Diagnose Schlüsselbeinbruch – und nun?

Diagnose Schlüsselbeinbruch – und nun?

Autor:inJanina Darm & Prof. Dr. Michael Hoffmann
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Allein die Diagnose klingt schmerzhaft. Bei einer Schlüsselbeinfraktur wird der Knochen etwa infolge eines Sturzes verletzt. Das Ausmaß kann variieren – genauso wie das Vorgehen bei der Behandlung.

Schmerzhaft, aber in der Regel gut zu behandeln: der Schlüsselbeinbruch.

Freizeitsportler:innen und normal Aktive werden bei unverschobenen Brüchen des Schlüsselbeins zumeist konservativ behandelt. Heißt konkret: sechs Wochen Armschlinge tragen, Bewegungen mit der verletzten Schulter unbedingt vermeiden. In sehr vielen Fällen reicht dies aus, um den Bruch zu kurieren. Der Nachteil: In der Zeit, in der der Arm ruhiggestellt ist, bildet sich natürlich auch die Muskulatur zurück. Hinzu kommt: Im Rahmen der obligatorischen Röntgenkontrolle nach drei oder vier Wochen identifiziert der behandelnde Arzt bzw. die behandelnde Ärztin mitunter eine sogenannte sekundäre Dislokation, eine Fragmentverschiebung, die dazu führt, dass der Bruch mitunter doch noch operativ stabilisiert werden muss. 

Profisportler:innen votieren angesichts dieser Aussichten häufig dafür, eine Schlüsselbeinfraktur unmittelbar nach dem Bruch operieren zu lassen. Nachgekommen wird diesem Wunsch allerdings nur, wenn dies auch medizinisch indiziert ist. Nach zwei bis zweieinhalb Monaten ist das Schlüsselbein operierter Patient:innen in der Regel wieder vollständig belastbar. Allerdings nur mithilfe einer zielgerichteten und effektiven Rehabilitation.

Herzlichst Ihr 

Michael Hoffmann

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