Rund um die Geburt

Die Geburt eines Kindes gehört zu den aufregendsten und schönsten Erlebnissen in unserem Leben. Jede Frau erlebt die Geburt anders und hat eigene Vorstellungen. Unsere Aufgabe ist es, Ihnen dabei zu helfen, diese Erwartungen in einer entspannten Atmosphäre und mit hohem Sicherheitsgefühl zu erfüllen. Nach Bedarf stehen Ihnen verschiedene Schmerztherapien und Entspannungsmethoden zur Verfügung.

Selbstbestimmt, natürlich und sicher entbinden

Kreissaal in der Geburtsklinik vom Asklepios Klinikum Uckermark in Schwedt
© Asklepios Klinikum Uckermark

In der heutigen Zeit gibt es viele Möglichkeiten, um Ihre Geburt als ein individuelles und wunderschönes Ereignis zu erleben. Wir sehen uns als Wegbegleiter und haben eine Atmosphäre geschaffen, in der wir ganz auf Sie eingehen können.

In zwei Kreißsälen mit umfangreicher Ausstattung bieten wir Ihnen neben der klassischen Geburt im Bett auch alternative Methoden wie Gebärwanne der Gebärhocker an. Ihnen stehen viele Möglichkeiten zur Verfügung und Sie können diese auch unter der Geburt Ihre Geburtsposition frei wählen und verändern, soweit der Geburtsverlauf es zulässt.

>> Flyer: Baby unterwegs? Unsere Angebote rund um die Geburt.

Diese Angebote erwarten Sie während Ihrer Geburt

Wohlfühlatmosphäre - liebevoll, geborgen und sicher

  • Musik und Visualisierung – Bringen Sie Ihre Lieblings- und Entspannungs-CDs mit, um zwischen den Wehen an etwas Angenehmes zu denken. Selbstverständlich verfügen wir auch vor Ort über ein entsrechendes Angebot.
  • Warme Bäder reduzieren die Stresshormone im Blut und erhöhen die Toleranz gegenüber Schmerzen. Je wärmer das Wasser ist, desto stärker werden die Schmerzen gelindert. Genauso gut wirken warme Kompressen (mit homöopathischen Ölen) beim Dehnen und Vorbereiten des Dammes.
  • Massage – sie entspannt die ermüdeten Muskeln und regt den Kreislauf an. Hier kann der Partner als Unterstützung gern mit einbezogen werden.
  • Bewegung steigert nicht nur die Sauerstoffzufuhr zur Gebärmutter und die Endorphinproduktion (Glückshormone),  sondern erleichtert auch den Weg des Kindes durch den Geburtskanal.

Schmerzarme Geburt mittels Homöopathie und Akupunktur

  • Eine Geburt kann auch mittels Homöopathie und Akupunktur positiv beeinflusst werden. Sehr gern bieten wir Ihnen diese Möglichkeiten der sanften Medizin als Alternative zu klassischen Behandlungsmethoden an.

Schmerzarme Geburt mittels Lachgas - ohne Nadeln und Katheter

Lachgas - Livopan®

ist eine feste Mischung von 50% Lachgas, d.h. Distickstoffmonoxid (NO2) und 50% Sauerstoff (O2). Hiermit kann eine ausgezeichnete Schmerzlinderung ohne Nadel erreicht werden und gleichzeitig erfolgt eine gute zusätzliche Sauerstoffzufuhr.

Eine besondere und sehr angenehme Eigenschaft von Lachgas, ist seine angstlösende Wirkung, d.h. Sie entspannen und mit Ihnen der Beckenboden, so dass der natürliche Geburtsablauf unterstützt wird. Neben der liebevollen Betreuung durch Ihre Hebamme hilft das ganz besonders gut Ängste und Verspannungen abzubauen.

Die Anwendung liegt dabei buchstäblich ganz in Ihrer Hand, so dass Sie mit der individuell gesteuerten Inhalation wieder einen Schritt mehr zur selbstbestimmten Geburt gehen. Natürlich ist die Hebamme die ganze Zeit bei Ihnen, um Sie zu begleiten.

Gerade wenn Sie keine PDA wünschen, wenn es aufgrund von Wirbelsäulenerkrankungen nicht möglich ist eine PDA zu erhalten oder die Wirkung der PDA nicht mehr rechtzeitig einsetzen kann, weil die Geburt Ihres Kindes unmittelbar bevorsteht, ist Livopan® für Sie eine sichere Brücke, da es nahezu augenblicklich wirkt, aber auch bei Beendigung genauso schnell wieder abgeatmet wird. Damit entstehen für Ihr Kind keine negativen Wirkungen in der Umstellungsphase auf die eigenständige Atmung.

Schmerzarme Geburt dank klassischer PDA (Periduralanästhesie)

Muttermilch für Ihr Kind

Die PDA (Periduralanästhesie) ist eine weitere sehr gute Möglichkeit den Wehenschmerz nahezu auszuschalten. Ein winziger Schlauch (Katheter) wird hierbei vom erfahrenen Anästhesisten in den Raum, der das Rückenmark umgibt, eingelegt und über eine kleine Pumpe mit einem Medikament die Schmerzleitung vom Rückenmark zum Gehirn blockiert. Die Einlagestelle wird zuvor betäubt, so dass Sie auch hierbei keinerlei Schmerzen haben. Mit der PDA können Sie sich in der Regel normal bewegen und die Geburt Ihres Kindes aktiv unterstützen und erleben.

Bonding unmittelbar nach der Geburt

Als Bonding wird die Bindung zwischen dem Kind und seiner Mutter (bzw. seinen Eltern) bezeichnet. Diese beginnt bereits in der Schwangerschaft und soll nach der Geburt nicht unterbrochen sondern bewusst weitergeführt und vertieft werden. Der erste ungestörte Hautkontakt schafft langfristig die Grundlage für eine dauerhafte, stabile und ausgewogene Beziehung und sollte ermöglicht und möglichst wenig gestört werden. Dies gilt auch nach Vakuumentbindung und beim Kaiserschnitt, sobald der Zustand von Mutter und Kind dies erlaubt und die Mutter das möchte. Zugedeckt mit einer warmen Decke werden durch die Körperwärme, die intensive Berührung, den Herzschlag, den Geruch, die Atmung und die Bewegungen alle Sinne bei Mutter und Kind (oder Vater und Kind) stimuliert und das Gefühl der Zusammengehörigkeit gestärkt. Wohlbefinden und Sicherheit stellen sich ein.

Die Bonding-Auswirkungen

  • Förderung der Mutter-Kind-Bindung (Eltern-Kind-Bindung)
  • Schutz vor Infektionen und Allergien, auch durch frühes Stillen
  • Stabilere Temperaturregulierung des Neugeborenen
  • Stabilerer Blutzuckerspiegel
  • Bessere Atmung, Atemstörungen sind seltener
  • Unterstützung des Stillens durch: Frühes und effektives Saugverhalten
  • Häufigeres Stillen in den ersten drei Monaten nach der Geburt

Wann?

In unserer Klinik wird das Bonding ganz im Sinne des babyfreundlichen Krankenhauses nach WHO/Unicef bei allen unauffälligen Neugeborenen angeboten und aktiv gefördert. Auch bei geplantem Kaiserschnitt oder unkompliziertem Kaiserschnitt nach begonnener vaginaler Geburt können gesunde Neugeborenem (ab 35+0 Schwangerschaftswochen) bereits kurz nach der Entwicklung auf die Brust der Mutter gelegt werden. Die Hebamme unterstütz ggf. die Eltern beim Halten des Kindes.

Bonding ist die beste Stillförderung und Stillen die beste Bondingförderung. Grundsätzlich gilt: Je länger die anwesenden Geburtshelfer Eltern und Kind alleine miteinander interagieren lassen, desto nachhaltiger vollzieht sich das Bonding.

Vorteile des frühen Stillens

  • Die Mutter erlebt ihr Kind aktiv und ist bestärkt in dem Gefühl, dass alles in Ordnung ist
  • Die Kontraktion und Rückbildung der Gebärmutter wird unterstützt
  • Das Saugen stimuliert die Hormonausschüttung und die Milchbildung; das Hormon Prolaktin fördert mütterliches Verhalten
  • Das Kolostrum (die sog. Vormilch) enthält hohe Anteile an Immunfaktoren (Stichwort Nestschutz).
  • Enzyme des Kolostrums fördern die Verdauung, Wachstumsfaktoren und Hormone die Darmreifung.
  • Stabilisierung der Bifidusflora im Darm und protektiv gegen Dysbiose.

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