Liebe Patienten & Angehörige,

bitte beachten Sie folgende Hinweise:

  • Bei Verdacht auf eine Corona-Infektion rufen Sie bitte vorab den Ärztlichen Bereitschaftsdienst an: ► Wählen Sie 116 117
     
  • In medizinischen Notfällen (Schlaganfall, Herzinfarkt etc.) begeben Sie sich bitte weiterhin unmittelbar in Behandlung! Ein mögliches Corona-Infektionsrisiko wird in unserer Klinik mit allen Mitteln reduziert.
    ► Wählen Sie den Notruf 112
     
  • Besuchseinschränkungen: Aus Sicherheitsgründen reduzieren Sie die Besuche bei Ihren Lieben bitte auf einen Besucher pro Tag und maximal 1 Stunde. Bitte beachten Sie die Infektionsschutzrichtlinien.

Vielen Dank für Ihr Verständnis!

Ihr Asklepios-Team

Mehr erfahren

Hodenkrebs

Der Begriff Hodentumor stellt einen Sammelbegriff aus Neubildungen des samenbildenden Gewebes im Hoden und Tumoren des umgebenden
Gewebes dar. In dieser Infobroschüre werden die Keimzelltumoren des Hodens
betrachtet.
Auch wenn die Hodentumore mit 2 % aller Tumorerkrankungen relativ selten sind, stellen sie die häufigste bösartige Erkrankung junger Männer im Alter zwischen 20 und 40 Jahren dar.

Der erste Schritt: Die richtige Diagnostik

Besteht bei einem Patienten der Verdacht auf einen Hodenkrebs wird in mehreren diagnostischen Schritten die Diagnose gesichert und das Ausmaß der Erkrankung festgestellt.

Durch die körperliche Untersuchung, vor allen durch das Abtasten der Hoden, kann bereits bei bis zu 97% der Patienten die Verdachtsdiagnose gestellt werden.

Ultraschalluntersuchungen

Als nächster Schritt ist eine Ultraschalluntersuchung beider Hoden angezeigt. Durch diese hochauflösende Diagnostik können sogar Tumorherde entdeckt werden, die nicht getastet werden können.

Blutuntersuchungen

Des Weiteren werden bestimmte Blutwerte, sogenannte Tumormarker bestimmt, welche die Diagnose erhärten können und die bei der Festlegung des Stadiums und der Prognose eine wichtige Rolle spielen.

Anschließend wird durch eine operative Freilegung des betroffenen Hodens das erkrankte Gewebes mikroskopisch untersucht. Bei Vorliegen eines Hodentumors wird der betroffene Hoden direkt und komplett entfernt. Ist schließlich ein bösartiger Hodentumor durch die mikroskopische Gewebeuntersuchung (Histologie) beim Pathologen gesichert, wird der Brust- und Bauchraum mittels Computertomografie (CT) untersucht, um nach Absiedlungen des Tumors zu suchen.

 

Ganz auf Sie abgestimmt: Unser Behandlungsangebot

Entscheidend für die Therapie der Hodentumore ist das individuelle Ausmaß (Stadium) der Erkrankung. Dafür werden die Hodentumore in Abhängig von verschiedenen Parametern (Größe des Tumors, biologische Differenzierung des Tumors, Höhe der Tumormarker, Ausmaß des Lymphdrüsenbefalls) in eine feste Einteilung gegliedert.

Grundsätzlich bestehen folgende Therapieoptionen:

  • Operative Entfernung des Hodens
  • Aktive Überwachung nach Entfernung des Hodens (Surveillance)
  • Bestrahlung
  • Chemotherapie
  • Operative Entfernung der befallenen Lymphdrüsen

Weitere Informationen

In unserer Broschüre können Sie sich ausführlicher über die Therapiemöglichkeiten informieren. Lesen Sie hier.

Weiterhin gut versorgt: Ihre Weiterbehandlung / Nachsorge

Echte vorbeugende Maßnahmen gegen Hodentumore sind nach heutigem Stand der Wissenschaft nicht bekannt. Allerdings kann das regelmäßige Abtasten der Hoden und ein rasches Reagieren auf verdächtige Symptome ein frühzeitiges Erkennen der Erkrankung möglich machen und somit die Prognose verbessern.

Wie bei allen bösartigen Erkrankungen sind zudem eine gesunde Lebensweise und der Verzicht auf schädigende Substanzen wie z.B. Tabakrauch zu empfehlen.

Seite teilen: