Liebe Patienten & Angehörige,

bitte beachten Sie folgende Hinweise:

  • Bei Verdacht auf eine Corona-Infektion rufen Sie bitte vorab den Ärztlichen Bereitschaftsdienst an: ► Wählen Sie 116 117
     
  • In medizinischen Notfällen (Schlaganfall, Herzinfarkt etc.) begeben Sie sich bitte weiterhin unmittelbar in Behandlung! Ein mögliches Corona-Infektionsrisiko wird in unserer Klinik mit allen Mitteln reduziert.
    ► Wählen Sie den Notruf 112
     
  • Besuchseinschränkungen: Aus Sicherheitsgründen reduzieren Sie die Besuche bei Ihren Lieben bitte auf einen Besucher pro Tag und maximal 1 Stunde. Bitte beachten Sie die Infektionsschutzrichtlinien.

Vielen Dank für Ihr Verständnis!

Ihr Asklepios-Team

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Wirbelsäulenverletzungen: Hals-, Brust-& Lendenwirbelsäule

Die Wirbelsäule erstreckt sich zwischen den Kopf-Hals-Gelenken am oberen Ende und den Iliosakralfugen am Übergang zum Becken am unteren Ende. Sie wird eingeteilt in Hals- Brust- und Lendenwirbelsäule, auch das anschließende Kreuzbein sowie die Wirbel des sogenannten Steißbeines gehören dazu. Das Spektrum der Erkrankungen an der Wirbelsäule reicht von Verletzungen bei Unfällen über Verschleißerkrankungen bis zu Entzündungen und Tumorleiden.

Ganz auf Sie abgestimmt: Unser Behandlungsangebot

  • Stationär konservative Behandlung inklusive Infiltrationsbehandlung
  • Operationen an der Halswirbelsäule, Brustwirbelsäule und Lendenwirbelsäule

Die Behandlungsmöglichkeiten erstrecken sich von konservativen Maßnahmen mit Medikamentengabe, Stützkorsett, Krankengymnastik über einfache bis hin zu komplexen operativen Maßnahmen.

Die operativen Verfahren haben sich dabei in den letzten zwei Jahrzehnten kontinuierlich erweitert und verbessert. Der Trend geht einmal zu möglichst gering invasiven Techniken, wie zum Beispiel der Kyphoplastie bei osteoporotischen Sinterungsfrakturen und gleichzeitig möglichst stabiler Versorgung bei komplexen Wirbelkörperfrakturen durch Verwendung hochwertiger Schrauben-Stab-Systeme auf neuestem Stand der Technik.
 

Unser Behandlungsangebot

Facettengelenksinfiltration

Schmerzen ausgehend von den kleinen Zwischenwirbelgelenken (Facettengelenken) können hierbei wirkungsvoll durch gezielte Punktionen ausgeschaltet werden. Die Infiltration der Facettengelenke ist ein Behandlungsverfahren mit vorübergehender Wirkdauer und wird zur Differenzierung der Beschwerdeursache eingesetzt. Die Infiltration wird unter Bildwandler-Kontrolle durchgeführt. Über die eingebrachte Kanüle wird mit einer Kombination aus lokalem Betäubungsmittel und entzündungshemmendem Medikament das Gelenk infiltriert.
Ist die Facetteninfiltration wirkungsvoll, kann diese Therapie in entsprechendem Abstand wiederholt werden

Periradikuläre Infiltration

Durch Blockaden, Entzündungen, Bandscheibenvorfälle und auch degenerative Veränderungen kann es zu einer Nervenwurzelreizung mit Anschwellen des angrenzenden Gewebes kommen. Besonders bei Befunden mit Zeichen einer Nervenwurzelreizung (Beinschmerzen, Kribbelgefühle) kann eine Periradikuläre Therapie (kurz PRT) den Schmerzzyklus durchbrechen, die gereizte Nervenwurzel betäuben und zum Abschwellen bringen. Unter Bildwandlerkontrolle wird eine Punktionsnadel an die entsprechende Nervenwurzel herangeführt. Anschließend wird eine Kombination aus lokalem Betäubungsmittel und entzündungshemmendem Medikament als Depot um die Wurzel herum (periradikulär) eingebracht.

Verletzungen der Wirbelsäule

Verletzungen der Wirbelsäule können durch Unfälle / Trauma mit indirekter Gewalteinwirkung mit Stauchung und Verbiegung bzw. Rotation entstehen. Das Rückenmark ist in 15-20% der Fälle mitbeteiligt.
Ursachen sind Verkehrsunfälle, Arbeitsunfälle (Sturz aus großer Höhe), gefolgt von Sport- und Badeunfällen (Stauchungsverletzung der HWS beim Kopfsprung ins flache Wasser).

Verletzungen der Wirbelsäule können jedoch auch ohne adäquates Trauma entstehen. So kann es bei Osteoporose zu Einbrüchen der Wirbelkörper kommen ohne dass ein Sturz oder anderer Unfall erinnerlich wäre. In den meisten Fällen sind ältere Frauen (Verhältnis Frauen – Männer 4:1) mit einer postmenopausalen Osteoporose betroffen. Andere Gründe für Osteoporose können z.Bsp. auch langjährige Medikamenteneinnahme (insbes.Cortison) oder auch Inaktivität sein.

Bei beiden Arten der Verletzung stellen sich folgende Fragen um über das entsprechende operative Vorgehen entscheiden zu können:

1.  Besteht eine Begleitverletzung des Rückenmarks?

2.  Führt die Verletzung zur Einengung des Rückenmarkkanals?

3.  Ist die Verletzung stabil oder führt sie zur Instabilität der Wirbelsäule?

 

Abhängig vom Schweregrad der Verletzung werden dann folgende Operationen durchgeführt:
Ballon-Kyphoplastie, Wiederaufrichtungsoperationen mit Stabilisierung durch Schrauben–Stab-Systemen.

Ballon-Kyphoplastie

Über kleine Schnitte am Rücken beidseits der Wirbelsäule in Höhe des frakturierten Wirbels werden Hohlnadeln in diesen eingebracht. Zuerst wird mittels eines Ballons, der mit Kontrastmittel gefüllt wird, versucht den Wirbel wieder aufzurichten, dann wird in den so geschaffenen Hohlraum Knochenzement eingebracht.

1) Punktion des Wirbelkörpers mit Hohlnadel 

2) Aufrichten des Wirbelkörpers mittels Ballon         

3) Eingeben von Zement                                          

Therapieziel:

  • Frakturreposition und Höhenrekonstruktion
  • Prävention neuer Frakturen
  • Schmerzreduktion
  • Verbesserung der Lebensqualität

Wiederaufrichtungsoperation

Bei instabilen Frakturen, Verletzungen mit Einengung des Rückenmark oder Durchtrennung von Rückenmarkanteilen muss die Wirbelsäule stabilisiert bzw. wiederaufgerichtet werden. Auch wenn sich z.B. eine Querschnittsymptomatik dadurch nicht mehr oder nicht mehr vollständig zurückbildet muss trotzdem eine stabile Situation geschaffen werden um die weitere Versorgung des Patienten zu ermöglichen und zunehmende Schädigungen zu verhindern. Dies erfolgt je nach Verletzung mittels Schrauben-Stab-Systemen.

Hierzu verwenden wir zunehmend ein minimalinvasives System, wodurch eine schnellere Wundheilung durch kleinere Inzisionen möglich ist und somit eine raschere Mobilität des Patienten.

Tumorerkrankungen der Wirbelsäule

Die häufigsten Tumorerkrankungen der Wirbelsäule sind Absiedlungen (Metastasen) von anderen Tumoren (bei Frauen am häufigsten Brust und Lunge, bei Männern Prostata und Lunge)  meist an den knöchernen Strukturen. In sehr seltenen Fällen treten auch Tumoren des Rückenmarks oder der Rückenmarkshäute auf.

Wenn die Entfernung des Tumors gleichzeitig eine ausgedehnte Entfernung von Knochenstrukturen erfordert, kann die Wirbelsäule in diesem Bereich instabil werden. Es ist dann eine stabilisierende Operation erforderlich. Je nach Gewebeart des Tumors kann nach der Operation eine zusätzliche Strahlentherapie oder Chemotherapie erforderlich sein, um Resttumorzellen zu vernichten. Die Behandlung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem Onkologen, Strahlentherapeuten bzw. Facharzt der anderen Abteilungen. Hierzu findet ein Mal pro Woche in unserem Haus eine fächerübergreifende Tumorkonferenz statt.

Wirbelsäulensprechstunde

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