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Hodenkrebs

Der Hodenkrebs ist die häufigste Krebserkrankung des jungen Mannes. Der Häufigkeitsgipfel liegt zwischen dem 20.-45. Lebensjahr. In Deutschland erkranken jährlich etwa 4.000 Männer an Hodenkrebs. Allgemein gilt: je früher der Hodenkrebs erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Rund 95 % der Männer mit Hodenkrebs werden durch eine leitliniengerechte Therapie wieder gesund. Daher gilt Hodenkrebs als das Paradebeispiel einer heilbaren Krebserkrankung.

Diagnostik

Besteht der Verdacht auf Hodenkrebs, sollten entsprechende Untersuchungen zur weiteren Abklärung eingeleitet werden.

Bei der körperlichen Untersuchung werden beide Hoden vom Arzt abgetastet und fachgerecht beurteilt. Mittels Ultraschalluntersuchung, die nicht schmerzhaft ist und keine Strahlenbelastung verursacht, kann der Befund bildlich dargestellt und fachgerecht beurteilt werden.

Eine wichtige diagnostische Ergänzung sind Blutuntersuchungen zur Bestimmung der sogenannten Tumormarker. Hierbei handelt es sich um folgende im Blut zirkulierende, körpereigene Stoffe, welche bei einer Hodenkrebserkrankung vermehrt auftreten können:

  • AFP (Alpha-Feto-Protein)
  • Beta-HCG (Humanes Choriongonadotropin)
  • LDH (Lactatdehydrogenase)

Im Rahmen der Ausbreitungsdiagnostik wird eine Computertomographie (CT) oder eine Kernspintomographie (MRT) der Lunge und des Bauchraums durchgeführt. Diese bildgebende Diagnostik liefert wichtige Informationen über eine mögliche Ausbreitung/ Streuung des Tumors in Lymphknoten oder Nachbarorgane (Metastasen), so dass anhand des Gesamtbildes die geeignete Therapie ausgewählt werden kann.

Operation

Die erste Behandlungsmaßnahme beim begründeten Verdacht auf Hodenkrebs ist grundsätzlich die operative Entfernung des betroffenen Hodens (Orchiektomie oder Ablatio testis oder Semikastration) mitsamt Samenstrang. Diese wird in der Regel über einen Schnitt durch die Leiste durchgeführt. In gleicher Sitzung eine separate Probeentnahme (Biopsie) der Gegenseite zur weiteren Untersuchung.

Die Operation ist für die endgültige Diagnosestellung erforderlich, aber auch gleichzeitig der erste wichtige therapeutische Schritt.

Chemotherapie

Ziel der Chemotherapie ist Krebszellen im ganzen Körper durch zellwachstumshemmende Medikamente (Zytostatika/ Chemotherapeutika) abzutöten. Zytostatika wirken gut gegen schnell wachsende Zellen, eine Eigenschaft, die auf Hodentumorzellen zutrifft.

Strahlentherapie (Radiatio)

Eine Strahlentherapie kann zur Behandlung von Seminomen in verschiedenen Stadien eingesetzt werden. Im Unterschied zum Seminom ist die Strahlentherapie keine Behandlungsoption für Nicht-Seminome.

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