Parasomnien
Schlafstörungen und ihre Auswirkungen
Parasomnien
Parasomnien, also Schlafstörungen mit zum Teil unerwünschtem, ungewöhnlichem Verhalten, umfassen ein breites Spektrum an Phänomenen wie Schlafwandeln, Albträume oder Schlaflähmungen. Diese können während des Schlafs oder beim Übergang zwischen Schlafen und Wachen auftreten. Betroffen sind sowohl Kinder als auch Erwachsene. Die Schlafstörungen sind oft harmlos, können aber in manchen Fällen die Lebensqualität trotzdem beeinträchtigen. In diesem Text haben Expert:innen von Asklepios für Sie Informationen zu den Symptomen, der Diagnostik sowie den Behandlungsmöglichkeiten zusammengestellt.
Falls Sie oder Ihre Angehörigen Anzeichen von Parasomnien zeigen, stehen Ihnen unsere Fachkräfte bei Asklepios gern zur Seite.
Welche sind die häufigsten Parasomnien?
Parasomnien umfassen verschiedene Schlafstörungen, die während des Schlafes oder beim Übergang zwischen Schlafen und Wachen auftreten können. Hier beschreiben Ihnen unsere Fachärzt:innen einige der häufigsten Formen.
Schlafwandeln (Somnambulismus)
Schlafwandeln beschreibt ein Verhalten, bei dem Betroffene während des Schlafs aufstehen und umhergehen, ohne sich dessen bewusst zu sein. Diese Parasomnie tritt oft während des Tiefschlafs auf und ist insbesondere bei Kindern und Jugendlichen häufig. Die Betroffenen können einfache oder sogar komplexe Handlungen ausführen, sich am nächsten Morgen jedoch meist nicht daran erinnern. Schlafwandeln ist in der Regel harmlos. Es kann jedoch zu Verletzungen führen, wenn die Umgebung nicht sicher ist.
Nachtschreck (Pavor nocturnus)
Der Nachtschreck (Pavor nocturnus) ist durch plötzliche, erschreckende Episoden gekennzeichnet, die in der Regel in den ersten Stunden der Nacht auftreten. Dabei schrecken Betroffene aus dem Schlaf hoch, oft begleitet von Schreien und intensiver Angst. Diese Form der Parasomnie betrifft vor allem Kinder. Sie kann für die Eltern beängstigend wirken, ist jedoch in den meisten Fällen harmlos und verschwindet mit zunehmendem Alter.
REM-Schlaf-Verhaltensstörung
Bei der REM-Schlaf-Verhaltensstörung führen Betroffene ihre Träume körperlich aus, da die normale Muskelentspannung während der REM-Schlafphase ausbleibt. Dies kann dazu führen, dass Träume durch Bewegungen wie Schlagen oder Treten ausgelebt werden. Diese Parasomnie stellen unsere Ärzt:innen vor allem bei älteren Erwachsenen fest. Sie kann mit neurologischen Erkrankungen in Verbindung stehen.
Albträume
Albträume sind lebhafte und beängstigende Träume, die während der REM-Schlafphase auftreten. Sie sind bei Kindern häufiger als bei Erwachsenen und können durch Stress, Übermüdung oder andere Faktoren ausgelöst werden. Albträume sind in der Regel harmlos, können aber den Schlaf erheblich stören, wenn Betroffene Schwierigkeiten haben, wieder einzuschlafen.
Schlaflähmung
Bei der Schlaflähmung können sich Betroffene beim Aufwachen oder Einschlafen für kurze Zeit nicht bewegen, obwohl sie bei vollem Bewusstsein sind. Diese Erfahrung ist normalerweise vorübergehend und harmlos. Sie kann jedoch beängstigen, insbesondere wenn sie bei manchen Menschen wiederholt auftritt und Stress verursacht.
Bettnässen (Enuresis nocturna)
Bettnässen tritt häufig bei Kindern auf und ist eine Form der Parasomnie, bei der die Kontrolle über die Blase während des Schlafens verloren geht. Obwohl sich das Problem oft mit zunehmendem Alter von selbst löst, kann es für die Betroffenen und ihre Familien belastend sein.
Welche Symptome treten bei Parasomnien auf?
Die Symptome von Parasomnien variieren je nach Art der Schlafstörung. Unsere Fachärzt:innen zählen Ihnen hier einige typische Anzeichen auf.
Plötzliches Aufschrecken und Schreie in der Nacht
Ein verbreitetes Symptom ist das plötzliche Aufschrecken aus dem Schlaf, oft begleitet von lauten Schreien und panischer Angst. Betroffene sind dann oft schwer zu beruhigen. Besonders bei Kindern tritt dieses Symptom häufig auf. Es ist typisch für den sogenannten Nachtschreck (Pavor nocturnus).
Umhergehen im Schlaf
Betroffene verlassen ihr Bett und bewegen sich in der Wohnung, oft ohne vollständiges Bewusstsein. Sie können komplexe Handlungen durchführen, zum Beispiel Möbel umstellen. Meist fehlt ihnen am nächsten Morgen jegliche Erinnerung an das nächtliche Schlafwandeln.
Bewegungsunfähigkeit beim Aufwachen oder Einschlafen
Ein weiteres häufiges Symptom ist eine vorübergehende Unfähigkeit, sich zu bewegen oder zu sprechen, obwohl die Betroffenen bei vollem Bewusstsein sind. Diese Phasen können sehr beängstigend sein. Sie dauern in der Regel einige Minuten an.
Beängstigende, lebhafte Träume
Einige Träume wirken äußerst real. Sie können beängstigend und so intensiv sein, dass die Betroffenen schweißgebadet aufwachen und Angst haben, erneut einzuschlafen. Besonders bei Kindern sind solche Albträume eine häufige Erscheinung.
Ausleben von Träumen im Schlaf
Manche Menschen bewegen sich während der REM-Schlafphase, als ob sie ihre Träume real ausführen würden. Dabei kann es zu heftigen Bewegungen wie Schlagen, Treten oder sogar Schreien kommen. Diese Symptome treten häufiger bei älteren Erwachsenen auf und können zu Eigen- oder Fremdverletzungen führen.
Verwirrtheit und Orientierungslosigkeit beim Erwachen
Bei einigen Menschen kommt es zu Verwirrung oder Desorientierung, weil sie aus dem Schlaf nur halb aufwachen. Dieses Symptom tritt besonders bei Schlaftrunkenheit oder in Verbindung mit Schlafwandeln auf. Die Betroffenen sind dann nur schwer ansprechbar. Am nächsten Tag können sie sich an nichts erinnern.
Körperliche Anzeichen wie Herzrasen oder Schwitzen
Viele Parasomnien gehen mit körperlichen Symptomen einher, wie beispielsweise Herzrasen, schnelle Atmung, Schwitzen oder weit aufgerissene Augen. Diese Anzeichen treten häufig in Verbindung mit Pavor nocturnus auf, wenn die Betroffenen in einem Zustand großer Erregung aus dem Schlaf hochschrecken.
Es ist wichtig zu beachten, dass die Symptome je nach Art der Parasomnie unterschiedlich sein können. Gemeinsam ist allen Parasomnien jedoch, dass sie die Schlafqualität beeinträchtigen und in einigen Fällen zu körperlichen Verletzungen führen können.
Wenn bei Ihnen wiederholt eines oder mehrere der genannten Symptome auftreten, insbesondere wenn Sie sich dadurch beeinträchtigt fühlen, dann sollten Sie eine medizinische Abklärung in Betracht ziehen. Unsere Fachärzt:innen bei Asklepios sind mit umfassenden Erfahrungswerten für Sie da.
Wie werden Parasomnien diagnostiziert?
Die Diagnostik von Parasomnien erfordert ein sorgfältiges Vorgehen. Unsere Expert:innen führen zunächst ein ausführliches Gespräch (Anamnese). Sie sammeln dabei Informationen über die Symptome, den Zeitpunkt ihres Auftretens und mögliche Auslöser. Oft beziehen unsere Ärzt:innen auch Angehörige oder Partner:innen mit ein, da sie die nächtlichen Verhaltensweisen der Betroffenen beobachten und beschreiben können. Eine detaillierte Anamnese kann dabei helfen, familiäre Veranlagungen oder äußere Einflüsse wie Stress oder Medikamenteneinnahme zu identifizieren, die Parasomnien auslösen können.
Für eine präzise Diagnostik kann eine Untersuchung im Schlaflabor notwendig sein. Hierbei überwachen unsere Spezialist:innen den Schlaf über Nacht. Sie nutzen dafür die sogenannte Polysomnografie, die unter anderem Gehirnaktivität, Muskelbewegungen, Herzfrequenz und Atmung aufzeichnet. Zusätzlich kann eine Videoaufzeichnung des Schlafs helfen, die nächtlichen Verhaltensmuster zu analysieren und einer bestimmten Schlafphase zuzuordnen.
Die Diagnostik kann je nach spezifischer Parasomnie variieren. So treten Parasomnien in den Tiefschlafphasen, also im Non-REM-Schlaf (NREM) oft in der ersten Nachthälfte auf, zum Beispiel Pavor nocturnus oder Schlafwandeln. REM-Schlaf-Parasomnien wie Albträume oder REM-Schlaf-Verhaltensstörungen sind häufiger in der zweiten Nachthälfte. Eine Unterscheidung zwischen Parasomnien und schlafgebundenen epileptischen Anfällen ist nicht immer leicht. Hier nutzen unsere Fachärzt:innen gegebenenfalls eine weiterführende neurologische Untersuchung oder eine langfristige Video-EEG-Dokumentation.
Das Ziel unserer Fachkräfte bei Asklepios ist eine genaue, individuelle Diagnose. Auf dieser Basis entwickeln sie passende Hilfen und Therapien.
Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es bei Parasomnien?
Parasomnien, also ungewöhnliche Schlafstörungen können die Lebensqualität stark beeinträchtigen, wenn sie häufiger oder regelmäßig vorkommen. Glücklicherweise gibt es verschiedene Ansätze, um die Symptome zu lindern und die Sicherheit der Betroffenen zu gewährleisten. Unsere Fachkräfte setzen dabei auf individuell angepasste Therapien und Maßnahmen, um sowohl körperliche als auch psychische Belastungen zu mindern. Hier geben sie Ihnen einen Überblick:
Schlafhygiene und Routine
Eine der wichtigsten Maßnahmen bei der Behandlung von Schlafstörungen ist die Verbesserung der Schlafhygiene. Damit sind zum Beispiel regelmäßige Schlafenszeiten und schlaffördernde Rituale gemeint. Ein ruhiger, abgedunkelter Raum ohne Störquellen wie Lärm oder grelles Licht kann die Schlafqualität ebenfalls verbessern. Auch Stressabbau trägt zu einem erholsameren Schlaf bei. Und selbstverständlich schaden aufputschende Substanzen wie Koffein vor dem Zubettgehen den Schlaf.
Sicherheitsvorkehrungen im Schlafbereich
Besonders bei Parasomnien wie Schlafwandeln oder REM-Schlaf-Verhaltensstörungen ist die Sicherheit ein wichtiges Anliegen. Entfernen Sie potenziell gefährliche Gegenstände aus dem Schlafbereich. Als Mitbewohner:in können Sie Fenster und Türen von innen abschließen, um ein unkontrolliertes Verlassen des Hauses zu verhindern. Auch das Anbringen von Türalarmen oder das Schlafen auf einer niedrigen Matratze kann das Verletzungsrisiko weiter reduzieren. Unsere erfahrenen Fachkräfte können Sie im Einzelfall kompetent beraten.
Verhaltenstherapie
Verhaltenstherapien können bei vielen Parasomnien, insbesondere bei chronischen Albträumen oder Schlaflähmung, sehr hilfreich sein. In Zusammenarbeit mit geschulten Therapeut:innen lernen Betroffene, ihre Ängste zu bewältigen und negative Gedankenmuster zu durchbrechen. Unsere Expert:innen greifen unter anderem auf Entspannungsverfahren und kognitive Verhaltenstherapie zurück, um den Betroffenen zu helfen, mit ihrer Schlafstörung besser umzugehen.
Aufklärung und Unterstützung von Angehörigen
Parasomnien haben häufig auch Auswirkungen auf das Umfeld der Betroffenen, deshalb ist die Einbindung von Angehörigen ein wichtiger Bestandteil der Therapie. Unsere Fachkräfte bieten umfassende Aufklärung über die jeweilige Parasomnie und geben hilfreiche Tipps, wie Angehörige in akuten Situationen reagieren können. Dies ist vor allem bei Kindern mit Pavor nocturnus oder Schlaftrunkenheit wichtig, da die Unterstützung durch die Familie hier ganz zentral ist.
Untersuchung und Überwachung im Schlaflabor
Für eine präzise Diagnose und individuelle Therapieplanung ist in vielen Fällen eine Untersuchung im Schlaflabor notwendig. Unsere Fachärzt:innen bei Asklepios überwachen den Schlaf der Betroffenen mittels moderner Polysomnografie und Videoaufzeichnung. So können sie spezifische Verhaltensmuster und gegebenenfalls deren Veränderung identifizieren und die Behandlung jeweils anpassen.
Wie können Sie Parasomnien vorbeugen?
Parasomnien lassen sich nicht immer verhindern. Doch durch eine bewusste Überprüfung und gegebenenfalls Anpassung des Lebensstils und der Schlafgewohnheiten lässt sich das Risiko von Schlafstörungen reduzieren. Im Folgenden nennen Ihnen unsere Fachkräfte einige präventive Maßnahmen.
Sorgen Sie für eine gute Schlafhygiene
Eine regelmäßige Schlafroutine ist der Schlüssel zu einem erholsamen Schlaf. Halten Sie feste Schlafens- und Aufwachzeiten ein, auch an Wochenenden. Ein gleichmäßiger Schlafrhythmus unterstützt die natürliche Regulation Ihres Schlaf-Wach-Zyklus und kann das Risiko von Parasomnien wie Schlafwandeln oder Schlaftrunkenheit verringern. Schauen Sie kurz vor dem Schlafengehen nicht mehr auf Bildschirme, denn das blaue Licht von Smartphones, Tablets oder Fernsehern kann die Produktion des Schlafhormons Melatonin hemmen. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Schlafzimmer dunkel, ruhig und kühl ist, da diese Faktoren die Schlafqualität verbessern können.
Vermeiden Sie Alkohol und koffeinhaltige Getränke
Der Konsum von Alkohol kann den Schlaf stören und das Risiko für Parasomnien wie Schlafwandeln oder REM-Schlaf-Verhaltensstörungen erhöhen. Vermeiden Sie Alkohol deshalb möglichst weitgehend, insbesondere am Abend, um den natürlichen Schlafzyklus nicht zu beeinträchtigen. Ähnliches gilt für koffeinhaltige Getränke wie Kaffee, schwarzen Tee oder Energydrinks. Diese können die Schlafqualität negativ beeinflussen. Sie sollten sie mindestens sechs Stunden vor dem Schlafengehen nicht mehr trinken.
Reduzieren Sie Stress und finden Sie Entspannung
Stress ist eine häufige Ursache für Schlafstörungen, einschließlich Parasomnien. Bauen Sie daher regelmäßig Entspannungstechniken in Ihren Alltag ein, um Stress abzubauen. Techniken wie Meditation, progressive Muskelentspannung oder Atemübungen können helfen, Ihren Geist zu beruhigen, und Sie auf einen erholsamen Schlaf vorbereiten. Auch Yoga oder ein entspannender Spaziergang am Abend können den Kopf frei machen.
Achten Sie auf ausreichend Schlaf
Schlafmangel ist ein wesentlicher Trigger für Parasomnien wie Schlafwandeln oder Pavor nocturnus. Erwachsene sollten in der Regel sieben bis neun Stunden Schlaf pro Nacht anstreben, während Kinder und Jugendliche in der Wachstumsphase oft mehr Schlaf benötigen. Gehen Sie also nicht zu spät ins Bett und häufen Sie keine Schlafdefizite an beziehungsweise ermöglichen Sie Ihren Kindern ausreichend Schlaf.
Schaffen Sie eine sichere Schlafumgebung
Eine sichere Schlafumgebung ist bei Schlafwandeln oder REM-Schlaf-Verhaltensstörungen besonders wichtig. Um Verletzungen möglichst zu verhindern, entfernen Sie potenziell gefährliche Gegenstände aus dem Schlafzimmer, schließen Sie Fenster und Türen ab und verwenden Sie wenn nötig Tür- oder Bettalarme. Verwenden Sie nach Möglichkeit Betten mit niedrigem Rahmen oder legen Sie Matratzen direkt auf den Boden, um das Risiko von Stürzen zu minimieren.
Vermeiden Sie schweres Essen am Abend
Ein schweres Abendessen oder fettige Speisen können die Schlafqualität beeinträchtigen und das Risiko für Parasomnien erhöhen. Zwischen Ihrer letzten Mahlzeit und dem Schlafengehen sollten mindestens zwei bis drei Stunden liegen. Bevorzugen Sie leichte, gut verdauliche Kost. Lebensmittel wie Bananen, Nüsse oder Milchprodukte können dank ihres natürlichen Gehalts an Tryptophan und Magnesium den Schlaf fördern.
Konsultieren Sie frühzeitig Fachkräfte
Wenn Sie merken, dass Sie oder Ihre Angehörigen wiederholt Symptome von Parasomnien zeigen, ist es ratsam, frühzeitig medizinischen Rat einzuholen. Unsere Expert:innen bei Asklepios beraten Sie gern.
Mit diesen präventiven Ansätzen können Sie dazu beitragen, Parasomnien vorzubeugen und Ihre Schlafqualität zu verbessern. Der schöne Nebeneffekt: Sie werden sich körperlich und geistig fitter und insgesamt ausgeglichener fühlen.
Welche Rolle spielt das Gehirn bei Parasomnien?
Das Gehirn ist die Steuerzentrale für den Schlaf-Wach-Rhythmus und spielt deshalb eine zentrale Rolle bei der Entstehung und Manifestation von Parasomnien. Parasomnien entstehen oft durch eine Fehlfunktion in den Mechanismen des Gehirns, die den Übergang zwischen verschiedenen Schlafstadien regulieren. Besonders der Übergang zwischen Tiefschlaf (Non-REM-Schlaf) und Wachzustand sowie die REM-Schlafphase stehen im Fokus der Forschung.
Ein Beispiel ist das Schlafwandeln, das häufig im Tiefschlaf auftritt. Studien deuten darauf hin, dass während solcher Episoden Teile des Gehirns, die für motorische Funktionen zuständig sind, aktiv bleiben, während andere Teile, wie der präfrontale Kortex, weiterschlafen. Diese Dissoziation kann dazu führen, dass Betroffene komplexe motorische Handlungen ausführen, ohne sich dessen bewusst zu sein.
Auch bei der REM-Schlaf-Verhaltensstörung ist das Gehirn stark involviert. Normalerweise sorgt das Gehirn während des REM-Schlafs für eine Muskelatonie, eine Art muskuläre Lähmung, die Bewegungen verhindert. Bei Betroffenen dieser Schlafstörung funktioniert dieser Mechanismus aber nicht. Das führt dazu, dass die Träume körperlich ausgelebt werden, oft mit riskanten Bewegungen.
Weiterhin kann der Hypothalamus, ein zentraler Bereich im Gehirn, eine Rolle bei der Schlaflähmung spielen, da er entscheidend an der Steuerung von Wachheit und Schlaf beteiligt ist. Dysfunktionen in diesem Bereich können zu einem Zustand führen, in dem der Geist wach ist, der Körper jedoch in der durch den Schlaf induzierten Lähmung verharrt.
Die Untersuchung des Gehirns, insbesondere durch Technologien wie die Video-Polysomnografie, ist entscheidend, um die genauen Ursachen von Parasomnien zu identifizieren und zwischen neurologischen und nicht-neurologischen Ursachen zu unterscheiden.
Wenn Ihr Schlaf ungewöhnlich gestört ist, nutzen Sie gern die Erfahrung und das fachliche Know-how unserer Expert:innen bei Asklepios.