
Heike Braun
Chefarztsekretariat
In der interventionellen Radiologie der Asklepios Klinik Nord in Hamburg-Heidberg behandeln wir zahlreiche Erkrankungen gezielt über kleine Gefäßzugänge oder bildgesteuerte Punktionen. Mithilfe von Röntgen, Ultraschall oder Computertomografie können wir Katheter, Nadeln und andere Instrumente präzise an den Ort der Erkrankung führen und dort behandeln.
Das Spektrum reicht von Erkrankungen der Arterien und Venen über Blutungen und Erkrankungen innerer Organe bis zu ausgewählten Tumorerkrankungen und chronischen Beschwerden des Bewegungsapparates. Viele Eingriffe können in örtlicher Betäubung oder mit einer leichten Sedierung durchgeführt werden.
Welche interventionelle Behandlung infrage kommt, hängt vom jeweiligen Krankheitsbild ab und wird häufig gemeinsam mit den beteiligten Fachbereichen entschieden.
• Minimalinvasive Behandlung von Arterien und Venen
• Embolisationen bei Blutungen und Gefäßerkrankungen
• Interventionen an Leber, Gallenwegen und weiteren Organen
• Interventionelle Tumorbehandlungen
• Bildgesteuerte Biopsien, Drainagen und Ablationen
• Behandlung ausgewählter chronischer Beschwerden des Bewegungsapparates
• Spezialisierte Embolisationen, zum Beispiel an Prostata oder Gebärmutter
Verengte oder verschlossene Arterien können die Durchblutung von Organen und Geweben beeinträchtigen. Mit Katheterverfahren können wir solche Engstellen bei geeigneten Patient aufdehnen und bei Bedarf mit einem Stent stabilisieren.
Zu unserem Spektrum gehören unter anderem interventionelle Behandlungen bei Erkrankungen der Bauch- und Nierenarterien sowie ausgewählten weiteren Gefäßveränderungen.
Auch Erkrankungen des venösen Gefäßsystems lassen sich in vielen Fällen interventionell behandeln. Dazu gehören chronische Verschlüsse der tiefen Beckenvenen, Beschwerden nach einer tiefen Venenthrombose sowie bestimmte anatomisch bedingte Gefäßengstellen.
Je nach Befund können verschlossene Venen wieder eröffnet und mit speziellen venösen Stents stabilisiert werden.
Bei einer Embolisation werden ausgewählte Blutgefäße gezielt verschlossen. Das Verfahren kann beispielsweise eingesetzt werden, um Blutungen zu stillen oder krankhafte Gefäßverbindungen zu behandeln.
Zu unserem Spektrum gehören unter anderem interventionelle Behandlungen bei Bluthusten, bestimmten Gefäßmissbildungen und weiteren Blutungsquellen.
Bei Erkrankungen der Leber und des Pfortadersystems kommen verschiedene interventionelle Verfahren zum Einsatz.
Dazu gehören unter anderem die gezielte Behandlung von Lebertumoren, die Versorgung von Pfortaderverengungen sowie der transjuguläre intrahepatische portosystemische Shunt, kurz TIPS, bei ausgewählten Patient mit erhöhtem Druck im Pfortadersystem.
Bei ausgewählten Tumorerkrankungen ermöglichen bildgesteuerte Verfahren eine lokale Behandlung direkt am erkrankten Gewebe.
Dazu gehören unter anderem die transarterielle Chemoembolisation, kurz TACE, bei Leberkrebs sowie Ablationen, bei denen Tumorgewebe durch Wärme gezielt zerstört wird. Auch bei bestimmten Nierentumoren, Knochentumoren und Knochenmetastasen können interventionelle Verfahren eingesetzt werden.
Biopsien zur Gewinnung von Gewebeproben gehören ebenfalls zu unserem Spektrum.
Bei ausgewählten chronischen Beschwerden an Gelenken und Sehnen kann die transarterielle periartikuläre Embolisation, kurz TAPE, eine minimalinvasive Behandlungsmöglichkeit darstellen.
Das Verfahren kommt bei uns unter anderem bei Arthrose sowie bestimmten Beschwerden an Schulter, Ellenbogen, Hüfte, Knie und Fuß zum Einsatz. Dabei arbeiten wir eng mit der Orthopädie und Unfallchirurgie zusammen.
Auch bestimmte gutartige Erkrankungen lassen sich mithilfe gezielter Embolisationen behandeln. Bei einer gutartigen Prostatavergrößerung kann mit einer Prostataarterienembolisation die Blutversorgung der Prostata reduziert werden. Bei ausgewählten Erkrankungen der Gebärmutter kommt eine Uterusarterienembolisation infrage.
Wenn ein gestörter Galleabfluss nicht ausreichend endoskopisch behandelt werden kann, können wir die Gallenwege unter Bildkontrolle von außen erreichen. Dabei können Engstellen aufgedehnt oder Drainagen angelegt werden.
Unter CT- oder Ultraschallkontrolle führen wir gezielte Biopsien und Drainagen durch. Darüber hinaus können bestimmte schmerzhafte Erkrankungen interventionell behandelt werden.
Dazu gehören beispielsweise die Zementstabilisierung schmerzhafter Knochenmetastasen und ausgewählte bildgesteuerte Verfahren zur Schmerzbehandlung.
Bei Lymphansammlungen oder unklaren Lymphleckagen können wir die Lymphwege bildlich darstellen und in ausgewählten Fällen die Ursache interventionell behandeln.

Chefarztsekretariat
Dr. Beate Schädlich
Kardiologie (Asklepios Klinikum Harburg)
Alle Versicherte