
Lea John
Patientenmanagement
Öffnungszeiten
Montag:
08:30-16:00 Uhr
Dienstag:
08:30-16:00 Uhr
Mittwoch:
08:30-16:00 Uhr
Donnerstag:
08:30-16:00 Uhr
Freitag:
08:30-15:00 Uhr

Unsere tagesklinische Behandlung ermöglicht ein der stationären psychosomatischen, psychotherapeutischen und psychiatrischen Behandlung vergleichbares Behandlungsangebot. Dabei erfolgt unsere intensive Therapie werktags zwischen 8:00 bis 15.30 Uhr.
In dieser Zeit fokussieren Sie sich auf Ihre Behandlung und Genesung, danach kehren Sie wieder in Ihr gewohntes Lebensumfeld zurück. Dadurch können Sie neu entwickelte Strategien sofort und therapeutisch begleitet in Ihren Alltag integrieren.
Sie erhalten eine hochfrequente Behandlung, die auf Ihre persönliche Situation und Ihre individuellen Bedürfnisse zugeschnitten ist. So können wir die Zeit in der Tagesklinik optimal für Ihre Genesung nutzen. Andererseits brauchen psychische Prozesse wie z.B. Trauer und Abschiede, Bewältigung von Schmerzen und Erkrankungen, Neuorientierung im Leben und Aufbau alternativer Bewältigungsstrategien auch genügend Zeit und Förderung.
Dies behalten Ihre Einzeltherapeut:innen im Blick in Abstimmung mit dem weiteren Behandler:innenteam. Diese erfolgt durch regelmäßige Teambesprechungen und kollegiale Gespräche. Externe Supervisionen und Fort- und Weiterbildungen helfen uns, unsere Ansätze kontinuierlich zu optimieren.
Bei der Bewältigung psychischer Symptome und in Krisen wünschen sich Menschen meist, verstanden und unterstützt zu werden. Dies wird durch Einzelgespräche aber auch durch unsere kleinen Gruppen mit professioneller Leitung umgesetzt, in denen Sie Vertrauen entwickeln und sich selbst persönlich gut einbringen können.
Eine bewusst gestaltete Umwelt hat nachweisbar viele positive Auswirkungen auf die Gesundheit. So kann unter Anderem Stress reduziert, der Schlaf verbessert, das Schmerzempfinden gemindert und mehr Lebensqualität erreicht werden. Diese Konzepte werden unter den Begriffen „Healing Architecture“ und „Healing Environment“ gebündelt und wurden beim Bau der Tagesklinik und Ambulanz befolgt.
Eine „heilende Umgebung“ berücksichtigt die Gestaltung von Räumen und psychosoziale Faktoren. Natürliches Licht, natürliche Elemente, Farben in Grün-, Blau- und Erdtönen und die Strukturierung unserer Räume wirken stressreduzierend, harmonisierend und heilungsfördernd.
Diesen besonderen Rahmen unterstreichen wir mit sanften Klängen und belebenden Düften und gehen hier respektvoll und mitfühlend miteinander um. Es entsteht für Sie ein besonderer, geschützter Raum, frei von Bedrohung, der Sicherheit vermittelt und ihre psychische Gesundung unterstützt.
In unserer Tagesklinik behandeln wir Patient:innen mit Depressionen, Trauma-, Stress-, Angst- und Zwangsstörungen sowie mit psychosomatischen Erkrankungen.
Grundsätzlich können wir alle Privatversicherten, Beihilfeberechtigten oder Selbstzahlenden ab 18 Jahren behandeln.
In einem ausführlichen Aufnahmegespräch und den folgenden Einzelgesprächen erfolgen die Kontaktaufnahme, eine beginnende Diagnostik und die Erstellung eines auf Sie, Ihre Beschwerden, Bedürfnisse und Ziele zugeschnittenen spezifischen Behandlungsprogramms, welches Einzel- und Gruppenpsychotherapie, kreative und künstlerische Verfahren, Sport- und Bewegungstherapie, Entspannungsverfahren aber auch eine qualifizierte Psychopharmakotherapie beinhalten kann.
Unsere tagesklinische Behandlung läuft typischer weise in vier Phasen ab, in denen verschiedene Aspekte und Aufgaben im Vordergrund stehen.
Der Übergang in die ambulante Behandlung wird gebahnt und kann, wenn erforderlich, auch durch unser Team in der Ambulanz noch weiter begleitet werden.
Wir bieten sowohl verhaltenstherapeutische als auch tiefenpsychologische und ggf. systemische Therapiemethoden an, so dass wir Ihre Behandlung individuell an Sie anpassen können.
Bei der kognitiven Verhaltenstherapie vollzog sich seit den 90er Jahren ein Wandel, der als „dritte Welle“ der Verhaltenstherapie benannt wurde. Sie vereint verschiedene Weiterentwicklungen, die sich wissenschaftlich fundiert mit komplexen Phänomenen menschlichen Verhaltens beschäftigen, die in bisherigen Modellen nicht zufriedenstellend erklärt und behandelt werden konnten. Neue thematische Schwerpunkte sind in diesem Rahmen Achtsamkeit, Akzeptanz, persönliche Werteorientierungen und Spiritualität.
Zu diesen Verfahren der „Dritten Welle“, die auch bereits Eingang in Behandlungsleitlinien gefunden haben und die wir in unsere Behandlungen integrieren wollen, zählen das Cognitive Behavioral Analysis System of Psychotherapy (CBASP) für chronifizierte depressive Störungen, die Schematherapie (ST) und die Akzeptanz- und Commitmenttherapie (ACT).
Außerdem werden wir bei Notwendigkeit spezifische psychotherapeutischen Behandlungstechniken für Traumafolgestörungen integrieren und anwenden (z.B. systematische Traumaexposition oder Imagery Rescripting and Reprocessing Therapy: IRRT oder Eye Movement Desensitation and Reprocessing Therapie: EMDR).
Eine gut gelingende therapeutische Beziehung stellt neben anderen spezifischen Elementen einen starken Wirkfaktor in psychotherapeutischen Behandlungsprozessen dar. Die Einzelpsychotherapie ist dabei ein wirksamer Rahmen für eine gelingende Beziehungsgestaltung und entspricht dem klassischen Goldstandard der psychotherapeutischen Behandlung.
Daher stellt die Einzelpsychotherapie das Herzstück unserer Behandlung dar, findet in ruhiger Atmosphäre in der Regel zweimal in der Woche statt und wird von den qualifizierten Psychotherapeuti:nnen (approbierte Psychologische Psychotherapeut:innen und Fachärzt:innen für Psychiatrie und Psychotherapie oder für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie) übernommen.
Sie dient neben der bereits erwähnten Beziehungsgestaltung der systematischen psychosomatischen und psychiatrischen Diagnostik, der Fallkonzeptualisierung, der Entwicklung eines individuellen bio-psycho-sozialen Krankheitsmodells, der Ableitung von Therapiezielen und psychotherapeutischen Bearbeitung dieser Ziele. Außerdem werden hier die anderen Maßnahmen der Behandlungen (Gruppentherapie) indiziert und deren Ergebnisse wieder ins Gesamtbehandlungskonzept eingeordnet.
Hier werden außerdem weiterführende notwendige Maßnahmen für die Zeit nach der Behandlung erarbeitet und eingeleitet, ein Notfallplan konzeptualisiert und Sie im Abschiedsprozess unterstützt.
Psychotherapeutische Gruppentherapien stellen einen zweiten Behandlungsschwerpunkt dar und werden täglich angeboten. Dabei handelt es sich um thematisch und didaktisch sehr unterschiedliche Gruppen.
Das Spektrum umfasst regelmäßige Psychoeduaktion zu krankheits- und gesundheitsrelevanten Themen (z.B. über Kommunikation, Problemlösetechniken, gesunde Ernährung, Schlaf, Psychopharmaka), themenoffene Gesprächsgruppen, eine kognitiv-verhaltenstherapeutische Gruppe (KVT-Gruppe), eine ACT-Gruppe und eine Gruppe zum sozialen Kompetenztraining.
Außerdem planen wir eine ressourcenorientierte Gruppe und eine Gruppe zum therapeutischen Schreiben.
Die Wirksamkeit der Sport- und Bewegungstherapie bei psychischen und psychosomatischen Erkrankungen beruht auf der Wechselwirkung zwischen Psyche und Körper, welche gut erforscht ist.
Psychisches Erleben drückt sich im Körper aus, so wie sich das körperliche Erleben auch auf die Psyche auswirkt.
Ausgehend vom personalisierten Krankheitsmodell und der individuellen Leistungseinschätzung durch die Fachärzt:innen und Sporttherapeut:innen bringen wir in der privaten Tagesklinik und Ambulanz ein gezieltes sport- und bewegungstherapeutisches Programm zur Verbesserung der Befindlichkeit, des Umgangs mit persönlichen Problemen und der Gesundheitsvorsorge zur Anwendung.
In enger Verzahnung mit dem psychotherapeutischen und medizinischen Vorgehen erarbeiten wir Zusammenhänge zwischen Körper und Psyche, Befindlichkeit und Ausdrucksverhalten und greifen Störungen z.B. bezüglich des Körperschemas und einer negativen körperbezogenen Selbstbewertung auf.
Das sport- und bewegungstherapeutische Angebot wird durch eine Vielzahl spezifischer Methoden repräsentiert wie z.B. Fitnesstraining, Gymnastik, Kleine Spiele, Rückenschule, körpertherapeutische Ansätze, Funktionstraining, Wandern, Walking und Yoga.
Die Kreativtherapie ist ein unverzichtbarer Baustein unseres Behandlungsprozesses. Dabei werden Einzelkontakte wie auch Gruppen angewendet.
Wir nutzen verschiedene Methoden, um eine individuelle Passung für jede:n Patient:in zu erreichen. Zu unterscheiden sind:
Durch sachbezogene, alltagsorientierte Übungen sollen verloren gegangene oder nicht vorhandene Kompetenzen erworben werden. Dies kann u.a. durch die Nutzung lebenspraktischer, handwerklicher und/oder arbeitsbezogener Medien zur Übung bestimmter Tätigkeiten gefördert werden. Sie können eine bessere Orientierung und Selbsteinschätzung (Introspektion) erlangen und lernen, einen Bezug zur Realität herzustellen. Die über diesen Behandlungsweg erreichten Erfolge helfen dann, Stabilität und Selbstvertrauen zu stärken.
Es handelt sich hierbei um die Förderung der Ausdrucksfähigkeit und Selbstdarstellung, der Wahrnehmung eigener seelischer Vorgänge und momentaner Stimmungen auf der vorbewussten Ebene. Durch die Anregung der spielerischen Phantasie wird die Auseinandersetzung mit neuen und alten Inhalten und Verhaltensweisen ermöglicht. Den ausdruckszentrierten Übungen liegen tiefenpsychologisch orientierte Konzepte zu Grunde.
Sie können sich dadurch Möglichkeiten erschließen, über kreativ-gestalterisches Tun und Handeln zur besseren Wahrnehmung von Erlebnisqualitäten zu finden, d.h. lernen, Wünsche, Bedürfnisse und Gefühle insbesondere nonverbal, aber auch verbal zum Ausdruck zu bringen. Dabei steht der Gestaltungsprozess im Vordergrund als Weg zu besserem Selbstverständnis und Einblick in die darin begründeten persönlichen Reaktions- und Verhaltensweisen.
In diesem überwiegend prozessorientierten Gruppenangebot mit soziozentrierten, interaktionellen Übungen steht die Förderung von sozialen Kompetenzen und Beziehungsfähigkeiten, Selbst- und Fremdwahrnehmung, Kommunikations- und Interaktionsfähigkeit sowie situationsgerechtem Verhalten im Vordergrund.
Entspannungsverfahren haben traditionell ein breites Einsatzspektrum und sind wie die Kreativtherapie und die Sport- und Bewegungstherapie unverzichtbar in der Behandlung psychosomatischer und psychiatrischer Störungen. Dabei werden sie bei uns adjuvant (also im Zusammenwirken mit anderen Therapieelementen) vermittelt, entfalten jedoch darüber hinaus auch einen vorbeugenden Effekt, da sie später auch im Alltag angewendet werden können und nehmen somit in der Rückfallprophylaxe einen großen Stellenwert ein.
Gut belegt sind ihre Wirkungen bei Ängsten, Depressionen, Schlafstörungen, Spannungskopfschmerzen, Migräne, Hypertonie und weiteren stressassoziierten Erkrankungen. Sie verbessern vorbeugend die Stressabwehr, die Erholungs- und Schlaffähigkeit, die Lernfähigkeit und Gedächtnisleistung, schirmen vor störenden Gefühlsschwankungen ab und verringern die Schmerzwahrnehmung.
Folgende Entspannungsverfahren bieten wir an:
Außerdem werden Achtsamkeitstechniken (z.B. Body-Scan, Meditation) vermittelt, die obligatorischer Bestandteil achtsamkeitsinformierter und achtsamkeitsbasierter moderner psychotherapeutischer Behandlungstechniken sind wie der Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT), der dialektisch-behavioralen Therapie (DBT) und der Mindfullness Based Cognitive Therapy (MBCT).
Die Verordnung von Psychopharmaka ist insbesondere bei einer Gruppe psychiatrischer Erkrankungen wie z.B. der schwereren depressiven Episode, bei Zwangsstörungen, der bipolaren Störung oder bei schweren bzw. psychotherapieresistenten Angststörungen unverzichtbar, hilfreich, wissenschaftlich fundiert und wird in Behandlungsleitlinien (z.B. Nationale Versorgungsleitlinien unipolare Depression, S3 Leitlinie Angststörungen) gefordert. Außerdem stellt sie bei einer Reihe weiterer Erkrankungen eine zusätzliche Behandlungsmöglichkeit dar (z.B. bei chronischen Schmerzstörungen, Somatisierungsstörungen, Essstörungen).
Im Sinne eines ganzheitlichen Ansatzes bieten wir Ihnen daher eine fundierte und ausführliche Beratung und Aufklärung zu einer möglichen Pharmakotherapie an.
Bei Einverständnis führen wir Ihre Pharmakotherapie fort oder optimieren diese. Möglich ist auch eine Neueinstellung mit Überwachung möglicher Nebenwirkungen und der Durchführung der etablierten Sicherheitsuntersuchungen im Verlauf (je nach Medikation Blutdruck- und Pulskontrollen, EKG, Labor).
Bei saisonalen Depressionen ist eine Lichttherapie indiziert und weitgehend nebenwirkungsfrei anwendbar. Zudem kann die Lichttherapie auch bei Antriebs- und Stimmungsstörungen und depressiven Zuständen anderer Ursachen helfen und ist unkompliziert mit allen anderen Behandlungsmassnahmen kombinierbar. Daher bieten wir Ihnen auch eine Lichttherapie an.

Patientenmanagement
Montag:
08:30-16:00 Uhr
Dienstag:
08:30-16:00 Uhr
Mittwoch:
08:30-16:00 Uhr
Donnerstag:
08:30-16:00 Uhr
Freitag:
08:30-15:00 Uhr