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Hohe Blutfette erhöhen das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und Durchblutungsstörungen der Beine
Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind nach wie vor die häufigste Todesursache in Deutschland. Anlässlich des bundesweiten Tags des Cholesterins der Deutschen Gesellschaft für Lipidologie (DGFL) – Lipid-Liga am 12. Juni rufen Prof. Dr. Stephan Willems, Chefarzt der Kardiologie und Internistischen Intensivmedizin der Asklepios Klinik St. Georg, und PD Dr. Marwan Youssef, Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie und Endovaskuläre Chirurgie an der Asklepios Klinik Nord – Heidberg, dazu auf, Cholesterinwerte regelmäßig kontrollieren zu lassen. Denn mehr als 80 Prozent der kardiovaskulären Risikopatient:innen in Deutschland sind therapeutisch nicht optimal eingestellt.
Ein dauerhaft erhöhter LDL-Cholesterinwert führt zu Ablagerungen in den Blutgefäßen und begünstigt die Entstehung von Atherosklerose – der Hauptursache für Herzinfarkte und Schlaganfälle. „Viele Menschen kennen ihre Blutfettwerte gar nicht oder unterschätzen die Bedeutung erhöhter Cholesterinwerte für ihr persönliches Herzrisiko“, erläutert Prof. Dr. Stephan Willems, Chefarzt der Klinik für Kardiologie und Internistischen Intensivmedizin an der Asklepios Klinik St. Georg. Die aktuellen europäischen Leitlinien aus dem Jahr 2025 betonen die Bedeutung einer frühzeitigen und konsequenten risikoadaptierten Senkung des LDL-Cholesterins. Dabei gelten je nach individuellem Risiko unterschiedliche LDL-Zielwerte: Bei sehr hohem Risiko und bei bereits vorliegender Atherosklerose sollte der LDL-Wert unter 55 mg/dl liegen, bei hohem Risiko unter 70 mg/dl. „Das Prinzip lautet: Je niedriger das LDL-Cholesterin, desto besser der Schutz vor kardiovaskulären Ereignissen“, betont der Kardiologe und empfiehlt die Blutfettwerte im Rahmen von Vorsorgeuntersuchungen beim Hausarzt regelmäßig überprüfen zu lassen.
Neben dem hohen LDL-Cholesterin erhöhen insbesondere auch Rauchen, Bluthochdruck, Diabetes mellitus, familiäre Häufungen das Risiko für eine Atherosklerose und den Folgekrankheiten Herzinfarkt, Schlaganfall und Durchblutungsstörungen der Beine. Bewegungsmangel und Übergewicht können als sekundäre Risikofaktoren dazu kommen. Besonders ungünstig ist es, wenn mehrere Faktoren zusammenkommen und eine Neigung zu solchen Krankheiten in der Familie schon bekannt ist.
„Ein erhöhter LDL-Cholesterinwert ist ein stiller Risikofaktor – die meisten Betroffenen spüren jahrelang nichts, während sich die Gefäße schleichend verengen. Deshalb ist es so wichtig, die eigenen Werte zu kennen und bei Bedarf konsequent zu behandeln. Lassen Sie Ihre Werte checken!“, rät PD Dr. Marwan Youssef, Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie und Endovaskuläre Chirurgie an der Asklepios Klinik Nord - Heidberg.
Sind die Werte bereits erhöht, kann eine medikamentöse Behandlung eingeleitet werden. Aber auch eine Ernährungsumstellung kann schon hilfreich sein, denn eine ballaststoffreiche und dabei fettarme Ernährung wirkt sich positiv auf den Cholesterinspiegel aus. „Wichtig ist aber, dass die Cholesterinproduktion des Körpers genetisch festgelegt ist und nur ein kleinerer Anteil des Gesamtcholesterins durch Ernährung beeinflusst werden kann. Daher kann die medikamentöse Therapie in vielen Fällen unumgänglich und lebensrettend sein“, so der Gefäßmediziner.
Die Asklepios Kliniken St. Georg und Nord – Heidberg gehören zu den sieben Kliniken, darunter vier Krankenhäuser der Maximalversorgung, die Asklepios in Hamburg betreibt. Zu den Kliniken kommen vielfältige ambulante fachärztliche und therapeutische Angebote in den Medizinischen Versorgungszentren (MVZ), psychiatrischen und psychosomatischen Institutsambulanzen sowie Therapiezentren.
Auch die Asklepios Kliniken Altona, Barmbek, Harburg, Wandsbek und das Westklinikum Rissen haben kardiologische Abteilungen; eine Gefäßmedizin halten neben St. Georg und Nord – Heidberg zudem Altona, Harburg und Wandsbek vor. Bereits seit mehr als 20 Jahren ist Asklepios ein verlässlicher Partner im Hamburger Gesundheitswesen und versorgt rund die Hälfte aller Krankenhauspatient:innen in der Hansestadt. Die intensive Zusammenarbeit von Spezialist:innen aus 28 medizinischen Disziplinen in standortübergreifenden Fachgruppen und interdisziplinären Netzwerken sichert eine besonders hohe Behandlungsqualität. Gemeinsam sorgen die unterschiedlich spezialisierten Expert:innen im Team für eine flächendeckende Spitzenmedizin für alle.
Weiterführende Informationen / Links zu Videos:
• Gefäßverkalkung – die stille Gefahr! Webinar der Asklepios Klinik Altona, Prof. Dr. Axel Larena-Avellaneda
• Langzeitfolgen unbehandelter Gefäßerkrankungen – 60 Sekunden Medizin, PD Dr. Christian-Alexander Behrendt, Chefarzt für Gefäßchirurgie an der Asklepios Klinik Wandsbek
• Herzgesundheit: Das können Sie tun! Prof. Dr. Tobias Schmidt, Chefarzt für Kardiologie am Asklepios Westklinikum Hamburg

Prof. Dr. Stephan Willems, Chefarzt Klinik für Kardiologie und Internistische Intensivmedizin, Asklepios Klinik St. Georg (Foto: Asklepios)

PD Dr. Marwan Youssef, Chefarzt Klinik für Gefäßchirurgie und Endovaskuläre Chirurgie, Asklepios Klinik Nord – Heidberg
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