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    Bei Verdacht auf Infektion mit dem neuen Coronavirus kommen Sie bitte nicht direkt in die Notaufnahme, sondern rufen vorab Ihren Hausarzt oder den Ärztlichen Bereitschaftsdienst an:
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Bild: Mehrsprachige Grafik zum Besuchsverbot in den Asklepios Kliniken

Krebserkrankung des Scheideneingangs (Vulvakarzinom)

Das Vulvakarzinom ist eine bösartige Erkrankung des Scheideneingangs (Vulva). Weniger als 2 von 100 000 Frauen erkranken pro Jahr an dieser Erkrankung. Betroffen sind besonders ältere Frauen ab 60 Jahren, aber auch bei jüngeren Frauen kann es gelegentlich auftreten. Das Vulvakarzinom ist relativ selten und macht nur ca. 4 bis 5% aller Genitalkarzinome der Frau aus. Es können alle Regionen des Schambereichs der Frau betroffen sein, meist sind es jedoch die äußeren oder inneren Schamlippen (80%). In rund 10% liegt der Befund an der Klitoris oder an der hinteren Kommissur.

Die Krankheitszeichen (Symptome) beim Vulvakarzinom sind eher unspezifisch. Ein starker Juckreiz tritt häufig auf. Deshalb gehen viele Frauen zu spät zum Arzt und behandeln zunächst mit verschiedensten Cremes selbst. Neben dem Schambereich können die Lymphknoten der Leiste und des Beckens und auch angrenzende Organe, wie Blase oder Darm sowie die Scheide betroffen sein.

Da die Erkrankung oft erst in einem fortgeschrittenen Stadium entdeckt wird, ist die Prognose eher schlecht. Sie hängt unter anderem von der Größe des Tumors, der Infiltrationstiefe, d.h. wie tief der Tumor in das darunter liegende Gewebe eingedrungen ist, und vom Befall der Lymphknoten ab.

Da die Entfernung der Leistenlymphknoten häufig zu Problemen führt (Lympheinlagerungen z.B.) führen wir in den frühen Fällen auch hier eine Wächterlymphknotenentfernung (Sentinel-Node-Biopsie) durch.

Der erste Schritt: Die richtige Diagnostik

Neben der Krankengeschichte (Anamnese) ist eine körperliche und gynäkologische Untersuchung erforderlich. Der Befund an der Vulva und die Leisten(-Lymphknoten) müssen in Augenschein genommen werden. Bei großen schmerzunempfindlichen Tumoren entnehmen wir eine Gewebeprobe (Histologie) um die Diagnose zu sichern. Ansonsten gibt es auch die Möglichkeit das in lokaler Betäubung oder mit einer kurzen Narkose durchzuführen.

Weiterhin benötigen wir eine Röntgenuntersuchung der Lunge und des Beckens (Computertomographie) sowie ggf. eine Magnetresonanztomographie (MRT). Ist der Tumor fortgeschritten werden Harnblase (Zystoskopie) und Enddarm (Rektoskopie) gespiegelt um auszuschließen, dass das Vulvakarzinom in die Nachbarorgane eingewachsen ist.

Ganz auf Sie abgestimmt: Unser Behandlungsangebot

Die Therapie orientiert sich am Stadium Ihrer Erkrankung. Wenn wir alle Befunde zusammengeführt haben, reden wir mit Ihnen ausführlich über die operativen Möglichkeiten.

Hierbei werden selbstverständlich auch kosmetische Aspekte mit einbezogen. Wenn möglich versuchen wir nur den erkrankten Teil der Vulva zu entfernen und in der Leiste den Wächterlymphknoten (Sentinel), damit der Eingriff so sicher wie nötig und so wenig belastend wie möglich für Sie ist. Wenn der Tumor sehr groß ist, besteht die Möglichkeit den Bereich kosmetisch durch Einschwenken von körpereigenem Gewebe wieder zu verschließen (Defektdeckung durch Lappenplastik).

Weiterhin gut versorgt: Ihre Weiterbehandlung / Nachsorge

In der interdisziplinären Tumorkonferenz werden abschließend im Expertenteam alle Ergebnisse besprochen und entsprechend der neuesten Leitlinien erfolgt eine Empfehlung für die nachfolgende Therapie. Hier kommt es z.B. auf den Tumorbefall der Lymphknoten an, ob eine Bestrahlung notwendig ist.

Nach Abschluss der Behandlung erfolgen die üblichen Nachsorgen zum Ausschluss eines Wiederauftretens zunächst vierteljährlich, später in größeren Abständen.

 

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