Liebe Patienten & Angehörige,

 

im Asklepios Klinikum Harburg  

  • sind rund 90 % der aktiven Mitarbeiter*innen geimpft
  • werden Mitarbeiter*innen aus Risikobereichen / sensiblen Bereichen wöchentlich getestet
  • werden alle stationären Patient*innen getestet

 

Folgende Regelung sollte dabei gelten: Es wird je 1 Besucher für maximal 1 Stunde zugelassen.

  • Bei Verdacht auf eine Corona-Infektion rufen Sie bitte vorab den Ärztlichen Bereitschaftsdienst an: ► Wählen Sie 116 117
     
  • In medizinischen Notfällen (Schlaganfall, Herzinfarkt etc.) begeben Sie sich bitte weiterhin unmittelbar in Behandlung! Ein mögliches Corona-Infektionsrisiko wird in unserer Klinik mit allen Mitteln reduziert.
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Ihr Asklepios-Team

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Blasenentzündung (Cystitis)

Blasenentzündungen entstehen durch Bakterien. Verursacher sind am häufigsten sogenannte Kolibakterien. Diese können sich an die Schleimhaut der Harnröhre anhaften und so den kurzen Weg von der Mündung der weiblichen Harnröhre in die Blase wandern. Diese sogenannten Schmierinfektionen können z.B. nach dem Geschlechtsverkehr auftreten, aber auch Frauen deren Mütter häufiger Blasenentzündungen hatten, haben ein erhöhtes Risiko. Ca. 50% der Frauen haben mindestens. einmal im Leben eine Blasenentzündung. Beim Mann ist die Blasenentzündung aufgrund der Anatomie deutlich seltener.

Nierenbeckenentzündung

Eine akute Nierenbeckenentzündung (akute Pyelonephritis) entsteht meistens durch eine Blasen- oder Harnröhrenentzündung. Keime wandern von der Blase über einen oder beide Harnleiter in die Niere und lösen dort eine Entzündung aus. In den allermeisten Fällen ist nicht nur das Nierenbecken, sondern auch die Niere selbst beteiligt.

Ebenso behandeln wir Infektionen, die aufgrund von entzündlichen Erkrankungen wie Strikturen oder Fistelbildung enstanden sind.

Der erste Schritt: Die richtige Diagnostik

Die initiale Diagnostik und Therapie sollte durch einen Arzt erfolgen. Hierbei gilt es vor allem Risikofaktoren für eine Ausbreitung/Verschlimmerung der Infektion auszuschließen. Der Arzt wird hierzu eine Ultraschalluntersuchung der Nieren und der Blase durchführen.

Außerdem sollte eine Urinkultur angelegt werden, um den Keim sicher zu identifizieren und richtig zu behandeln.

Ganz auf Sie abgestimmt: Unser Behandlungsangebot

Generell hilft eine gesunde Lebensführung mit normaler Trinkmenge, gesunder Kost und Sport. Frauen die gehäuft nach dem Geschlechtsverkehr Infektionen bekommen, sollten nach dem Verkehr wasserlassen.

Weitergehende Maßnahmen, wie Impfungen oder eine Langzeit-Antibiotikaprophylaxe sind nur in ausgewählten Fällen, z.B. bei sehr häufigen Entzündungen zu empfehlen. Einige Frauen profitieren von Cranberrypräparaten (Saft/Kapsel) oder Preiselbeersaft und können so das Risiko einer erneuten Infektion reduzieren.

Im Akutfall soll eine Therapie mit einem Antibiotikum erfolgen und die Trinkmenge sollte erhöht werden. Hierbei wird Ihr Arzt ein geeignetes Antibiotikum wählen und gleichzeitig eine Keimanalyse des Urins durchführen. Diese ist wichtig, um eventuelle Widerstandsfähigkeiten (Resistenzen) der Keime aufzudecken.

Für die akute Blasenentzündung stehen eine ganze Reihe Antibiotika zur Verfügung, die bei sehr guter Verträglichkeit verordnet werden. Ihr Arzt wird ein geeignetes Antibiotikum auswählen. Diese Wahl orientiert sich am individuellen Risiko für die Patienten, am Alter und weiteren Erkrankungen. Außerdem kennt Ihr Arzt die Abwehrkräfte (Resistenzen) der in Ihrer Region gängigen Keime und wird gezielt daraufhin behandeln.

Eine Blasenspiegelung ist während der akuten Entzündung nie und im Anschluss daran in der Regel nicht notwendig. Bei Frauen mit häufig wiederkehrenden Blasenentzündungen kann eine weiterführende Ursachenforschung notwendig werden. Hier kann neben einer Blasenspiegelung u.U. auch eine Röntgenuntersuchung der Nieren notwendig sein. Ihr Arzt wird ihnen im Einzelfall genau erklären, warum er die Untersuchungen für Notwendig hält.

 

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