Liebe Patienten, Angehörige & Besucher,

bitte beachten Sie folgende Hinweise:

  • Bei Verdacht auf eine Corona-Infektion rufen Sie bitte den Ärztlichen Bereitschaftsdienst an: ► Wählen Sie 116 117
     
  • In medizinischen Notfällen (Schlaganfall, Herzinfarkt etc.) begeben Sie sich bitte unmittelbar in Behandlung! Ein mögliches Corona-Infektionsrisiko wird in unserer Klinik mit allen Mitteln reduziert. ► Wählen Sie den Notruf 112
     
  • Besuchsregelung: Aus Sicherheitsgründen reduzieren Sie die Besuche bei Ihren Lieben auf drei Besucher pro Tag zu separaten Zeiten und jeweils maximal 1 Stunde. Besuchszeiten: täglich 10.00 Uhr bis 17.30  Besuche auf der Intensivstation sind nach vorheriger Absprache mit den verantwortlichen Ärzten möglich. Bitte beachten Sie die Infektionsschutzrichtlinien.

Vielen Dank für Ihr Verständnis

Ihr Asklepios-Team

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Schlaganfallversorgung

Rund 300.000 Menschen in Deutschland erleiden jährlich einen Schlaganfall. Als „Schlaganfall“ bezeichnet man eine plötzlich auftretende Durchblutungsstörung im Gehirn, in deren Folge die Nervenzellen nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden und absterben. Um schwerwiegende Schäden zu verhindern, ist es wichtig, dass die Behandlung schnellstmöglich erfolgt. Eine schnelle und kompetente Untersuchung sowie Behandlung, so wie sie in unserer Klinik erfolgt, sind von größter Bedeutung.

Wir helfen Ihnen bei

  • Ischämischer Schlaganfall (Hirninfarkt)
  • Hämorrhagischer Schlaganfall (Hirnblutung)
  • Verdacht auf Schlaganfall und akuten neurologischen Symptomen

Diagnose Schlaganfall: Jede Minute zählt

Es gibt einen einfachen Test, mit dem auch medizinische Laien relativ sicher erkennen können, ob es sich um einen Schlaganfall handelt: Besteht bei einer Person der Verdacht auf einen Schlaganfall, bittet man diese zu lächeln, beide Arme gleichzeitig zu heben und einen einfachen Satz verständlich zu formulieren. Wenn dies dem Betroffenen nicht problemlos möglich ist, sollten die Anwesenden sofort reagieren und den Notruf wählen.

Schlaganfall-Patienten sollten in spezialisierten Schlaganfall-Stationen, sogenannten Stroke Units, oder einer TEMPiS-Klinik (TEMPiS: Telemedizinisches Projekt zur integrierten Schlaganfallversorgung), die mit einer Stroke Unit verbunden ist, versorgt werden. Unsere Klinik zählt zu den TEMPiS-Kliniken.

Die richtige Behandlung

Bild: Diagnose Schlaganfall mit CT

Kommt ein Patient mit auffälligen Symptomen in unser Krankenhaus, nehmen wir ihn sofort auf und erstellen eine Computertomografie (CT: computergestützte Röntgenuntersuchung) von seinem Gehirn. Ohne Zeitverlust gehen die Daten umgehend an den Spezialisten im Schlaganfallzentrum des Klinikums München-Harlaching oder des Uniklinikums Regensburg, der den Patienten per Videokamera gemeinsam mit unserem Arzt vor Ort untersucht und behandelt. So wird eine der wirksamsten Therapien bei Schlaganfall ermöglicht: die sogenannte Lyse. Hierbei wird dem Betroffenen ein Medikament injiziert, das Blutgerinnsel im Gehirn auflöst. Es darf dem Patienten aber nur verabreicht werden, wenn dies zuvor gemeinsam mit dem Facharzt aus dem Schlaganfallzentrum beschlossen wurde. Für die Betroffenen haben sich mit der Einführung von TEMPiS die Chancen, einen Schlaganfall mit keinen oder nur geringen bleibenden Schäden zu überstehen, deutlich erhöht.

Weiterhin gut versorgt: Ihre Weiterbehandlung / Nachsorge

Damit wir unsere Patienten möglichst ohne oder mit so wenigen Folgeschäden wie möglich nach Hause entlassen können, arbeiten bei uns speziell geschulte und erfahrene Ärzte, Krankenpfleger  und Therapeuten in einem interdisziplinären Team zusammen. Sie erstellen für jeden unserer Patienten einen individuellen Therapieplan mit krankengymnastischen, ergotherapeutischen, neuropsychologischen oder logopädischen Maßnahmen, um die Auswirkungen des Schlaganfalls wie Sprach- und Sprechstörungen, Lähmungen, Gefühls- und Koordinationsstörungen, Schwindel, Gangunsicherheit, Konzentrations- sowie Schluckstörungen zu mindern und im besten Fall komplett zu beheben.

Was sind die Risikofaktoren?

Verschiedene Faktoren können die Schlaganfallgefahr beeinflussen. Einige davon, wie etwa die genetische Veranlagung oder das Alter, lassen sich nicht beeinträchtigen, bei anderen kann man gut selbst aktiv werden. Wer gleich mehrere der folgenden Risikofaktoren aufweist, ist stärker gefährdet:

  • Alter: Menschen ab 60 Jahren sind besonders gefährdet
  • genetische Veranlagung
  • Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
  • Bluthochdruck, erhöhte Cholesterinwerte
  • Herzkrankheiten
  • Übergewicht und mangelnde Bewegung
  • einige Migräneformen
  • Rauchen
  • zu hoher Alkoholkonsum

Wie erkenne ich einen Schlaganfall?

Ein Schlaganfall tritt immer plötzlich und ohne größere Anzeichen im Voraus auf. Je nachdem welcher Gehirnbereich betroffen ist, kann er unterschiedliche Symptome zur Folge haben. Deren frühzeitiges Erkennen ist entscheidend für den Genesungsverlauf.

Erste Anzeichen können sein:

  • Sehstörungen
  • Sprach- und Sprachverständnisstörungen
  • plötzliche Lähmung, Taubheitsgefühl
  • Schwindel mit Gangunsicherheit
  • sehr starker Kopfschmerz

Die Symptome eines Schlaganfalls können Sekunden und Minuten anhalten, plötzlich beginnen und kurzzeitig wieder verschwinden.

Der Schlaganfall und seine Folgen

Welche Folgen ein Schlaganfall hat, hängt in erster Linie davon ab, wie viel Zeit bis zur Behandlung vergangen ist und wie viele Nervenzellen abgestorben sind. Die Auswirkungen sind daher vielfältig und können unterschiedliche Funktionen des Körpers betreffen, zum Beispiel:

  • Lähmungen
  • Empfindungsstörungen
  • Schluck- und Sprachstörungen
  • Persönlichkeitsveränderungen
  • etwa 300 Menschen sterben täglich an einem Schlaganfall

Auch hier gilt: Je früher wir mit der Behandlung beginnen, desto besser können wir Folgeschäden vermeiden beziehungsweise so gering wie möglich halten.

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