allgemeinzustand vor, ist die HIPEC-Therapie ungeeignet. Da es sich um einen sehr vielschichtigen chirurgischen Eingriff handelt, besprechen wir den Verlauf der Operation sowie mögliche Risiken besonders ausführlich mit Ihnen. Bitte stellen Sie uns alle Ihre Fragen.

Viele Tumore bilden Metastasen im Körper. Metastasen, vor allem im Bauchfell, sind eine Herausforderung, denn häufig schlägt die Chemo nicht an. Eine sogenannte HIPEC (Hypertherme IntraPEritoneale Chemotherapie) kann die Lösung sein. Dr. Michael J. Lipp, Chefarzt der Klinik für Gastrointestinale und Colorektale Chirurgie in der Asklepios Klinik Barmbek erklärt, was HIPEC ist, wie es angewendet wird und für welche Patienten mit welchen Krebserkrankungen es geeignet ist.

Allgemeine Sprechstunde

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