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Gleichberechtigung. Diversität.

Seit mehr als 230 Jahren engagieren sich Frauen weltweit für mehr Gleichberechtigung und Unabhängigkeit, auch in der Medizin – Wir stellen 26 starke Frauen aus unserem Konzern vor.
Der diesjährige Weltfrauentag steht unter dem Motto „Wer Fachkräfte sucht, kann auf Frauen nicht verzichten!“ Seit dem ersten Weltfrauentag im Jahr 1911 hat sich bereits viel getan: Wahlrecht für Frauen, freie Berufswahl, das Recht zu studieren, selbstbestimmt leben können, auch ohne die Zustimmung eines männlichen Partners – all das ist heutzutage schon für viele Frauen möglich, aber eine vollständige Gleichberechtigung lässt auch in Deutschland noch immer auf sich warten.
Denn obwohl in vielen Bereichen ein akuter Fachkräftemangel herrscht, ist nur etwa jede dritte Führungskraft in der Bundesrepublik eine Frau. Und damit sind nicht nur Vorstandsposten gemeint, dieses Problem erstreckt sich auch auf weite Teile der mittleren und unteren Führungsebenen. Darüber hinaus werden Frauen noch immer für dieselben Tätigkeiten schlechter bezahlt als Männer, müssen i. d. R. mehr leisten als ihre männlichen Kollegen, um auf der Karriereleiter nach oben zu steigen und sind in den meisten Fällen noch immer gezwungen sich entweder für die Karriere oder für eine Familie zu entscheiden.
Deutschland schafft es im EU-weiten Ranking der Frauen in Führungspositionen gerade einmal auf Platz 20. Dabei hat sich der Anteil an Frauen in akademischen Berufen seit den 1990er Jahren deutlich erhöht und schlägt mit rund 49,3 % zu Buche. Blickt man auf den medizinischen Bereich, sieht es noch düsterer aus. Laut der Erhebungen des Deutschen Ärztinnenbundes sind gerade einmal 13 % der Institutsleitungen und Klinikdirektorenposten mit weiblichem Personal besetzt und das, obwohl mehr als zwei Drittel der Medizinstudierenden heutzutage Frauen sind. Der Anteil an Oberärztinnen liegt gerade einmal bei 37 %. Ein ähnliches Bild zeichnet sich bei Positionen wie stellvertretenden Klinikleitungen, Sektionsleitungen oder geschäftsführenden Oberärzt:innen ab. Nur etwa 19 % dieser leitenden Führungskräfte sind weiblich.
...weil Gesundheit gute Managerinnen braucht.

Warum muss/sollte Krankenhaus weiblicher werden?
Ich denke, dass das Krankenhaus schon recht ausgewogen ist in der Anzahl der Mitarbeiterinnen, aber ich finde das es immer noch zu wenig Frauen in Führungspositionen gibt.
Was ist Ihnen bei der Führung wichtig?
Obwohl ich klare Vorstellungen davon habe, wie ich meine Ideen und Konzepte umgesetzt haben möchte, finde ich eine flache Hierarchie und einen familiären Umgang wichtig. Die Meinungen aller Berufsgruppen sollten gehört und ernstgenommen werden, so dass Mitarbeiter das Gefühl haben wirksam und mitverantwortlich zu sein für ein Unternehmen.
Persönlicher Meilenstein?
Facharztausbildung als alleinerziehende Mutter bewältigt zu haben.
Wer ist Ihr weibliches Vorbild/er?
Belén Garijo López 2021 Geschichte, als sie den Vorsitz der Geschäftsleitung des Chemie- und Pharmakonzerns Merck KgaA übernahm. Die Medizinerin war die erste Frau, die ein DAX-Unternehmen allein führte.
Welchen Tipp können Sie jungen Frauen für ihre zukünftige Karriere geben?
Die Familie/Kinder nicht der Karriere zu opfern, sondern Arbeitgeber zu motivieren Frauen (und Männern) zu ermöglichen beides leben zu können (Kitas am Arbeitsplatz, Vertrauensarbeitszeit, flexible Arbeitszeiten und planbare Arbeitszeiten.

Hat zuvor Diamorphinambulanz in Altona oberärztlich geleitet, leitet jetzt die Ambulanz für Abhängigkeitserkrankungen in Nord, Spezialangebot für adulte Autismus-Spektrum-Störungen
Was ist Ihnen bei der Führung wichtig?
Mir ist es vor allem wichtig, eine vertrauensvolle, angstfreie und inspirierende Atmosphäre für Mitarbeiter*innen zu gestalten. Ich möchte vorleben, dass wir alle gemeinsam an einer möglichst guten Patientenversorgung arbeiten und dabei fördern, dass jede(r) Mitarbeiter*in ihre/seine ganz eigenen Stärken entfalten und einsetzen kann.
Persönlicher Meilenstein?
Für mich ist gerade die Psychiatrie, also das Fachgebiet des Gehirns und der Seele ein Bereich, in dem uns bewusst sein sollte, dass es noch viel mehr Fragen zu stellen gilt, als dass wir bereits Antworten wissen. Ich habe mich darum schon immer sehr dafür begeistert, hier auch wissenschaftlich zu arbeiten. Daher war es im vergangenen Jahr für mich ein besonderer Meilenstein, dass ich mich erfolgreich habilitieren konnte.

Warum muss/sollte Krankenhaus weiblicher werden?
Darf es auch männlicher werden?
Welchen Tipp können Sie jungen Frauen für ihre zukünftige Karriere geben?
Erfahrungen als Geschenk betrachten zu können.

Warum muss/sollte Krankenhaus weiblicher werden?
Wir leben in einer Welt, die sehr vernetzt ist und in der das Einbinden verschiedener Perspektiven wichtig ist, um gute Entscheidungen zu treffen. Diversität auf Entscheider Ebene ist meiner Einschätzung nach ein Muss! - Wo alle gleich denken, wird wenig durchdachtes entstehen. -
Was ist Ihnen bei der Führung wichtig?
Authentisch zu bleiben und Kolleg:innen zu fördern Ziele zu erreichen. Respektvoll mit allen an Lösungen zu arbeiten, die unseren Kunden helfen.
Persönlicher Meilenstein?
Studium/Ausbildung, Inhaltl. Weiterbildung und Tiefengewinnung in den Healthcare Prozessen, Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft im Karate, Wirtschaftl. und organisatorische Verantwortung für ein Healthcare Logistik Unternehmen als Prokuristin, Familiengründung, Abteilungsleitung eHealth in der IT GmbH
Wer ist Ihr weibliches Vorbild/er?
Ich habe keine männlichen oder weiblichen Vorbilder, ich finde es kann Eigenschaften an Menschen geben, die ich als erstrebenswert einschätze und denen ich nacheifern möchte. Der Gesamtheit eines Charakters hat aber auch immer Eigenschaften, die nicht hierzu zählen.
Welchen Tipp können Sie jungen Frauen für ihre zukünftige Karriere geben?
Das zu tun was einem selber Spaß macht, Impulse und Hilfe zulassen und sich nicht verbiegen, um in eine Schablone zu passen.

Was ist Ihnen bei Führung wichtig?
Basis für eine gute Führung im medizinischen Bereich ist Fachkompetenz. Da Erfolg aber Teamarbeit ist, ist es ebenso wichtig, dass eine Führungskraft Fachwissen teilt und genug Raum zum Lernen gibt. Hier achte ich selbst sehr darauf, Wissen proaktiv zu teilen und viel zu erklären. Als Führungskraft ist es mir ein Anliegen, stets Raum für Fragen und Dialog zu geben. Führung bedeutet auch, möglichst klar und fair zu sein. Offenes Feedback und Mitarbeitern übergeordnete Ziele zu vermitteln ist letztendlich elementar, um zu motivieren und zu inspirieren.
Welchen Tipp können Sie jungen Frauen für ihre zukünftige Karriere geben?
Mein Tipp an junge Frauen ist definitiv klar und deutlich zu kommunizieren; ob das Erwartungen, Fragen, Feedback (z.B. auch zu frauenfeindlichem Verhalten) oder Sorgen betrifft. Je klarer, desto besser. Zudem möchte ich jeder Frau raten mutig zu sein. Ganz selten gibt es Situationen, in denen man sich 100% sicher ist, dass man etwas kann oder erfolgreich ist. Sucht aktiv die Gelegenheit raus aus der Komfortzone, bildet Netzwerke mit anderen (Frauen) und stärkt euch gegenseitig. Ich freue mich über jede junge Frau, die entschlossen und beherzt ihren Weg geht.

Warum muss Krankenhaus weiblicher werden?
Das Krankenhaus ist weiblich, in vielen Bereichen der Pflege, der Administration oder speziellen Fachbereichen wie beispielsweise Gynäkologie oder Geburtshilfe. Weniger weiblich ist Krankenhaus aber in der Führungsebene Management und im Ärztlicher Dienst. Hier wünsche ich mir eine stärkere Durchmischung der Perspektiven und Persönlichkeiten. Ich bin kein Fan von Narrativen, ob Männer oder Frauen bessere Führungskräfte sind, das ist binäre Stereotypie. Ich mag aber auch keine Ungleichheit, die aktuell gerade in den TOP-Positionen noch vorliegt. Gute Führung braucht Inspiration, Perspektivwechsel, Mut sich von herkömmlichen Machtgedanken zu lösen, weniger Nepotismus, Entscheidungstreffer, Fairness und Wegbereiter mit Drive. Das schaffen wir nur, wenn wir den bunten Strauß von Persönlichkeitsstilen und Führungsqualitäten zulassen.
Wer ist Ihr weibliches Vorbild/weibliche Vorbilder?
Coco Chanel: Sie erfand nicht nur das kurze Schwarze und eine zwanglose Garderobe für Frauen, sondern ist ebenso eine der einflussreichsten Unternehmerinnen des 20. Jahrhunderts. Ihr geschäftlicher Erfolg und Pioniergeist geschah in einer Zeit, in der große Firmen niemals von Frauen gegründet worden sind. Sie rief Modehäuser und Modestile ins Leben – visionär, zeitlos und unverwechselbar. Ich glaube, Sie hat Frauen sichtbar und erfolgreich gemacht. Ihre Lebensgeschichte finde ich sehr bewundernswert. Auch wenn ich selber kein „kleines Schwarzes“ von Chanel besitze. Aber es gibt noch viele tolle weibliche Vorbilder aus Wissenschaft, Politik, humanitärer Hilfe und Forschung - da kann ich mich gar nicht entscheiden.
Welchen Tipp können Sie jungen Frauen für ihre zukünftige Karriere geben?
Brauchen die jungen Frauen von heute Tipps für die Karriere? Ich nehme die beiden letzten Generationen als gut gebildet, kreativ und selbstbewusst wahr. Also gilt das Motto: Zeigt was Ihr könnt, haltet durch und punktet durch Persönlichkeit und Kompetenz – aber auch die eine oder andere Überstunde.

Was ist Ihnen bei der Führung wichtig?
Da die Medizin weiblicher wird, ist mir für meine Ärztinnen neben der Ausbildung auch wichtig, dass sie Familie und Beruf unter einen Hut bringen können und auch jederzeit das Gefühl haben medizinisch- ethisch gute Arbeit als Ärztin zu machen. D.h. regelmäßige Supervision bzw. das sprechen über Fälle und die Ermunterung zum individuellen und eigenständigen Arbeiten müssen dazu gehören.
Persönlicher Meilenstein?
Chefärztin mit 47, 2 Kinder und vorher noch die Promotion (mit 46) geschafft
Wer ist Ihr weibliches Vorbild/weibliche Vorbilder?
Da gibt es ganz viele … von den Heinze-Frauen, Angela Merkel (ganz ohne eine politische Färbung mit ins Spiel zu bringen) bis Steffi Graf! Aber die Lebensgeschichte von Emilie Lehmus hat mich sehr beeindruckt, die im vorletzten Jahrhundert die erste deutsche Medizinstudentin war, allerdings in Zürich, weil es Frauen in Deutschland verboten war Medizin zu studieren und die später eine Praxis für Kinder und Frauen in Berlin eröffnet hat.
Welchen Tipp können Sie jungen Frauen für ihre zukünftige Karriere geben?
Sucht euch Tutorinnen oder Mentorinnen die euch begleiten und lasst euch von niemandem abhalten, eure Ziele zu erreichen.

Was ist Ihnen bei der Führung wichtig?
Visionen und Werte zu haben, Ziele und Verlässlichkeit zu leben. Authentisch zu bleiben und Sicherheit zu vermitteln.
Persönlicher Meilenstein?
Kinder, Beruf und Studium vereinbart zu haben.
Welchen Tipp können Sie jungen Frauen für ihre zukünftige Karriere geben?
Chancen nutzen, zielstrebig sein und nicht bange machen lassen! Mit Freude Verantwortung übernehmen und in Beruf, Karriere und Gesellschaft aktiv mitgestalten!

Warum muss/sollte Krankenhaus weiblicher werden?
Frauen haben andere Strategien der Problemlösung und einen anderen Kommunikationsstil, dies kann in Ergänzung nur hilfreich sein.
Was ist Ihnen bei der Führung wichtig?
Gegenseitiger Respekt, Vertrauen, Individuelle Talente erkennen und fördern.

Warum sollte KH weiblicher werden?
Zahlreiche Untersuchungen haben gezeigt, dass von Frauen geführte Teams äußerst erfolgreich agieren und die Zufriedenheit im Team hoch ist. Frauen sind sehr gute Kommunikatoren und neigen dazu, persönliches Interesse an den Teammitgliedern zu zeigen. Im Krankenhaus bringt dies insbesondere bei der interdisziplinären Versorgung der Patient:innen viele Vorteile.
Was ist Ihnen bei der Führung wichtig?
Die Bedürfnisse der einzelnen Teammitglieder wahrzunehmen und die einzelnen Mitarbeitenden ihren Fähigkeiten, Kenntnissen und Vorlieben entsprechend einzusetzen. Den teameigenen Spirit zu fördern und klar, authentisch und verbindlich zu kommunizieren und zu agieren.

Was ist Ihnen bei der Führung besonders wichtig?
Die Motivation meiner Mitarbeiter:innen: Dazu gehört, ihnen das Gefühl von Fortbestand und Sicherheit zu geben, Interessen zielführend zu vereinen, jede:n Einzelne:n zu stärken und so Verlässlichkeit fürs Team zu erreichen und Mitarbeiter:innen im selbstständigen Handeln zu bestärken. Und dabei ehrlich und authentisch sein.

Zu Ihren Aufgaben gehört die Koordination und Planung von acht OP-Sälen zzgl. 7 Eingriffsräumen, 2 Sectio Sälen und verschiedenen Außenbereiche wie Bronchoskopie, Radiologie mit über 100 Mitarbeiter:innen.
Was ist Ihnen bei der Führung besonders wichtig?
Führen mit Empathie, Vertrauen, Verbindlichkeit und Umsetzungsstärke
Welchen Tipp können Sie jungen Frauen für ihre zukünftige Karriere geben?
Selbstbewusst auftreten, Fehlerbewusstsein kultivieren, Herausforderungen annehmen und Eigeninitiative zeigen! Und: Beruflicher Erfolg muss nicht über Nacht kommen – geben Sie sich Zeit!
Tatsächlich sind Rollenstereotype im Klinikalltag tief verankert und nach wie vor ein entscheidender Faktor für die Benachteiligung von weiblichem Personal. Im Jahr 1898 sah der Deutsche Ärztetag keinen Nutzen darin, Frauen das Medizinstudium zu ermöglichen. Man war sogar der Meinung, Frauen in der Medizin würden dem Ansehen des Arztberufes Schaden zufügen. Glücklicherweise hat sich das dank der Beharrlichkeit und des Durchhaltevermögens vieler mutiger Frauen wie beispielsweise Dorothea Christiane Erxleben, die als erste Frau Deutschlands ein medizinsches Examen ablegte, mittlerweile geändert.
Dennoch besetzen Frauen in der Medizin Führungspositionen vor allem in vermeintlich weiblich orientierten Fachrichtungen, wie z. B. Frauenheilkunde und Geburtsmedizin, Kinderheilkunde oder Innere Medizin. Nur wenige schaffen den Sprung in die Führungsebene in der Chirurgie oder gar der Urologie und selbst auf Assistenzebene ist der Frauenanteil in diesen Fachbereichen vergleichsweise gering.
Die Gründe dafür, dass Frauen in der Medizin nach wie vor mit teilweise erheblichen Nachteilen im Berufsleben zu kämpfen haben, sind vielfältig. Allen voran sind es wenig flexible Strukturen, die die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erschweren; geringere Gehälter für gleiche Tätigkeiten benachteiligen Frauen zusätzlich.
Eine Schwangerschaft sorgt oftmals auch deshalb für einen Karriereknick, weil zum einen in vielen Bereichen sofort nach Bekanntwerden der Schwangerschaft aufgrund juristischer Bedenken praktisch ein Beschäftigungsverbot ausgesprochen wird und zum anderen befristete Verträge in Mutterschutz oder Elternzeit häufig auch auslaufen, was die Rückkehr in den Beruf zusätzlich erschwert. Hinzu kommen wenig familienfreundliche Dienstpläne, die eine Halbtagsarbeit kaum möglich machen.

In der Pflege zeigt sich das gegenteilige Bild. Hier sind es in der Hauptsache Frauen, die die pflegerische Versorgung der Patient:innen übernehmen. Doch auch hier treten durch die unflexiblen und patriarchal geprägten Strukturen erhebliche Benachteiligungen auf. Während es Frauen im 19. Jahrhundert nicht zugetraut wurde, ein Medizinstudium erfolgreich zu absolvieren, war die Pflege von Kranken quasi ihre „von Gott gegebene Pflicht“. Dieser Umstand prägte im Laufe der Zeit hartnäckige Klischees, nachhaltige Geschlechterstereotype und führte dazu, dass der Pflegeberuf auch heute noch vorwiegend als klassischer „Frauenberuf“ wahrgenommen wird.
Zum Beispiel wird Frauen grundsätzlich mehr Empathie und das Bedürfnis, sich zu kümmern zugesprochen. Dass die Pflege von Patient:innen zusätzlich zu den erforderlichen medizinischen Fachkenntnissen aber eine körperlich und auch psychisch sehr anspruchsvolle Aufgabe ist, tritt dabei häufig in den Hintergrund. Und das drückt sich auch in den teilweise deutlich zu niedrigen Gehältern aus, bspw. in der Altenpflege. Wird der Beruf der Pflegefachkraft dann auch noch in Teilzeit ausgeübt, wird es mit dem Lebensunterhalt bei stetig steigenden Kosten für viele eng. Hinzu kommen Vorurteile darüber, dass es kaum Aufstiegsmöglichkeiten und keine beruflichen Perspektiven bei gleichzeitigschlechten Arbeitsbedingungen gibt. Das macht den Beruf der Pflegefachkraft für viele junge Menschen zu Unrecht leider unattraktiv.
Wie aber kann man diesen Schwierigkeiten begegnen und für mehr Gleichberechtigung nicht nur in medizinischen Berufen sorgen? Umfassende politische Reformen, aber auch ein Umdenken und ein echter Kulturwandel hin zu neuen, flexiblen Arbeitszeit- und Strukturmodellen sind unabdingbar. Der akute Fachkräftemangel und auch der demografische Wandel werden auf lange Sicht zwangsläufig zu grundlegenden Änderungen führen und die „gläserne Decke“ nicht nur in der Medizin zu einem Auslaufmodell machen.
Neben einer höheren Wertschätzung durch höhere Gehälter für die Arbeit, die Frauen leisten, müssen die Karriere- und Aufstiegsmöglichkeiten stärker in den Vordergrund treten, z. B. duch eine fortschreitende Akademisierung der pflegerischen Berufe. Flexible Modelle wie Jobsharing oder hybrides Arbeiten im Homeoffice und vor Ort, verlässliche und faire Dienstpläne, geregelte Pausen, bessere Bedingungen für Alleinerziehende und flachere Hierarchien sind nur einige der Mittel, die dem Fachkräftemangel wirksam entgegenwirken und mehr Frauen die Chance zum Karriereaufstieg verschaffen würden.
Frauen sollte es möglich sein, sich nicht mehr zwischen Familie und Beruf entscheiden zu müssen. Die Elternzeit sollte auch für Väter ein attraktives Angebot sein und nicht durch starre Rollenklischees ein Nischendasein fristen. Es muss ein Umdenken weg von den eingefahrenen Denkweisen und Strukturen stattfinden, hin zu einem intuitiveren, moderneren Verständnis des Faktors Mensch in der Arbeitswelt, der jedem und jeder als Individuum – unabhängig von Geschlecht, Herkunft oder Ethnie betrachtet – mehr Chancen zur Entfaltung der persönlichen Stärken lässt. Diversität, verschiedene Perspektiven und Denkweisen durch mehr Frauen in Entscheiderpositionen eröffnen zudem mehr Raum für Innovation und Fortschritt und sind damit ein wichtiger Faktor für die Zukunft und Wettbewerbsfähigkeit des Wissensachafts- und Wirtschaftsstandortes Deutschland.
...weil Allgemeinwohl Spezialistinnen braucht.

Warum muss/sollte Krankenhaus weiblicher werden?
Das weibliche Geschlecht steht – nicht zuletzt aufgrund der Mutterrolle in der Evolution – für Kümmern, Fürsorge und Medizin mit Herz. Das zweite X-Chromosom vermittelt sogenannte „soft skills“. Zudem bringt eine Mischung aus Frauen und Männern in Kliniken mehr Harmonie in unseren Alltag!
Was ist Ihnen bei der Führung wichtig?
Teamspirit. Führen nach Stärken. Die Motivation für ein gemeinsames Ziel und gelebte Wertschätzung säen die Grundlage für Qualität und Erfolg.

Warum muss/sollte Krankenhaus weiblicher werden?
Weil mehr Weiblichkeit neue Perspektiven ermöglicht und neue Innovationen fördert.
Was ist Ihnen bei der Führung wichtig?
Wertschätzender Umgang, gute Rahmenbedingungen schaffen und Handlungsspielräume aufzeigen.
Persönlicher Meilenstein?
Persönlicher Meilenstein: Eigenen Einflussbereich erkennen und nutzen.
Wer ist Ihr weibliches Vorbild / sind Ihre weiblichen Vorbilder?
Frauen, die ihren persönlichen Führungsstil gefunden haben und Werte vertreten.
Welchen Tipp können Sie jungen Frauen für ihre zukünftige Karriere geben?
Mutig den eigenen Weg finden und gehen.

Warum sollte das Krankenhaus weiblicher werden?
Das Krankenhaus sollte weiblicher werden, weil es um MENSCHEN im Krankenhaus geht, die gerade krank sind. Sie brauchen Empathie, Mitgefühl, mal ein Ohr und ein gutes motivierendes Wort neben Standard, Statistik, Erfahrung und nackter Theorie. Und an dieser Stelle bringen Frauen ihre stark ausgeprägten kommunikativen Fähigkeiten zur Geltung.
Welchen Tipp können Sie jungen Frauen für ihre zukünftige Karriere geben?
Bilden sie sich hoch, seien sie belesen, schlau, motiviert, stark, hartnäckig und mutig in Ihrem Beruf, damit keiner sie nach dem Stereotyp „weiche sensible unwissende Frau“ einschätzt. Aber der weiche Kern darf nicht verloren gehen, nur die Frauen können exzellent beides kombinieren!

Mein persönlicher Meilenstein?
Mit 16 Jahren fing ich als Praktikantin in der Asklepios Klinik Birkenwerder an. Nach der Ausbildung zur Krankenschwester, arbeitete ich viele Jahre im 3-Schicht-Sytem. Immer wieder fand ich neue berufliche Ziele und Herausforderungen. Mein Wissen konnte ich kontinuierlich erweitern durch fachliche Weiterbildungen wie z.B. zur Praxisanleiterin, zur Pflegefachkraft für Expertenstandards etc. Später als hauptamtliche Praxisanleiterin war mir immer wichtig, nicht allein den Weg zu gehen, sondern auch die Rolle der Praxisanleiter:innen in der Klinik zu stärken und zu fördern. Auch in dieser Zeit qualifizierte ich mich stetig weiter in der Führungsebene mit den Schwerpunkten Personalentwicklung, Kompetenzförderung, Onboarding neuer Mitarbeiter:innen , seit 2020 in der Rolle der stellvertretenden Pflegedienstleitung. Im Dezember 2022 übernahm ich die Funktion der Pflegedienstleitung der Asklepios Klinik Birkenwerder. Eine neue spannende Zeit, auf die ich mich freue.
Was ist Ihnen bei der Führung wichtig?
Eine Führungskultur die Mitarbeiter:innen einen stabilen Rahmen schafft, die motiviert und fördert. Vorbild sein und lösungsorientiert Handeln. Flache Hierarchien, fördern Vertrauen. Führung bedeutet aber auch, sich der Verantwortung bewusst zu sein und Sicherheit zu geben. Sie sollte immer klar und gradlinig in allen Entscheidungen sein.

Welches ist/war Ihr persönlicher Meilenstein im Rahmen Ihrer beruflichen Entwicklung?
Gesundheits- und Krankenpflegerin, OP Schwester, Leitung OP AOZ, Fachweiterbildung Hygienefachkraft, HFK, stellv. PDL
Was ist Ihnen bei der Führung wichtig?
Am wichtigsten ist der Austausch auf persönlicher Ebene, sowie das Einbeziehen der Mitarbeiter in wesentliche Entscheidungen. Junge Kollegen treiben neue Prozesse voran, ältere Kollegen bringen sehr viel Erfahrungen mit. Diese Leistungen jedes einzelnen Mitarbeiters müssen wir würdigen. Mit Wertschätzung motivieren wir nicht nur Mitarbeiter, sondern sorgen auch für zufriedene Mitarbeiter.
Welchen Tipp können Sie jungen Frauen für Ihre zukünftige Karriere geben?
Bleiben Sie authentisch, innovativ und bewahren Sie sich eine gesunde Portion Energie für viele anstehende und spannende Aufgaben. Treffen Sie klare Entscheidungen, aber nicht übereilt, sondern erst dann, wenn Sie grundlegende Einblicke haben um Ihre Entscheidungen zu begründen.
Warum sollten/müssen Krankenhäuser weiblicher werden?
Ja, wir werden vermutlich bei der Knappheit an Personal und durch den demographischen Wandel „weiblicher“ werden. Unabhängig davon sollten wir uns von geschlechtsspezifische Berufsfelder lösen und unabhängig des Geschlechts gleiche Zugangschancen zu verschiedenen Berufsfeldern bieten. Um eine sichere und gute Patientenversorgung in einem Krankenhaus zu gewährleisten benötigen vom „Scheitel bis zur Sohle“ stark funktionierende Berufsgruppen.

Wer ist Ihr weibliches Vorbild / sind Ihre weiblichen Vorbilder?
Mein Vorbild ist Veronika Gerber, Vorsitzende der ICW e.V.- Sie hat die Fähigkeit in der Diskussion einen Kompromiss zu finden, die für alle positiv ist. Sie sucht und findet immer eine Win-Win Situation! Dieses kreative Denken bewundere ich sehr.
Welchen Tipp können Sie jungen Frauen für ihre zukünftige Karriere geben?
Was interessiert mich? Solange fragen bis man sein eigenes Handeln versteht! Das tun, wofür man brennt. Leidenschaft!

Warum muss/sollte Krankenhaus weiblicher werden?
Der Großteil der im Krankenhaus Beschäftigten ist bereits weiblich, gerade in der Dermatologie. Viel wichtiger ist ein respektvoller Umgang aller auf Augenhöhe.
Was ist Ihnen bei der Führung wichtig?
Ein wertschätzender Umgang, eine gute Motivation, empathisches Zuhören und eine Förderung von Talenten.
Wer ist Ihr weibliches Vorbild/er?
Die Nobelpreisträgerin Marie Curie, die trotz aller Widerstände ihren Weg ging und somit zur Gleichberechtigung von Frauen in Forschung und Wissenschaft beitrug.
Welchen Tipp können Sie jungen Frauen für ihre zukünftige Karriere geben?
Vor allem muss man fachlich sehr gut sein. Zudem muss man bereit sein, Verantwortung zu übernehmen und viel Fleiß, Disziplin und ein gutes Zeitmanagement mitbringen.

Welches ist/war Ihr persönlicher Meilenstein im Rahmen Ihrer beruflichen Entwicklung?
Durch meine Doktorarbeit habe ich Interesse am wissenschaftlichen Arbeiten entwickelt und die Möglichkeit erhalten bei Prof. Dr. S. Willems tätig zu werden (damals noch im UKE). Beides war entscheidend für den Weg, den ich gegangen bin und weiter beschreite.
Ein weiterer Meilenstein war der Wechsel mit Prof. Willems vom UKE nach St. Georg in 2019, durch den ich die Chance erhalten habe, die Leitung von ASKLEPIOS proresearch zu übernehmen und das Themen Forschung in St. Georg und klinikübergreifend mit zu gestalten. Entscheidend war überall das tolle Team: Wenn der Spirit stimmt, dann bringt es Spaß und kann man gemeinsam viel voranbringen und erreichen!
Welchen Tipp können sie jungen Frauen für ihre zukünftige Karriere geben?
Zuverlässigkeit, hoher Arbeitseifer sowie eine gut durchorganisierte Kinderbetreuung (auch im Krankheitsfall) waren bei mir sehr wichtige Faktoren. Darüber hinaus würde ich empfehlen, sich unangenehmen oder herausfordernden Themen (wie z.B. das Halten einer Präsentation, Übernahme einer verantwortungsvollen Aufgabe) zu stellen und sich nicht zurückzunehmen. Ab und an muss man sich trauen und dann wächst man an den Herausforderungen!

Warum muss/sollte Krankenhaus weiblicher werden?
Eine Vielfalt an unterschiedlichen Perspektiven, Denkweisen, Prioritäten sowie Führungsstilen führt zu nachhaltig besseren Entscheidungen und Ergebnissen
Was ist Ihnen bei der Führung wichtig?
Authentizität, Kreativität und innovative Denkansätze fördern, Entscheidungen treffen zu können und ein offenes Ohr für Ideen und Bedürfnisse haben
Persönlicher Meilenstein?
Der sicherlich größte Meilenstein war die Übernahme der Geschäftsführung und damit einhergehend eine Vielzahl an neuen Tätigkeitsfeldern und Verantwortungsbereichen.
Wer ist Ihr weibliches Vorbild/er?
Eine Vorbildfunktion nimmt Antje von Dewitz, CEO von Vaude, ein. Seit Übernahme ihrer Tätigkeit als CEO setzt Sie sich durchgängig für flache Hierarchien, ein positives Menschenbild sowie Nachhaltigkeit und Digitalisierung ein. Nicht nur durch Transparenz, aktive Beteiligung und Kooperation sondern auch durch zahlreiche Coachings sollen die Werte durchgängig, in allen Bereichen des Unternehmens, gelebt werden.
Welchen Tipp können Sie jungen Frauen für ihre zukünftige Karriere geben?
Seien Sie mutig, stellen Sie Fragen und Umstände & Gegebenheiten in Frage, seien Sie sich bewusst, dass neue Prozess und „Wandel“ Zeit benötigen und bleiben Sie sich bei jedem Schritten treu

Persönlicher Meilenstein?
Unser Meilenstein ist die Führung als Dreierspitze.
Welchen Tipp können Sie jungen Frauen für Ihre zukünftige Karriere geben?
Traut Euch! Ohne ein bisschen Mut geht es nicht, aber es lohnt sich.

Was ist Ihnen bei der Führung wichtig?
Es ist uns wichtig, nachvollziehbare Entscheidungen zu treffen und alle Parteien einzubeziehen. Hohe Arbeitszufriedenheit und Wertschätzung aller

Warum muss/ sollte das Krankenhaus weiblicher werden?
Das Krankenhaus ist schon sehr weiblich! In den Führungsetagen fehlen die Frauen aber häufig noch. Hier würde eine gute Mischung sicher die gleichen positiven Effekte haben wie in allen anderen Bereichen auch.
Wer ist ihr weibliches Vorbild?
Meine Vorbilder sind meine beiden Kolleginnen.

Was ist Ihnen bei der Führung wichtig?
Transparenz auf möglichst vielen Ebenen u.a. zur Nachvollziehbarkeit von Entscheidungen und anstehenden Veränderung, Partizipation des Teams.
Welchen Tipp können Sie jungen Frauen für ihre zukünftige Karriere geben?
Junge Frauen sollten den Druck der Überanpassung ablegen, lieber offener und mehr kommunizieren, auch Bedürfnisse und Gefühle mitteilen und eigene Grenzen kommunizieren.
Die Asklepios Kliniken haben sich auf die Fahne geschrieben, Frauen auf ihrem Karriereweg zu unterstützen und mehr Führungspositionen mit Mitarbeiterinnen zu besetzen. Wir achten zum Beispiel in unserem Nachwuchsführungskräfteprogramm auf ein ausgeglichenes Verhältnis der Geschlechter. Darüber hinaus fördern wir mit individuellen Lösungen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, so dass die Familienplanung einen beruflichen Aufstieg nicht „ausbremst“ – übrigens egal, ob bei Frauen oder Männern. So konnten wir in den letzten Jahren die Anzahl an weiblichen Führungskräften im ärztlichen Dienst sowie in der Verwaltung stetig steigern
Eines unserer Vorreiterbeispiele ist „Das Konzept der kollegialen Führung“. Wir bieten geteilte Stellen – so genanntes Jobsharing – in allen Bereichen und für alle Positionen an. Den Erfolg dieses aus England stammenden Konzepts beweisen unter anderem unsere drei Chefärztinnen Dr. Anna Jacob, Setareh Huschi und Dr. Simone Klüber, die gemeinsam die Gynäkologie der Asklepios Klinik Wandsbek in Hamburg leiten.
Um die berufliche Entwicklung voranzubringen, spielen qualifizierte Fort- und Weiterbildungen die wohl größte Rolle. Jedes Jahr bieten wir unseren Mitarbeitenden zu diesem Zweck zahlreiche Karriereoptionen in Form von Fortbildungen, Veranstaltungen sowie Trainings an – u.a. in unseren Bildungszentren und Kliniken sowie über unsere Ärzteakademie und das Institut für Notfallmedizin.
Sie sind auf der Suche nach einem Job mit Sinn? Oder suchen Sie eine neue Herausforderung? Oder aber möchten Sie endlich weiterkommen im Beruf?
Dann kommen Sie ins Team! Alle aktuellen Stellenangebote sowie Aus- und Fortbildungsmöglichkeiten finden Sie in unserem KARRIEREPORTAL