
Heike Braun
Chefarztsekretariat
Chronische Gelenk- und Sehnenbeschwerden können die Beweglichkeit und Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Wenn konservative Behandlungen nicht ausreichend helfen, kann bei ausgewählten Patient eine transarterielle periartikuläre Embolisation, kurz TAPE, eine zusätzliche Behandlungsmöglichkeit sein.
Bei diesem minimalinvasiven Verfahren führen wir über einen kleinen Gefäßzugang einen feinen Katheter bis in die Nähe der schmerzhaften Region. Dort werden gezielt krankhaft neu gebildete Gefäße verschlossen, die mit chronischen Entzündungsprozessen und Schmerzen in Verbindung stehen können.
In der Asklepios Klinik Nord in Hamburg-Heidberg arbeiten Interventionelle Radiologie sowie Orthopädie und Unfallchirurgie bei der Auswahl und Behandlung der Patient eng zusammen. Gemeinsam prüfen wir, ob TAPE für das jeweilige Krankheitsbild eine geeignete Therapieoption ist.
TAPE kann bei bestimmten chronischen entzündlichen oder degenerativen Beschwerden des Bewegungsapparates eingesetzt werden. Voraussetzung ist eine sorgfältige Abklärung der Ursache und der bisher möglichen Behandlungsoptionen.
Zu den in Hamburg-Heidberg behandelten Krankheitsbildern gehören unter anderem:
Tennisarm
Achillodynie
Auch Viewegs Übersicht führt Arthrose, Frozen Shoulder, Achillodynie und Plantarfasziitis ausdrücklich als Erkrankungen auf, die in Heidberg mit TAPE behandelt werden.
Bei chronischen Entzündungsprozessen können sich im betroffenen Gewebe kleine neue Blutgefäße bilden. Über diese Gefäße gelangen auch Nervenfasern in die schmerzhafte Region. Bei der TAPE werden die entsprechenden Gefäße zunächst mittels Angiografie dargestellt. Anschließend bringen wir über einen sehr feinen Katheter kleine Partikel in die betroffenen Gefäße ein und verschließen sie vorübergehend.
Ziel ist es, den entzündlichen Prozess und damit verbundene Schmerzen zu reduzieren. Die verwendeten Partikel bauen sich nach einiger Zeit wieder ab. Das Verfahren erfolgt in örtlicher Betäubung.
Vor einer TAPE erfolgt zunächst eine orthopädische Beurteilung. Dabei wird geprüft, welche Ursache den Beschwerden zugrunde liegt und welche konservativen oder operativen Behandlungsmöglichkeiten grundsätzlich zur Verfügung stehen.
Kommt TAPE als geeignete Option infrage, erfolgt die weitere Planung gemeinsam mit der Interventionellen Radiologie. Der Eingriff selbst wird über einen kleinen Gefäßzugang durchgeführt. Unter Röntgenkontrolle führen wir den Katheter zu den betroffenen Gefäßen und embolisieren diese gezielt. Eine Vollnarkose ist in der Regel nicht erforderlich.
Ob eine TAPE infrage kommt, prüfen wir gemeinsam mit den Kolleg:innen aus der Orthopädie und Unfallchirurgie. Dabei berücksichtigen wir die Ursache der Beschwerden, die bisherige Behandlung und die Frage, welche konservativen, operativen oder interventionellen Möglichkeiten im individuellen Fall sinnvoll sind.

Chefarztsekretariat
Dr. Beate Schädlich
Kardiologie (Asklepios Klinikum Harburg)
Alle Versicherte